Rollerversicherung im Vergleich und Test

andreas kirchner
Ich bin Andreas und der Gründer und Inhaber von Experten-Beraten.de sowie einer der Geschäftsführer von der Online-Marketing-Agentur Hanseranking in Hamburg.

Rollerversicherung Vergleich, Test und Ratgeber

Täglich legen wir viele Wege zurück: zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Schule. Um nicht alle Wege zu Fuß bewältigen müssen, entscheiden sich viele Menschen für die Anschaffung eines Rollers, der sich vor allem im Stadtverkehr als praktisches Beförderungsmittel erweist. Schließlich gelangt man mit einem Roller überall hin. Wenn auch Sie einen Roller fahren möchten, müssen Sie eine entsprechende Rollerversicherung abschließen.

Eine gute Rollerversicherung

  • Beinhaltet eine umfangreiche Haftpflichtversicherung mit hohen Versicherungssummen
  • Ist notwendig, um Sie vor Ansprüchen Dritter, die beispielsweise durch einen Unfall entstehen können, finanziell zu schützen
  • Beinhaltet zusätzlich eine Teilkasko oder Vollkasko für einen noch höheren Versicherungsschutz

Damit Sie wissen, was es hinsichtlich der Rollerversicherung zu beachten gibt und auf welche Leistungen Sie nicht verzichten sollten, beantworten wir in diesem Ratgeber alle wichtigen Fragen.

Zuletzt aktualisiert am: 08.06.2018

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Ähnliche Vergleiche

Rollerversicherung Ratgeber

Fünf wichtige Fakten zur Rollerversicherung

Ohne eine Kfz-Haftpflichtversicherung für den Roller dürfen Sie sich nicht im Straßenverkehr bewegen

Wenn Sie einen Unfall bauen, schützt Sie die Rollerversicherung vor Ansprüchen Dritter

Die Rollerversicherung sollte umfangreiche Leistungen beinhalten

Auch für Roller werden zusätzlich Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen angeboten, die das Leistungspaket erhöhen

Eine gute Rollerversicherung muss nicht automatisch teuer sein, denn es werden auch umfangreiche Verträge zu günstigen Konditionen angeboten

Rollerversicherung Ratgeber – das sollten Sie wissen:

Wir möchten Ihnen in diesem Ratgeber erklären, was eine gute Rollerversicherung ausmacht. Bedenken Sie, dass es zahlreiche Anbieter gibt, die um die Gunst des Kunden buhlen. Aus dieser Vielfalt ein Versicherungsunternehmen zu finden, welches gute Leistungen zum bestmöglichen Preis erbringt, ist daher nicht leicht. Natürlich spricht ein hoher Leistungsumfang für einen guten und umfangreichen Versicherungsschutz. Steigende Leistungen gehen jedoch in der Regel mit höheren Beiträgen einher. Deshalb sollten Sie vor dem Abschluss einer Rollerversicherung prüfen, ob die inkludierten Leistungen überhaupt sinnvoll sind.

Grundsätzlich können Sie beim Abschluss der Rollerversicherung zwischen den folgenden Vertragsbestandteilen wählen:

  • Haftpflichtversicherung
  • Teilkasko-Versicherung
  • Vollkasko-Versicherung

Um Ihnen die Wahl für den für Sie passenden Rollerversicherer zu erleichtern, haben wir verschiedene Anbieter getestet. In unserem Ratgeber gehen wir unter anderem auf Leistungen und Beiträge sowie auf die Verfahrensweise im Schadensfall und auf die Kündigung der Rollerversicherung ein.

Was ist eigentlich eine Rollerversicherung?

Damit Sie sich mit Ihrem Roller im Straßenverkehr bewegen dürfen, benötigen Sie ein sogenanntes Versicherungskennzeichen. Dieses signalisiert automatisch, dass Sie eine Haftpflichtversicherung für Ihren Roller besitzen.

Tipp:
Die Rollerversicherung gilt auch für Mopeds und Mofas.

