Taschenlampen Test und Kaufberatung

Taschenlampen

Die Taschenlampe im Test – was Sie über Taschenlampen wissen sollten

Sie denken darüber nach, sich eine mobile Lichtquelle in Form einer Taschenlampe anzuschaffen? In diesem Taschenlampen-Test und -Ratgeber erfahren Sie alles über die unterschiedlichen Taschenlampentypen, Ihre Einsatzbereiche, die Unterschiede in Leuchtkraft, Helligkeit und Leuchtdauer, Größe, Gewicht sowie alle weiteren Fakten, die Sie vor einem Taschenlampenkauf kennen sollten. 

Ob der Klassiker Stromausfall oder in einem Keller/Dachboden/Abstellraum ohne Licht, bei einem Abendspaziergang oder bei einem Unfall kann die Taschenlampe helfen, sich zurechtzufinden. Zu den am häufigsten gekauften Modellen gehören die Hand- oder Stabtaschenlampen, doch das sind noch lange nicht alle auf dem Markt erhältlichen Modelle. Der Markt rund um die Taschenlampe ist groß geworden und bietet für jede Situation das perfekte Licht. 

Sie sollten vorab abklären, was für eine Taschenlampe Sie für Ihren Einsatzzweck benötigen.

Je nach Einsatzzweck eignen sich u. a. die folgenden Taschenlampen:

  • Outdoor, Rettungsdienst oder Militär – taktische Taschenlampe
  • Beim Sport – Stirnlampe
  • Unterwegs – Mini-LED-Taschenlampe
  • Zu Hause – Stab-LED-Taschenlampe

Mit den Informationen dieses Taschenlampen-Ratgebers gewappnet, wird es Ihnen sicher leicht fallen, sich für die für Sie ideale Taschenlampe zu entscheiden. Im Anschluss stellen wir Ihnen im Taschenlampen-Test einige Modelle vor, die bei uns als Taschenlampen-Testsieger hervorgegangen sind. Vielleicht ist dort die für Sie beste Taschenlampe dabei.

zum ausführlichen Ratgeber

Unsere Sieger unter allen getesteten Taschenlampen auf einen Blick

DAS TESTERGEBNIS

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Helligkeit
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Handhabung & Komfort

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Taschenlampen Kaufberatung

Fünf wichtige Fakten über die Taschenlampe

Es gibt eine Vielzahl an Taschenlampenmodellen, die je nach Einsatzzweck ausgewählt werden sollten. Es gibt sie von der einfachen Mini-LED-Taschenlampe bis zur Hochleistungs-Laser-Taschenlampe für militärische Zwecke

Reichweite, Helligkeit, Lichtfarbe und extra Funktionen wie die Fokussierbarkeit sind wichtige Faktoren beim Kauf

Das Handling sollte einfach und mit einer Hand bedienbar sein

Taschenlampen, die im Outdoorbereich zum Einsatz kommen, sollten bruch- und wasserfest sein

Ob Batterie-, Solarbetrieb oder festverbauter Akku – alle Energieversorgungen haben Vor- und Nachteile, die beim Einsatzort zum Tragen kommen

Die Taschenlampe und Ihre Funktionsweise

Der Aufbau: Die typische Form einer Taschenlampe ist länglich und rund, am Ende befindet sich der Griff, welcher mit einem Schraub- oder Schiebeverschluss ausgestattet ist, damit dort die Batterien oder Akkus eingelegt werden können. Auf der anderen Seite befindet sich die Lichtquelle. Die eigentliche Lampe mit Ihren Leuchtmitteln ist mit einer kleinen Scheibe aus Plastik, Plexiglas oder Glas geschützt. Heute sind die meisten Modelle mit Leuchtdioden (LEDs) ausgestattet. Diese punkten im Vergleich zu veralteten Glühlampen, Halogenlampen und Energiesparlampen durch:

  • Langlebigkeit mit bis zu 100.000 Betriebsstunden
  • Starke und helle Leuchtkraft
  • Minimalen Strombedarf
  • Kaum spürbare Erwärmung bei vollem Betrieb 

Das Gehäuse einer Taschenlampe besteht in der Regel aus Plastik oder Metall. Viele Lampen besitzen am Kopf eine Einfassung, die gerillt oder gewellt ist, damit die Lampe nicht wegrollen kann. Am Griff ist oftmals eine Handschlaufe zum sicheren Transport und am Body ein Clip zur Befestigung am Gürtel. Oft ist es so, dass der Leuchtbereich etwas breiter als der Griff ausfällt, weil so eine höhere Leuchtweite erreicht werden kann. Das Batteriefach wird entweder aufgeschoben oder aufgedreht, wobei Modelle mit einem hochwertigen Drehverschluss meist langlebiger sind. 

