Was tun, wenn Ihr Auto im Winter nicht anspringt

 

Wenn Sie bei bitterkalten Temperaturen im Schnee stecken bleiben oder am Morgen Ihr zugefrorenes Auto nicht mehr anspringt, ist der Super-Gau eingetreten. Wir gehen auf Ursachensuche und finden heraus, warum Ihr Auto im Winter nicht anspringt. In den meisten Fällen können Sie das Problem in wenigen Augenblicken in den Griff bekommen.

Warum springt das Auto bei kalten Temperaturen nicht an?

Die wenigsten Autos sind für die kalten Temperaturen gemacht. Je tiefer das Thermometer sinkt, desto mehr Probleme haben die Fahrer am Morgen, Ihre Fahrzeuge wieder in Gang zu bringen. Dabei lassen sich einige der Probleme an Ort und Stelle lösen. Bei schwerwiegenderen Defekten müssen Sie mit Ihrem Auto in die Werkstatt. Vor der Winterzeit sollten Sie unbedingt das Pannenpaket und ihre Ausstattung für den Notfall überprüfen. Diese beweist sich erst, wenn es zu Problemen kommt. So gehören

  • ein Wechselrad,
  • eine Warnweste,
  • ein Anlasser und
  • ein Notfallpaket in jedes Auto. 

Im Winter machen noch dazu Schneeketten Sinn, je nachdem, wo sie unterwegs sind. Experten raten auch zu Handschuhen und einer dicken Wolldecke, die Sie brauchen, wenn Sie auf den Abschleppdienst warten.

Leere Autobatterie

Gerade die Autobatterien laufen auf Hochtouren, um das Fahrzeug in Gang zu bringen. Kalte Temperaturen und große Temperaturunterschiede wirken belastend auf die Ladekapazität. In der Kälte ist eine Batterie nicht in der Lage, so viel Spannung und Strom zu speichern. Reicht die Spannung zum Anlassen nicht mehr aus, bleibt das Auto stehen. Sie erkennen das in den meisten Fällen an einem leiernden Geräusch des Anlassers, der bei dem nächsten Versuch keinen Ton mehr von sich gibt.

Bestenfalls haben Sie ein Ladegerät für die Autobatterie dabei, das Sie mithilfe der Kabel verbinden. Dann sollten Sie länger mit dem Auto herumfahren, damit sich die Batterie vollständig aufladen kann. Können Sie nur noch ein Klacken des Anlassers hören, ist es zu spät und sie brauchen ein Starthilfekabel Es ist also sinnvoll, dies in der Winterausrüstung mit sich zu führen. 

Elektronik defekt

Die Kälte kann auch die elektrischen Bauteile in einem Fahrzeug angreifen. Bei wechselwarmen und kalten Temperaturen bildet sich jede Menge Kondenswasser, das auf Dauer die Autoteile beschädigt und schlimmstenfalls einen Kurzschluss verursacht. Das Kondenswasser könnte auch zu vereisten oder brüchigen Kabeln führen. Das mag ein Grund sein, warum gerade ältere Autos auf den Winter empfindlich reagieren und beim Anlassen streiken. Sind nur Verunreinigungen oder Kondenswasser die Ursache, kann allein der Zündkerzenwechsel dafür sorgen, dass das Auto wieder anspringt. 

Verdicktes Motoröl

Es kann auch bei Motoröl mit einer hohen Viskosität bei tiefen Temperaturen zu Problemen kommen. Diese Öle sind dickflüssig und bereiten dem Motor bei kalten Temperaturen Probleme, in Gang zu kommen. Dann schafft die Pumpe es nämlich nicht mehr, das Motoröl an die wichtigen Stellen zu drücken. Schlimmstenfalls nimmt der Motor einen Schaden. Aus diesem Grund sollten Sie eigentlich nur ein Motoröl verwenden, das auch bei kalten Temperaturen gute Fließeigenschaften besitzt. Sie erkennen die Eignung für den Winter an dem W auf der Flasche – das W steht für Winter. 

Diesel eingefroren

Bei extrem niedrigen Temperaturen steigt die Gefahr, dass der Dieselkraftstoff einfriert. Aus diesem Grund schreibt unser Gesetzesgeber den Dieselkraftstoff vor, der Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius aushält. Sinken die Temperaturen unter diese Marke, kommt es zu Ausflockungen der Parafine, was zu einer Verstopfung des Filters führt. Direkt nach dem Anlassen stoppt das Fahrzeug oder es springt erst überhaupt nicht an. In diesem Fall bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Ihr Auto in eine Werkstatt abschleppen zu lassen. Ist das Kraftstoffsystem auf Temperatur gekommen und der Filter ausgetauscht, kann es weitergehen. 

Fazit 

Grundsätzlich macht es Sinn, ein Anlasserkabel mitzuführen, um bei einer leeren Batterie zu reagieren. Treten aber Defekte im Motorraum oder in der Elektronik auf, bleibt Ihnen nur der Abschleppdienst. Wenn es irgendwie möglich ist, sollten Sie warten, bis sich die Temperaturen regeneriert haben oder eine Kälteregulation in die Garage integrieren. ADAC-Mitglieder können den Abschleppdienst rufen und haben je nach Leistungspaket ein Anrecht auf einen Mietwagen, um die Weiterfahrt antreten zu können.

 

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