Sie bezahlen demzufolge das Kennzeichen, welches für ein Jahr ausgestellt wird, sodass keine weitere Versicherungsprämie fällt wird. Im Gegensatz zum Anmelden und Versichern eines Autos bietet die Rollerversicherung jedoch den Vorteil, dass Sie für dieses Fortbewegungsmittel keine Steuer entrichten müssen und daher vergleichsweise günstig von A nach B gelangen. Eine Hauptuntersuchung (HU) ist für den Roller sowie für Mopeds und Mofas ebenfalls nicht vorgeschrieben.

Die Rollerversicherung ist wichtig, denn wenn Sie einen Unfall bauen und dabei andere Verkehrsteilnehmer oder Sachen beschädigen, sind Sie schadensersatzpflichtig gegenüber den Geschädigten. Da dies unter Umständen mit hohen Kosten einhergehen kann, sodass möglicherweise Ihre finanzielle Existenz gefährdet ist, kommt die Haftpflichtversicherung für die Höhe des Schadens sowie die damit verbundenen Folgekosten auf.

Wenn Sie den Vertrag durch eine Kaskoversicherung erweitern, profitieren Sie zudem von zusätzlichen Leistungen, die einen finanziellen Schaden abwenden sollen, wenn Ihr Roller durch einen Unfall oder durch Diebstahl oder Vandalismus einen Schaden nimmt. Bei der Haftpflichtversicherung hingegen ist Ihr eigenes Fahrzeug nicht versichert.

Benötige ich die Mopedversicherung überhaupt?

Ob Sie eine Roller- oder Mopedversicherung benötigen, hängt davon ab, mit welchem Kfz Sie unterwegs sind.

Wenn Sie eines der folgenden Fahrzeuge führen, müssen Sie eine Rollerversicherung abschließen:

  • Mofas, Mopeds und andere Kleinkrafträder
  • Roller, die eine Zulassung benötigen (mit einem solchen Modell müssen Sie regelmäßig zum TÜV und Sie müssen die Kfz-Steuer zahlen)
  • Fahrräder, die mit einem Hilfsmotor ausgestattet sind (beispielsweise E-Bikes), sofern diese zwischen 6 und 45 km/h fahren
  • Dreirädrige Kleinkrafträder, die maximal 45 km/h fahren
  • Krankenfahrstühle, die durch einen Motor angetrieben werden
  • Vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer maximalen Leermasse von 350 kg und einer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h
  • Quads, die maximal 45 km/h fahren und einen Hubraum von maximal 50 ccm haben (gilt auch für Segways)
  • Mofas und Mopeds, ,die in der ehemaligen DDR produziert und erstmals vor dem 1. März 1992 versichert waren, wenn sie eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 60 km/h erreichen

Welche Leistungen sollte die Rollerversicherung beinhalten?

Ziel einer Rollerversicherung ist es, den Versicherungsnehmer bestmöglich vor einem finanziellen Schaden zu schützen. Deshalb sollten Sie beim Vertragsabschluss darauf achten, dass die reine Haftpflichtversicherung die folgenden Leistungen beinhaltet:

  • Absicherung von Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  • Schadenssumme 100 Millionen Euro (pro Schadensfall)
  • Mindestens 10 Millionen Euro für Personenschäden
  • Geringe Selbstbeteiligung
  • Günstige Kaskoversicherung eingeschlossen

 

Check Grün

Tipp
Viele Versicherer bieten eine Kombi-Versicherung, die aus Kfz-Haftpflicht und Teilkaskoversicherung besteht. Sie profitieren hierbei von einem deutlich höheren Schutz. Wenn Sie eine Vollkaskoversicherung wünschen, müssen Sie bei den meisten Gesellschaften explizit danach fragen, da kaum ein Versicherer eine Vollkasko für Roller oder Motorräder vorsieht.

Welche weiteren Leistungen können vereinbart werden?

Um dies zu erörtern, müssen Sie zunächst die Unterschiede zwischen den Versicherungsarten kennen. Wir geben Ihnen nachfolgend einen Überblick über die Art der Versicherung sowie den enthaltenen Leistungsumfang.