Bei Kunststoff-Taschenlampen wird zur Herstellung am ehesten das Spritzgussverfahren angewendet. Das ist relativ günstig und unkompliziert. Sind sie gut verarbeitet, können Sie es manchmal sogar mit den Modellen aus Metall aufnehmen. Zudem sind sie wesentlich leichter. Widerstandsfähiger sind jedoch Taschenleuchten aus Metall, was allerdings auch seinen Preis hat. 

Die Technik: Um die Leuchtquelle herum befindet sich ein Reflektor, damit das Licht um ein Vielfaches verstärkt wird. Sollte es sich um ein Modell handeln, welches mit LEDs niedriger Leistung ausgestattet ist, fallen Scheibe und Reflektor meist weg, weil die Verstärkung schon im Gehäuse der Dioden verbaut ist. Bei Hochleistungs-LEDs kann es sein, dass optische Systeme genutzt werden, die in der Regel aus Kunststoff bestehen.

Taschenlampen mit einem Kunststoffgehäuse funktionieren auf Basis elektrischer Leitungen. Bei Metalltaschenlampen dient das Material entsprechend als Leiter. Der Pol ist mit der Stromquelle und dem Gehäuse in Kontakt, sodass der Strom zu fließen beginnt, wenn der Schalter betätigt wird, da das Gehäuse wiederum mit der Lampenfassung verbunden ist.

Leuchtdioden (LEDs)

LED ist die Abkürzung für Light-Emitting-Diode, also ein Licht emittierendes Halbleiterbauelement, das heute die gute alte Glühlampe und Energiesparlampen abgelöst hat. Die Vorteile der LEDs sind die hohe Leuchtkraft, die Energiesparsamkeit, Umweltfreundlichkeit und geringe Wärmeentwicklung. Eine LED besteht aus einem Chip, einem Reflektor mit Kontakt zur Kathode, einem Golddraht als Kontakt zur Anode und einer Linse, die aus Kunststoff oder Glas gefertigt ist. Es handelt sich um einen Halbleiter, der Strom nur in eine Richtung fließen lässt und aus zwei Schichten, die miteinander reagieren, besteht. Die eine Schicht weist einen Elektrodenmangel auf und die andere einen Überschuss. Wird die Spannung in Flussrichtung gelegt, geben die Elektronen die Energie in Form von Licht frei. Die Lichtstärke wächst proportional zur Stromstärke.

Halogen

Während Glühlampen und Energiesparlampen in modernen Taschenlampen keine Verwendung mehr finden, gibt es noch Modelle mit Halogen-Glühlampen, die noch mehr Licht spenden, als LEDs. Diese Lichtquelle arbeitet mit den Edelgasen Xenon und Krypton, was den Vorteil hat, dass sich die Lebensdauer erhöht und dennoch hell geleuchtet werden kann. 

Die Taschenlampenarten

Es gibt Taschenlampen nicht nur in verschiedenen Größen und aus verschiedenen Materialien, auch die Bauweise und Leuchtkonzepte können sich grundlegend voneinander unterscheiden, wobei Experten meist mehrere Taschenlampen mit unterschiedlichen Konzepten ihr Eigen nennen.

Flooder (Fluter bzw. Flutlicht)

Fluter sind für das Ausleuchten von nahen Bereichen bis maximal zu einer mittleren Entfernung (von etwa 80 Metern) gedacht. Der Flooder leuchtet großflächig und ohne Hotspots sehr gleichmäßig aus und entspricht so unserer natürlichen Sicht. Unbekannte Umgebungen können so schnell wahrgenommen und eingefangen werden. Gerade Nachtfotografen setzen auf diese Technik, um Motive in der Nähe großflächig auszuleuchten. Der Lampenkopf sitzt recht oberflächlich und die Reflexionsfläche ist, ähnlich der Schale einer Orange – daher der Name –, aufgeraut, weswegen der Reflektor auch OP-Reflektor (Orange-Peel-Reflektor) genannt wird. Das Licht wird durch die Unebenheiten ebenmäßiger und in einem höheren Winkel als bei der Thrower-Technologie.

Es gilt: Ein Flooder hat einen niedrigen LUX-Wert.

Thrower (Werfer bzw. Lichtwerfer)

Anders als Flooder sind Thrower hauptsächlich für die punktuelle Ausleuchtung auf größere Distanzen ausgelegt. Der Lampenkopf mit den LEDs sitzt tiefer im Gerät und die Reflexionsfläche ist glatt, weswegen der Reflektor auch als SMO-Aluminum-Reflektor (SMO steht dabei für „smooth“ – also glatt) bezeichnet wird. Durch den tief sitzenden Lampenkopf und den glatten Reflektor kann das Licht konzentrierter, bis zu 500 Meter oder mehr und ohne viel Streuung (Sidespill = Nebenausstoß) ausgestoßen werden. Die beleuchtete Fläche ist ein kleiner Spot. Es gilt: Ein Thrower hat einen hohen LUX-Wert.

Tipp: Universaltaschenlampen bieten die Funktionen eines Throwers und die eines Flooders.

 

Fokussierbare Taschenlampe

Diese Universaltaschenlampen bieten eine Mischung aus Flooder und Thrower. Sie haben, mit bis zu 170 Metern, eine geringere Reichweite als reine Thrower, aber bieten dafür das punktuelle Ausleuchten, wie auch das großflächige Ausleuchten. Entweder kann man die Leuchtfunktion umschalten, oder kann den Lampenaufsatz durch ab- und aufschrauben wechseln. Letzteres hat mehr Vorteile gegenüber der Umschaltvariante, da das Lichtbild jeweils sauber ist. Nur das Mitführen zweier Lampenköpfe ist eher umständlich und setzt eine Schutzhülle voraus. Bei Umschaltmodellen sieht man leider die sogenannten Saturnringe, die die einzelnen LEDS wiedergeben. Diese Modelle sind durch die Verstellmöglichkeiten meistens auch nicht wasserdicht. 

Stirnlampe

Hierbei handelt es sich nicht um Taschenlampen im eigentlichen Sinne. Sie bestehen nur aus dem Lampenkopf, der fest an einem Stirnband montiert ist, um bei der Arbeit und beim Sport die Hände freizuhalten. Sie leuchtet immer in die Blickrichtung des Nutzers. Da hier die Entfernung keine Rolle spielt, handelt es sich um Flooder-Modelle. Einige Modelle kann man abnehmen, und z. B. als Fahrradlicht oder kleinen Scheinwerfer nutzen. 

LED-Stabtaschenlampe

Sie ist das gängigste Modell der Taschenlampen, seit es die LED-Technologie gibt. Es gibt sie mit Sonderfunktionen wie Stroboskoplicht, Warnblinklicht und ist meistens als Universaltaschenlampe mit Flood- und Throw-Technik ausgestattet. Hier sind die Qualitätsunterschiede teilweise enorm. Diese Taschenlampen werden in der Regel im Haushalt für den Fall eines Stromausfalls oder zur Ausleuchtung eines Dachbodens oder Kellers sowie beim Camping und beim Sport eingesetzt. Outdoornutzer sollten sich für eine Leuchtvariante – entweder Thrower oder Flooder – entscheiden, da bei Kombinationsmodellen meist keine Wasserdichtigkeit gegeben ist. Es gibt sie weiteren Variationen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Mini-LED-Taschenlampe bzw. EDC-Taschenlampe

Diese kleinste und günstigste Art der Taschenlampen passt in der Regel an den Schlüsselbund, ist mit Flooder-Technologie ausgestattet und ist immer zur Hand, wenn Licht ins Dunkle gebracht werden muss. Sei es um das Schlüsselloch zu finden, das Fahrrad anzuschließen, etwas draußen im Dunkeln näher anzusehen oder im Haus bei der Ausleuchtung von Unterschrankbaukonstrukten oder Ähnlichem. Sie ist praktisch, sparsam und teilweise ebenso hell und robust wie ihre großen Artgenossen. EDC steht für „every day carry“ und meint die kompakte und leichte Bauweise der Taschenlampe. Durch diese Bauart ist sie allerdings auch nicht für den langen Hochleistungseinsatz gedacht, da sie über keinen Wärmeableitungsmechanismus verfügt. Kurze Zeit oder auf mittlerer Stufe ist die Wärmeentwicklung dank der LEDs aber minimal und schadet der Taschenlampe nicht. Auch im Funktionsumfang muss man bei den Minis ein paar Abstriche in Kauf nehmen, denn viele Modelle haben nur eine Leuchteinstellung. 