Art der Kfz-Versicherung

Zweck

Enthaltene Leistungen

Kfz-Haftpflicht

Absicherung vor den Schadensersatzansprüchen eines Dritten, die durch einen von Ihnen verursachten Unfall entstehen können

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensschäden

Teilkasko

Absicherung von Schäden am eigenen Roller, die durch Fremdverschulden (beispielsweise Naturgewalt) verursacht werden

  • Diebstahl oder Raub
  • Unerlaubter Gebrauch durch fremde Personen
  • Brand
  • Zusammenstoß mit Tieren
  • Schäden durch Dachlawinen oder Schnee

Vollkasko

Leistet für Schäden am eigenen Roller, wenn Sie selbst den Unfall verursacht haben

  • Neuwertersatz bei Totalschaden

 

Ausrufezeichen Orange

Tipp
Die Vollkasko, die ohnehin selten angeboten wird, lohnt sich nur, wenn es sich um einen neuen Roller handelt, da die Versicherungsbeiträge in Relation betrachtet ansonsten deutlich zu hoch sind.

Kaskoversicherung: Die Vor- und Nachteile in der Übersicht

Vorteile

Nachteile

  • Zusätzlicher Schutz für das eigene Fahrzeug, beispielsweise bei Schäden, die durch Naturgewalten entstehen
  • Fahrzeug ist auch gegen Diebstahl versichert
  • Deutlich höhere Versicherungsbeiträge
  • Selbstbeteiligung von mindestens 150 Euro pro Schadensfall


Grundsätzlich sollten Sie abwägen, ob die möglichen Schadensfälle mit derart hohen Kosten für Sie verbunden sind, dass sich der Abschluss einer zusätzlichen Teilkaskoversicherung lohnt. Roller können recht kostengünstig – und teilweise sogar selbst – repariert werden, sodass sich die Zahlung höherer Beiträge einschließlich SB, die im Schadenfall möglicherweise verlangt wird, unter Umständen nicht lohnt.

Was ist die Selbstbeteiligung bei der Rollerversicherung und wann brauche ich diese?

Bei der Selbstbeteiligung handelt es sich um den Eigenanteil, den Sie bezahlen müssen, sollten Sie einen Versicherungsfall melden. Allerdings wird die Selbstbeteiligung in einem reinen Haftpflicht-Vertrag nicht zu finden sein, da es sich hierbei um einen Faktor handelt, der mit der Kaskoversicherung gekoppelt ist.

Wenn Sie demzufolge eine Teilkaskoversicherung beanspruchen, wird der Versicherer wahrscheinlich eine SB vorsehen. Diese liegt in der Regel bei ca. 150 Euro und kann bei Diebstahl sogar bis zu 300 Euro betragen.

Einige Gesellschaften bieten die Möglichkeit, die Selbstbeteiligung individuell zu vereinbaren oder aus dem Vertrag zu streichen. Hierbei sollten Sie jedoch bedenken: Je geringer die SB, desto höher der Versicherungsbeitrag.

Benötige ich den europaweiten Schutz?

Ob Sie den europaweiten Versicherungsschutz benötigen, hängt davon ab, ob Sie auch in anderen europäischen Ländern mit Ihrem Roller unterwegs sind. Wenn Sie dies ausschließen können, ist ein Zusatzschutz nicht notwendig.

Allerdings bieten viele Versicherer den EU-Schutz automatisch als Bestandteil der Kfz-Haftpflicht an, sodass Sie diesen selbstverständlich gern nutzen können.

Ehe Sie ins Ausland fahren, sollten Sie dennoch einen Blick in den Vertrag werfen oder sich beim Versicherer erkundigen, denn selbst bei einem Auslandsschutz werden eventuell einige Länder vom Vertrag ausgenommen.

Wie lange ist das Versicherungskennzeichen gültig?

Wie erwähnt, erhalten Sie mit dem Abschluss der Rollerversicherung automatisch das neue Kennzeichen ausgehändigt. Dieses hat eine Gültigkeit von einem Jahr.