Taktische Taschenlampe

Diese Taschenlampen sind speziell auf die Bedürfnisse von Polizei, Militär, Sicherheits- und Rettungsdienstpersonal abgestimmt. Sie sind extrem robust und auch mit Schutzhandschuhen einfach zu bedienen. Die robuste Bauweise ist deshalb nötig, da private Sicherheitsfirmen nicht berechtigt sind, Waffen bei sich zu tragen und die Lampen mit hartem Kronenkopf daher gleichzeitig als Schlagstock fungieren. Ihre Stroboskopfunktion, bei der in kurzen Abständen bei höchster Stufe geblinkt wird, ist dazu entworfen worden, Angreifer abzuwehren. Viele normale LED-Stablampen verfügen auch über diese Funktion, um beispielsweise beim Angeln Tiere abzuwehren. Taktische Taschenlampen können über mehrere Lichtfarben verfügen, wie beispielsweise ein orangefarbenes Blinklicht, das zur Warnung der Straßenteilnehmer vor, z. B. von Autounfällen verursachten, Hindernissen gedacht ist. Egal, wie viele Extras eine solche Lampe bietet, alle Modelle sind besonders leuchtstark, aus Metall und wasserfest. 

Exotische Stabtaschenlampen

Es gibt auch Stabtaschenlampen, die seitlich im Griff eine lange Leuchtstofflampe verbergen, die bei Bedarf entnommen werden kann. Sie ist dafür gedacht besonders große Flächen im Nahbereich auszuleuchten. Diese Modelle sind eher selten anzutreffen, da die Röhre viel Strom benötigt und so die Batterien der Lampe bald erschöpft sind. 

Smartphone-Apps

Zunächst sei gesagt, dass ein Smartphone keine wirkliche Taschenlampe ersetzen kann und im Nu der Akkustand bedenklich sinkt, wenn Sie damit Ihren Weg ausleuchten. Aber wer nicht gerade eine Mini-LED-Taschenlampe am Schlüsselbund hat, oder gerade diesen Schlüsselbund im Dunklen sucht, wird die Handy-App, mit der das Smartphone zur Lampe wird, lieben. Ob für iOS oder Android, in den App-Stores gibt es eine Vielzahl kostenloser und kostenpflichtiger Apps, die sobald sie installiert sind, mit einem Taschenlampensymbol auf dem Home-Bildschirm erscheinen und so immer leicht anwählbar sind. Das macht die Apps zum Retter in der Not. 

Leuchtweite, Helligkeit und Farbtemperatur

Gerade im Bereich der Leuchtmittel gibt es eine Vielzahl Angaben, die auf den ersten Blick verwirren, aber eine wichtige Aussage über die Eigenschaften und die Qualität einer Taschenlampe bergen. Sie sollten also genau wissen, was gemeint ist, wenn die Hersteller von Lumen, Lux, Candela, Kelvin und Color-Rendering-Index sprechen.

Candela (Einheitenzeichen: cd) und LUX (Einheitenzeichen: lx)

Generell gilt, je höher der Candela- bzw. LUX-Wert, desto weiter die Leuchtweite. Candela ist die Lichtstärke, mit der eine Lampe in eine Richtung strahlt. Lux ist die Lichtstärke, mit der sie auf eine Fläche trifft. Ein niedriger LUX-Wert mit hoher Helligkeit (Lumen) bedeutet eine große Streuung. Hohe LUX-Werte bedeuten eine sehr hohe Leuchtkraft und sehr helle Lampen, was z. B. die ISO-Zahl beim Fotografieren minimieren kann und somit weniger körnige Ergebnisse liefert.

  • Die Formel zur Umrechnung von Candela in Lux lautet: cd / (Abstand*Abstand)
  • Die Formel zur Umrechnung von LUX in Leuchtkraftmeter lautet: Wurzel aus [lx x 4])

Beispiele für LUX-Leistungen:

  • Heller Sonnentag: 100.000 lx
  • Bedeckter Sonnentag: 20.000 lx 

Beispiele für Candela-Leistungen:

  • Kerzenflamme: 1 cd
  • 100 Watt Glühlampe: 110 cd

Kelvin (Einheitenzeichen: K)

Die Farbtemperatur wird in Kelvin gemessen und zeigt an, welche Lichtfarbe Ihre LED-Lampe ausstrahlt. Die Farbtemperatur meint einen schwarzen (Absenz von Licht) Körper, der erhitzt wird. Dabei leuchtet er zunächst Dunkelrot und wird immer heller, bis er zum bläulich gleißendem Licht wird.

  • Bei einem Wert unter 3300 k spricht man von warmweißen Leuchten
  • Bei mehr als 3300 bis 5300 k handelt es sich um Neutralweiß oder kühles Weiß
  • Bei mehr als 5300 k bekommt man ein Tageslichtweiß 

Neutrale kaltweiße und bläuliche, tageslichtweiße Farbtemperaturen wirken heller und wirken eher steril, was bei Fotografien eher von Nachteil, aber zum Erkennen von Umgebungen von Vorteil ist. Warmweiße Töne sind natürlicher und überblenden die Farben der Objekte nicht so sehr. Dadurch ist diese Lichtfarbe bei Fotografien und zum Lesen unter der Decke sehr angenehm. Die Lichtfarbe wirkt aber sehr viel dunkler und kann einen Stich ins Gelbe, Grünliche oder Rote haben. Die Farbtemperatur kann vom Spot bis zum äußeren Rand der Streuung stark unterschiedlich sein. 

Beispiele für Kelvin-Leistungen:

  • Kerzenflamme: 1500 K
  • Sonnenlicht am Vormittag: 5500 K

Lumen (Einheitenzeichen: lm)

Mit Lumen (Lumen pro Watt) ist die Messeinheit der Helligkeit gemeint, in der das gesamte Licht beschrieben wird, das eine LED-, Energiesparlampe oder auch Glühbirne zu allen Seiten ausstrahlt. Stark vereinfacht gesagt: Je höher der Lumenwert ist, desto heller ist eine Lampe. Lumen sagt jedoch, anders als LUX, nichts über die Reichweite aus. Power-LEDs bei Taschenlampen bringen es bis auf 10.000 Lumen.

Beispiele für Lumen:

Äquivalent zur 40-Watt-Glühlampe = 430 lm

Äquivalent zur 100-Watt-Glühlampe = 1380 lm

Taktischer Einsatz der Polizei = 1000 lm

Haustaschenlampen: 20 bis 50 lm

Farbwiedergabeindex (Einheitszeichen: Ra) bzw. Color-Rendering-Index (Einheitenzeichen: CRI)

Mit dem CRI- oder auch Ra-Wert ist die Farbtreue gemeint, die das Licht einer LED besitzt, was gerade beim Fotografieren und Filmen von großer Wichtigkeit ist, aber sonst eher vernachlässigt werden kann. Je größer der CRI-Wert ist, desto natürlicher werden die Farben der angestrahlten Objekte wiedergegeben.

Als perfekter Wert gilt 100 Ra bzw. 100 CRI.

Tipp: Dunst und Nebel bleiben in der Entfernungsberechnung der Hersteller unberücksichtigt, weswegen Sie in der Praxis immer etwas von der maximalen Reichweite im Outdooreinsatz abziehen sollen. Halbieren Sie den Wert mindestens.

Handhabung, Ausstattung und Funktionen

Je einfacher die Handhabung Ihrer Taschenlampe ist, desto mehr Freude werden sie in der Praxis haben. Dabei spielen die folgenden Faktoren eine Rolle:

  • Gewicht
  • Größe
  • Bedienungskonzept
  • Ausstattung und Funktionen 

Handhabung

Während es bei einer Mini-LED-Taschenlampe wichtig ist, dass diese klein und sehr leicht ist, damit sie sich am Schlüsselbund kaum bemerkbar macht, ist bei einer taktischen Stabtaschenlampe die robuste und große Bauart wichtig. Hier kann man also keine allgemeinen Empfehlungen geben, da es ganz davon abhängt, wofür Sie die Taschenlampe vorrangig benutzen möchten. Meistens ist es ratsam, sich mehrere Taschenlampen anzuschaffen, um immer das ideale Modell zur Hand zu haben. Was die Handhabung der Lampe angeht, gibt es jedoch allgemein geltende Regeln:

  • Zu viele Funktionen auf einem Schalter sind unpraktisch
  • Drehelemente zur Veränderung der Helligkeit brauchen immer zwei Hände
  • Notfunktionen, wie Signale und Abwehrleuchten, müssen im Nu zugänglich sein
  • Bei Stabtaschenlampen sollte es einen Wegrollschutz geben
  • Taschenlampen im Outdooreinsatz sollten gegen Feuchtigkeit, Regen, Staub und Kratzer geschützt sein
  • Ein Tailstand sorgt für den sicheren Stand am Griffende, um die Decke, ohne Zuhilfenahme der Hand, ausleuchten zu können

Tipp: Einhandbedienung ist praktischer.