Allerdings sollten Sie hier den Gültigkeitszeitraum beachten. Dieser beginnt jeweils zum 1. März und endet zum 28. Februar des darauffolgenden Jahres. Selbst, wenn Sie die Rollerversicherung erst im September abschließen, endet der Vertrag somit zum 28. Februar des Folgejahres. Man spricht hierbei übrigens vom sogenannten Verkehrsjahr.

Dies hat den folgenden Grund:

Die Versicherungskennzeichen erhalten in jedem Versicherungsjahr eine neue Farbe. Dies macht es den Ordnungshütern leichter, herauszufinden, ob ein Roller aktuell noch Versicherungsschutz hat oder nicht. Hätten wir in diesem Jahr beispielsweise die Farbe Grün und im nächsten Jahr bekämen wir Kennzeichen in der Farbe Blau, dürften Sie ab dem 1. März des nächsten Jahres nicht mehr mit den grünen Kennzeichen unterwegs sein.

Was muss ich beachten, wenn ich eine Rollerversicherung abschließen möchte?

Abgesehen von den Versicherungsleistungen, die Sie vor dem Abschluss eines Vertrages unbedingt überprüfen sollten, gibt es weitere wichtige Faktoren, die Sie kennen sollten.

Wo kann ich die Rollerversicherung abschließen?

Um ein Versicherungskennzeichen für den Roller, das Mofa oder den Motoroller zu erhalten, müssen Sie nicht wie beim Auto die Kfz-Zulassungsstelle aufsuchen. Vielmehr erhalten Sie die Rollerversicherung inklusive Kennzeichen unter anderem an den folgenden Stellen:

  • Bei Niederlassungen von Versicherungsgesellschaften
  • Bei diversen Sparkassen und Banken
  • Bei Automobilclubs

Welche Unterlagen benötige ich für die Anmeldung?

Um den Roller anmelden zu können, müssen Sie beim Versicherer einige Unterlagen vorlegen, damit dieser prüfen kann, welche Versicherung Sie benötigen. Nehmen Sie daher die folgenden Unterlagen mit, wenn Sie die Versicherungsgesellschaft aufsuchen:

  1. ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) des Fahrzeuges
  2. Bezeichnung des Herstellers
  3. Antriebsart
  4. Fahrgestellnummer
  5. Baujahr

Da ein Roller bereits im Alter von 16 Jahren gefahren werden kann, müssen bei Minderjährigen entweder die Eltern das Versicherungskennzeichen beantragen oder sie müssen dem Jugendlichen eine schriftliche Erlaubnis hierfür ausstellen.

Achten Sie auf die in der Rollerversicherung enthaltenen Leistungen

Letztendlich sind es die Leistungen, die im Ernstfall entscheiden. Deshalb sollten Sie bereits beim Abschluss der Police darauf achten, welche Leistungen enthalten sind.

Die Deckungssumme

Die Deckungssumme erweist sich als der wichtigste Faktor beim Abschluss einer Rollerversicherung.

Bei Vertragsabschluss wird die Deckungssumme pro Schadenfall angegeben. Wenn Sie also in diesem Jahr einen Unfall bauen, der einen Schaden von (unglaublichen) 100 Millionen Euro verursacht, erhalten Sie trotzdem wieder Versicherungsschutz, wenn Sie im kommenden Jahr erneut einen Unfall bauen.

Die angegebene Deckungssumme ist die Höchstsumme, die pro Schadensfall gezahlt wird.

Davon abweichend wir die Deckungssumme für Personenschäden angegeben, die in der Regel zwischen 10 bis 15 Millionen Euro pro geschädigter Person liegt. Im ersten Moment mag dies viel klingen. Bedenken Sie jedoch, dass eine Millionensumme schnell erreicht ist, wenn Sie eine Person derart schädigen, dass diese für den Rest ihres Lebens beispielsweise berufsunfähig ist oder gepflegt werden muss.

Sollte die vereinbarte Deckungssumme nicht ausreichen, müssen Sie die Differenz aus der eigenen Tasche bezahlen. Auch dies dürfte kein Kinderspiel werden und es verdeutlicht nochmals, wie wichtig die Beachtung einer ausreichend hohen Deckungssumme ist.