Funktionen und Licht-Modi

Sicherlich gibt es ganz einfache Taschenlampen, die nur „An“ und „Aus“ bieten und somit immer die gleiche Leuchtstärke besitzen. Bei kleinen Mini-LED-Taschenlampen reicht dies zumeist aus. Wer aber auch eine Abwehrfunktion und eine zweite nicht so helle Leuchtkraft wünscht, kann auch unter den Minis fündig werden. Generell gibt es bei Taschenlampen die folgenden möglichen Funktionen:

  • Flood für breit ausgeleuchtete Flächen im näheren Umfeld
  • Throw für punktuelle, weit entfernte Lichtkegel mit kleinem Durchmesser
  • Warnsignale, oftmals orangefarben zur Warnung bei Unfällen
  • Blitze zur Signalgebung, teilweise im SOS-Morsecode
  • Strobskop (Strobe) zur Abwehr von tierischen oder menschlichen Angreifern
  • Farbige LEDs für Effekte z. B. beim Fotografieren
  • Mehrere Leuchtstufen: Gedimmtes Licht bzw. ein Energiesparmodus für längere Nutzung am Stück (z. B. bei Wandertouren) 

Materialien und Wasserfestigkeit

Bei dem Material kommt es auch auf den Einsatzzweck an, denn während eine Taschenlampe aus Kunststoff sehr leicht ist und daher kaum Gewicht an den Schlüsselbund hinzufügt, sind Taschenlampen aus Metall natürlich robuster, leistungsstärker und hochwertiger.

Metall oder Kunststoff?

Der Metallkorpus aus Aluminium oder Edelstahl fördert die Leistung und erhöht die Wärmeleitfähigkeit drastisch, was der Lebensdauer Ihrer Taschenlampe zugute kommt. Kunststoff dämmt die Wärme und hält sie in der Lampe, was sie bei langem Betrieb auf höchster Stufe irgendwann durchschmoren lässt. Ein weiterer Vorteil von Taschenlampen aus Metall ist die Robustheit. Stürze kommen vor, und während die Kunststoffvariante wohl gleich einen Totalschaden zu verzeichnen hat, überleben gut verarbeitete Metalltaschenlampen so etwas in der Regel leicht. Nicht ohne Grund finden Metallstablampen bei privaten Sicherheitsfirmen als Schlagstockersatz ihren Einsatz.

Glas oder Plexiglas?

Bei der Linse sollten Sie egal, welches Material für den Korpus verwendet wurde, auf Glas setzen, da dieses nicht so leicht zerkratzt wie Kunststoff.

Wasserdichtigkeit

Bei jeder Benutzung im Außenbereich ist die Wasserdichtigkeit von entscheidender Wichtigkeit, um lange Freude an der Taschenlampe zu haben. Bei fokussierbaren Taschenlampen ist es meistens nicht möglich eine völlige Wasserfestigkeit zu bekommen, da durch den Drehmechanismus eher Wasser eindringen kann. Einen gewissen Schutz,zumindest gegen Regen, sollten jedoch auch diese Taschenlampen bieten.

Hefigen Regen, Schmutz, Staub, Schnee, Nebel oder den Einsatz unter Wasser überleben nur solche Taschenlampen, die entsprechend konstruiert und ausgezeichnet sind. Achten Sie unbedingt auf die folgende IPXX-Schutzstandard-Tabelle und wählen Sie für sorgenfreies Outdoorvergnügen mindestens Klasse IPX7 aus.

  • IPX0 – kein Schutz
  • IPX1 – Schutz gegen Tropfwasser
  • IPX2 – Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse um 15 Grad geneigt ist
  • IPX3 – Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60 Grad gegen die Senkrechte
  • IPX4 – Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
  • IPX4K – Schutz gegen allseitiges Spritzwasser mit erhöhtem Druck
  • IPX5 – Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
  • IPX6 – Schutz gegen starkes Strahlwasser
  • IPX6K – Schutz gegen starkes Strahlwasser unter erhöhtem Druck, spezifisch für Straßenfahrzeuge
  • IPX7 – Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
  • IPX8 – Schutz gegen dauerndes Untertauchen
  • IPX9 – Schutz gegen Wasser auch Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung
  • IPX9K – Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung, spezifisch für Straßenfahrzeuge 

Energieversorgung und Leuchtdauer

Die LEDs als solche besitzen bis zu 10.000 Stunden Lebensdauer, aber die beste Taschenlampe leuchtet nicht mehr, wenn die Energiequelle erschöpft ist. Bei Taschenlampen gibt es vier Arten von Energiequellen:

  • Batterien und aufladbare Batterien (NiMH-Akkus)

Gerade dann, wenn Sie viel unterwegs sind und es im Outback an Steckdosen mangelt, sollten Sie die altherkömmliche Stromversorgung per Batterien oder wiederaufladbare Akkus wählen. Ein paar extra Packungen als Reserve dabei (im Fall der wiederaufladbaren, natürlich zuvor geladen), und schon brauchen Sie sich keine Sorgen mehr über schwächelndes Licht machen. Genutzt werden AA-, AAA-Batterien oder C- bzw. D-Zellen. Ein Nachteil ist der anfallende Sondermüll, der die Umwelt belastet. 