Die pauschale Deckungssumme sollte bei 100 Millionen Euro liegen. Hierbei handelt es sich um einen Standardbetrag, der inzwischen von den meisten Versicherern angeboten wird.

Die Vertragsart

Zu beachten ist ebenfalls, ob es sich um eine reine Haftpflichtversicherung oder um einen Kombi-Tarif mit inkludierter Teilkasko handelt.

Die Teilkasko sorgt für einen erhöhten Schutz, ist jedoch auch mit Zusatzbeiträgen verbunden. Wägen Sie daher genau ab, ob eine Teilkasko für Sie sinnvoll ist. Dies gilt erst Recht für die Vollkaskoversicherung, die nochmals höhere Beitragszahlungen nach sich zieht.

Die Höhe der Selbstbeteiligung

Wenn Sie sich für einen kombinierten Vertrag mit Teilkasko entscheiden, werden Sie auch eine Selbstbeteiligung in Kauf nehmen müssen. Bei den meisten Gesellschaften liegt diese bei 150 Euro. Dies bedeutet, dass Sie die SB bei einem Teilkasko-Schaden aus eigener Tasche bezahlen müssen. Für die restliche Schadenssumme kommt der Versicherer auf.

Beachten Sie, dass einige Versicherungen zwar eine SB von 150 Euro veranschlagen. Bei einem Diebstahl wird jedoch oft eine deutlich höhere Selbstbeteiligung (beispielsweise von 300 Euro) fällig.

Je höher Sie die Selbstbeteiligung wählen, desto geringer wird der Versicherungsbeitrag.

Die Kasko-Leistungen

Auch hierbei gibt es Unterschiede, sodass Sie die Angebote hinsichtlich der Teilkasko-Leistungen miteinander vergleichen sollten. Eine gute Teilkasko, die Sie rundum absichert, sollte die folgenden Bestandteile enthalten:

  • Entschädigung bei Diebstahl oder Totalschaden
  • Diebstahlschutz
  • Naturgewalten
  • Haftung bei grober Fahrlässigkeit (die meisten Verträge enthalten dies bereits in der Haftpflicht)
  • Zusammenstoß mit Tieren
  • Schäden durch Tierbisse
  • Freie Werkstattwahl

Was passiert, wenn ich meinen Roller fahre, ohne eine Versicherung abzuschließen?

Abgesehen davon, dass das strafbar ist, da Sie sich ohne eine gültige Haftpflichtversicherung im öffentlichen Verkehr bewegen, müssen Sie im Falle eines Schadens aus eigener Tasche dafür aufkommen.

Gerade, wenn Sie beispielsweise einen Verkehrsunfall verursachen, an dem Autos und Personen beteiligt sind, kann dies sehr teuer werden. Personen-, Sach- und Vermögensschäden in Millionenhöhe sind keine Seltenheit, denn oft werden die durch den Unfall verursachten Folgekosten nicht bedacht. Was aber, wenn eine Person, die durch Sie einen Schaden erlitten hat, dauerhaft berufsunfähig ist? Sie müssen dann streng genommen für den Lebensunterhalt dieser Person sorgen. Ohne eine ausreichend hohe Rollerversicherung dürfte dies kaum möglich sein, ohne den eigenen finanziellen Ruin in Kauf zu nehmen.

Was muss ich beachten, wenn das Mopedkennzeichen gestohlen wird?

Auch dies kommt durchaus vor, denn ein Kennzeichen ab- und an einen anderen Roller zu montieren, ist wahrlich kein Wunderwerk. Sollten Sie feststellen, dass Ihr Kennzeichen gestohlen wurde, müssen Sie dies der Polizei melden. Außerdem sollten Sie umgehend die Versicherungsgesellschaft davon in Kenntnis setzen, denn es kann sein, dass jemand Ihr Kennzeichen missbraucht, um kein eigenes erwerben zu müssen. Das ist natürlich illegal und gehört bestraft.

Der Versicherungsfall: Was ist zu beachten?