Tipp: Bei längerer Pause der Nutzung, sollten Sie die Batterien oder Akkus auf jeden Fall entfernen, da diese auslaufen können.

  • Fest verbauter Lithium-Akku

Diese umweltfreundlichere Variante bietet in der Regel eine längere Leuchtdauer, ist aber von einer Steckdose abhängig, weswegen Sie sich eher für den Einsatz zu Hause oder bei Aktivitäten in der Zivilisation eignet. Auch diese Akkus müssen nach vielen Ladezyklen einmal entsorgt werden und verursachen dann Sondermüll. Damit die Akkus unter keinen Umständen Ihrer Taschenlampe schaden können, sollten Sie hier auf Markenqualität setzen. Laden Sie diese nur mit dafür vorgesehenen Ladegeräten, die über Überspannungs- und Überhitzungsschutz verfügen. Lithium-Akkus neigen bei extremen Witterungsbedingungen auch zum Ausfall.

  • Dynamo

Diese umweltfreundlichste Variante der Taschenlampenstromversorgung wird per Hand und einfacher Muskelkraft, mittels eines Generators, aufgeladen. Die Leuchtdauer ist zwar begrenzt, aber immer wieder nachladbar. Wer sich nicht vor der Mühe scheut, sollte auf diese Variante setzen, die keinerlei Unterhaltskosten verursacht und quasi unkaputtbar ist.

  • Induktionsspule

Bei Taschenlampen, die mit dieser Technik ausgestattet sind, muss man schütteln, um sie für eine kurze Dauer, durch eine Spule und einen Magneten, zum Leuchten zu bringen. Leider sind diese Taschenlampen sehr anfällig für Defekte, weswegen wir davon abraten. 

Es gibt vereinzelt auch Taschenlampen mit Solarpanelen, die ähnlich eines Taschenrechners, einfach mit Sonnenenergie aufgeladen werden. Leider ist die Sonne im Dunklen nicht präsent, weswegen sich diese Modelle auch nicht auf dem Markt durchsetzen konnten. 

Preise und bekannte Hersteller

Je nach Bauart, Stromversorgung und Funktionsumfang unterscheiden sich die Preise der Taschenlampe sehr stark. Damit Sie nicht am falschen Ende sparen, sollten Sie – auch wenn die Modelle etwas teurer ausfallen können – auf namhafte Hersteller setzen. Nichts wäre ärgerlicher, als wenn das No-Name-Modell Sie im entscheidenden Moment im Stich lässt. Hier sind die aktuellen Preisspannen (Stand August 2017) und die bekanntesten Hersteller für Sie im Vergleich: 

Stirnlampe

Diese Art Lampe, die an einem Kopfband getragen wird, kostet derzeit in der Ausführung für Erwachsene zwischen 1 und knapp 800 Euro. Um Ihrer Unternehmung besonders im Outdoorbereich Sicherheit zu geben, sollten Sie jedoch mindestens 20 Euro investieren, um sich der Qualität sicher zu sein.

Einige namhafte Hersteller sind beispielsweise: Lupine, Petzl, Olight und Icefox.

Stabtaschenlampe

Ab 4 Euro kann man schon einfache LED-Stablampen ergattern. Wer mehr Funktionen möchte, kann aber auch bis zu 200 Euro investieren. Sehen Sie sich den Funktionsumfang und die IPXX-Norm, die der Lampe entspricht, genau an, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Für den Einsatz bei der Jagd sollten Sie nicht unter 50 Euro suchen, da die Lichtstärke sonst in der Regel nicht ausreichen wird.

Bekannte Hersteller sind z. B.: Mag-Lite, Walther, Zweibrüder und Varta.

Mini-LED-Taschenlampe

Einfachste Mini-LED-Taschenlampen für den Schlüsselbund gibt es schon ab etwa 1 Euro im Handel. Sehr hochwertige Modelle, die sich zudem zum Tauchen eignen, können aber bis zu 100 Euro kosten.

Bekannte Hersteller dieser Schlüsselanhänger-LED-Taschenlampen sind beispielsweise: MecArmy, Zweibrüder, LED-Lenser oder Pearl.

Taktische Taschenlampe

Diese Hochleistungstaschenlampen, mit meist mehr als 1000 Lumen und einer Reichweite von bis zu 500 Metern, gibt es bereits ab knapp 10 Euro, allerdings in kleinerer Größe, die nicht als Handwaffe bzw. Schlagstock taugt. Diese Modelle haben allerdings viele der Funktionen, die auch ihre großen Verwandten mit sich bringen. Die Preise der kleinen reichen bis zu 100 Euro.

Namhafte Hersteller sind hierbei z. B. Nitecore, ThruNite, Nextorch und Sportastisch.

Wer ein großes, unkaputtbares Modell kaufen möchte, steigt preislich bei etwa 30 Euro ein und hört bei etwa 600 Euro auf.

Bekannte Hersteller der Highclass-Taschenlampe sind beispielsweise Inova, Cree, Walther und Fenix. 

Darauf sollten Sie beim Kauf besonders achten:

  • Je nachdem wofür Sie die Taschenlampe einsetzen, sollte sie entweder ein Thrower oder ein Flooder sein. Universalmodelle sind nur dann praktisch und gut, wenn Sie wirklich beides brauchen. Besser sind hier Modelle, bei denen Sie den Kopf nach Bedarf austauschen können.
  • Batteriebetrieb ist am einfachsten, aber auch am umweltschädlichsten. Wenn Sie die Taschenlampe nur im Innenbereich anwenden, sollten Sie lieber zum Lithium-Akku-Modell greifen. Das spart Betriebskosten und schont die Umwelt.
  • Damit die Taschenlampe immer zur Hand ist, sollte Sie über eine Trageschlaufe und einen Gürtelclip verfügen, oder bei Mini-LED-Taschenlampen an einem Schlüsselring gehängt werden können. Ein zusätzlicher Schutz gegen versehentliches Wegrollen ist auch wichtig.
  • Lichttemperatur, Leuchtkraft und Reichweite spielen je nach Einsatzzweck eine entscheidende Rolle.
  • Wählen Sie die Funktionen nach Ihrem Bedarf aus. Nicht jeder braucht eine Stroboskopfunktion zur Abwehr von Angreifern, aber beim Angeln, beim Besuch von hungrigen Bären, kann sie sehr sinnvoll sein.
  • Die Verarbeitung und die Wasserdichtigkeit sind bei Taschenlampen, die für den Outdooreinsatz gedacht sind, das A und O. Ihre Taschenlampe sollte zumindest IPXX7 aufweisen, um vor starkem Regen geschützt zu sein.
  • Die Taschenlampe sollte einfach zu bedienen sein und das möglichst intuitiv und mit einer Hand.
  • Wer auf robustes Material setzen möchte, sollte sich eine Taschenlampe mit einem Körper aus Metall und einer Linsenabdeckung aus Glas leisten. Auf lange Sicht spart das Geld, da Sie die Anschaffung nicht wiederholen müssen. 

Zusammengefasst

Mit der richtigen Taschenlampe sind Sie für alle Eventualitäten, von der Suche im Keller bis zur Zombieapokalypse, bestens gerüstet. Welche Taschenlampe die Beste ist, entscheidet der Einsatzzweck. 

Wenn Sie eine unverwüstliche, sogar zum Tauchen geeignete, Hochleistungs-LED-Stabtaschenlampe suchen, die gleichzeitig Angreifer vertreibt und zur Not auch zum Schlagstock umfunktioniert werden kann, sollten Sie sich eine taktische Taschenlampe eines der oben genannten namhaften Herstellers anschaffen. Sie möchten alle Funktionen (außer der Waffe), aber nicht so viel Gewicht? Dann sind die etwa 13 cm großen Stabtaschenlampen genau richtig. Für Alle, die ihre Taschenlampe eher zum Schlüssellochsuchen und gelegentliches Ausleuchten von kurzen Wegen brauchen, gibt es eine Vielzahl von Mini-LED-Taschenlampen auf dem Markt, die mit ihrer Leuchtkraft teilweise schon an die großen heranreichen. 

Um Ihnen die Entscheidung für eine gute und passende Taschenlampe noch weiter zu erleichtern, haben wir neben den Informationen in diesem Ratgeber, auch einen Taschenlampen-Test durchgeführt und die Besten gekürt. Sehen Sie sich die Vor- und Nachteile unserer Taschenlampe-Testsieger-2017 in den einzelnen, umfassenden Testberichten an, die wir für die besten Modelle erstellt haben, und suchen Sie sich die für Sie optimale Taschenlampe aus.

 

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