Wenn es zu einem Versicherungsfall kommt, weil Sie beispielsweise einen Unfall gebaut haben, müssen Sie selbstverständlich Ihrer Verpflichtung als Versicherungsnehmer nachkommen. Diese besagt, dass Sie innerhalb einer vom Versicherer im Vertrag genannten Frist den Schaden melden müssen, um die Bezahlung der Leistung nicht zu gefährden. Innerhalb welches Zeitraumes Sie sich melden müssen, das entnehmen Sie Ihrer Police.

Oft reicht es aus, den Schaden zunächst telefonisch zu melden oder dem Versicherer eine E-Mail zukommen zu lassen. Relativ schnell danach sollten Sie jedoch detaillierte Informationen zum Unfallhergang bereitstellen, damit sich die Gesellschaft um die Regulierung des Schadens bemühen kann.

Reichen Sie daher ein ausführliches, schriftliches Statement bei der Versicherung ein und geben Sie die folgenden Fakten an:

  • Unfallort
  • Tag und Uhrzeit
  • Beteiligte Personen
  • Beschädigte Sachen oder geschädigte Personen
  • Namen und Anschriften von Zeugen
  • Eventuell Unfallskizzen und Fotos
  • Unfallhergang der Polizei (falls vorhanden)

Rollerversicherung kündigen: Was muss ich beachten?

Selbstverständlich besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die Haftpflichtversicherungen oder Teilkaskos für den Roller zu kündigen. Diesbezüglich sollten Sie jedoch einiges beachten.

Welche Gründe rechtfertigen eine Kündigung der Rollerversicherung?

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen sich Versicherungsnehmer entscheiden, eine Rollerversicherung zu kündigen:

  • Sie haben einen günstigeren Anbieter gefunden
  • Der aktuelle Versicherer hat die Versicherungsprämie erhöht
  • Sie haben Ihren Roller verkauft oder stillgelegt

Wann kann ich den Vertrag kündigen?

Sie können die Rollerversicherung zwar kündigen, müssen sich diesbezüglich jedoch an einige Dinge halten.

Wenn Sie beispielsweise einen günstigeren Anbieter gefunden haben, zu dem Sie für das nächste Versicherungsjahr (März bis Februar) wechseln möchten, müssen Sie zunächst abwarten, bis das aktuelle Versicherungsjahr abläuft. Die Kündigung ist zudem an eine Kündigungsfrist gebunden, die in der Regel zwischen ein und drei Monaten zum Vertragsende liegen kann. Am besten informieren Sie sich in Ihrer Police, wie lange die Kündigungsfrist dauert.

Wenn der aktuelle Versicherer die Prämie erhöht, steht Ihnen im Rahmen des Sonderkündigungsrechts eine sogenannte außerordentliche Kündigung zu. Sie haben dann vier Wochen Zeit, der Prämienerhöhung zu widersprechen und sich nach einem neuen Anbieter umzuschauen. Wichtig: Sie müssen einen neuen Anbieter vorweisen, um dem aktuellen Versicherer kündigen zu können. Hierdurch sollen Zeiten, in denen Sie möglicherweise nicht versichert sind, vermieden werden.

Wenn Sie den Roller verkauft oder stillgelegt haben, gibt es keine Versicherungsgrundlage mehr, sodass Sie den Vertrag sofort kündigen können. Dafür suchen Sie den Versicherer auf, geben dort Ihr Kennzeichen ab und erhalten die Beiträge für die Monate, in denen Sie den Roller nicht nutzen, erstattet.

Was ist hinsichtlich der Kündigungsfrist zu beachten?

Wie erwähnt, müssen Sie sich bei einer ordentlichen Kündigung an die in der Police genannte Kündigungsfrist halten.

Wichtig ist, dass die schriftliche Kündigung spätestens am letzten Tag der Frist bei der Gesellschaft eingeht. Nur dann kann die Kündigung rechtswirksam werden. Trifft die Kündigung jedoch auch nur einen Tag zu spät ein, wird der Versicherer diese nicht akzeptieren, sodass sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr verlängert.

Für eine Kündigung per Post bedeutet dies, dass Sie auf keinen Fall bis zum letzten Tag der Kündigungsfrist warten sollten, um das Schreiben abzusenden. Doch auch die Kündigung per E-Mail oder Fax (sofern diese Formen vom Versicherer gestattet sind), sollten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht erst am letzten Tag einreichen.

Wie muss die Kündigung der Rollerversicherung erfolgen?

Die Kündigung der Rollerversicherung muss grundsätzlich in schriftlicher Form erfolgen. Sie können demzufolge nicht einfach bei der Gesellschaft anrufen und die Kündigung mündlich aussprechen.

Fertigen Sie ein entsprechendes Kündigungsschreiben an. Dieses sollte die folgenden Details beinhalten:

  • Ihren Namen und Ihre Anschrift
  • Die Versicherungsnummer, damit das Schreiben zugeordnet werden kann
  • Das Kündigungsdatum
  • Den eigentlichen Kündigungswunsch
  • Ihre Unterschrift

Unter Umständen können Sie die Rollerversicherung auch online kündigen. Dann geben Sie nur Ihre Daten ein und das jeweilige Portal führt die Kündigung für Sie aus.

Welche Kündigungsbelege sollten Sie aufbewahren?

Es kann durchaus zu Streitigkeiten über die Kündigung kommen, wenn der Versicherer diese nicht anerkannt. Deshalb empfehlen wir Ihnen, stets einen Nachweis über den Versand und (noch besser) über den Eingang der Kündigung beim Empfänger aufzubewahren.

Für die Kündigung per E-Mail können Sie eine Lesebestätigung anfordern. Wenn Sie per Fax kündigen, sollten Sie den Sendebericht ausdrucken und für die Kündigung per Post empfehlen wir das Einschreiben mit Rückschein. Der Empfänger muss den Rückschein ausfüllen und zurücksenden. Auf diese Weise halten Sie einen geeigneten Nachweis in den Händen.

Unser Fazit

Wenn Sie sich mit einem Roller im Straßenverkehr bewegen möchten, benötigen Sie eine entsprechende Rollerversicherung, die Sie beispielsweise bei Versicherungsgesellschaften, Banken und Automobilclubs erhalten. Sie bezahlen den Beitrag und erhalten das entsprechende Versicherungskennzeichen ausgehändigt, welches Sie dazu befugt, sich mit Ihrem Roller oder mit Ihrem Moped im Straßenverkehr zu bewegen.

Bauen Sie einen Unfall, so leistet die Versicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden in der vertraglich vereinbarten Höhe. Achten Sie auf einen Haftpflichtvertrag, der eine Deckungssumme von 100 Millionen Euro sowie eine Deckungssumme für Personenschäden von mindestens 10 Millionen Euro (besser noch 15 Millionen Euro) vorsieht.

Ob Sie eine zusätzliche Teilkaskoversicherung benötigen, hängt von Ihrem individuellen Bedarf ab. Gerade im Falle von Diebstahl oder Wildunfällen kann sich eine zusätzliche Teilkasko lohnen. Allerdings ist sie auch mit höheren Beiträgen sowie einer SB von mindestens 150 Euro verbunden.

Da die Angebote für die Rollerversicherungen sehr vielschichtig sind, sollten Sie zuvor einen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen, denn hier gibt es gravierende Unterschiede. Ehe Sie auf den Preis schauen, sollten Sie sich jedoch von den enthaltenen Leistungen überzeugen, denn diese sind im Ernstfall entscheidend. Durch den Versicherungsvergleich lässt sich zudem sehr viel Geld sparen.

(Stand Mai 2018)

Weiterführende Links und Quellen:

Huk24.de https://www.huk24.de/versicherungen/kfz-versicherung/mopedversicherung.jsp

Devk.de https://www.devk.de/produkte/kfz/moped/index.jsp

Kfzversicherung.net http://www.kfzversicherung.net/allgemein/kaskoschutz-ist-der-rollerversicherung-oft-berflssig.html

Vergleich.org https://www.vergleich.org/roller-versicherung/

Financescout24.de https://www.financescout24.de/motorradversicherung/roller

Autobild.de http://www.autobild.de/artikel/rollerversicherung-mopedversicherung-9451775.html

 
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