Ganzjahresreifen Test und Kaufberatung

Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen im Test – was Sie über Ganzjahresreifen wissen sollten

Sie denken daran, sich anstelle von Winterreifen oder Sommerreifen für die Allwetterreifen zu entscheiden oder brauchen einfach einen neuen Satz? In diesem Ganzjahresreifen-Test und -Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie für einen überlegten Kauf wissen sollten.

Gerade bei den Reifen sparen viele Auto- und Motorradhalter gerne und das auf Kosten ihrer Sicherheit. Muss es aber immer der teuerste Satz Reifen sein oder gibt es auch gute Modelle zu moderaten Preisen? Können Ganzjahresreifen die klassischen Sommer- und Winterreifen ersetzen? Auf diese und viele weitere Fragen gehen wir ein und geben Ihnen u. a. weitere Fakten über:

  • Geeignetes Terrain
  • Unterschiede zu Sommer- und Winterbereifung
  • Rollgeräusche und Reifenklasse
  • Kraftstoffeffizienz und Geschwindigkeitsindex
  • Preisklassen 

Mit den Informationen dieses Ganzjahresreifen-Ratgebers gewappnet, wird es Ihnen sicher leicht fallen, sich für die, für Sie idealen, Reifen zu entscheiden. Im Anschluss stellen wir Ihnen die Modelle vor, die bei uns als Ganzjahresreifen-Testsieger hervorgegangen sind. Vielleicht sind dort auch die für Sie besten Reifen dabei.

Zuletzt aktualisiert am: 26.11.2017 Zum ausführlichen Ratgeber

Unsere Sieger unter allen getesteten Ganzjahresreifen auf einen Blick

Produktbild
Testsieger
Preis-Leistungs-Sieger
Kundensieger
Verkaufssieger
Unser Geheimtipp
Modell Goodyear Vector 4Seasons Ganzjahresreifen NEXEN N’PRIZ 4S Ganzjahresreifen MICHELIN CROSSCLIMATE XL Ganzjahresreifen VREDESTEIN - QUATRAC 3 Ganzjahresreifen PIRELLI - SCORPION VERDE Ganzjahresreifen
Verarbeitung
Reifenbreite 195 mm 185 mm 205 mm 205 mm 235 mm
Reifenquerschnitt 65 % 60 % 55 % 60 % 65 %
Felgendurchmesser 15 Zoll 14 Zoll 16 Zoll 15 Zoll 17 Zoll
Tragfähigkeitsindex 91 (bis 615 kg) 82 (bis 475 kg) 94 (bis 670 kg) 91 (bis 615 kg) 108 (bis 1000 kg)
Geschwindigkeitsindex H (bis 210 km/h) T (bis 190 km/h) V (bis 240 km/h) H (bis 210 km/h) V (bis 240 km/h)
Kraftstoffeffizienz E C C E C
Nasshaftung E E A C C
externes Rollgeräusch 69 dB 73 dB 68 dB 68 dB 71 dB
Rollgeräuschklasse 2 3 2 1 2
Profileinschnitt laufrichtungsgebundenes Reifenprofil symmetrisches Reifenprofil V-Profil, symmetrisches Reifenprofil, laufrichtungsgebundenes Reifenprofil asymmetrisches Reifenprofil asymmetrisches Reifenprofil
Reifenfunktion stabile Seitenführung hohe Wasserverdrängung hohe Traktion stabile Seitenführung geringe Abrollgeräusche
Gewicht 8 kg 7 kg 9 kg 8 kg 15 kg
Felgenschutz
Rundumbereifung
Nasshaftung
Besonderheit Gutes Profil, gute Haftung, Reifen "kleben" förmlich an der Fahrbahn Preise gelten für Reifen ohne Felgen. Je nach Reifendimension kann das Profilbild abweichen. Der Michelin Crossclimate XL rollt äußerst leise ab, bietet darüber hinaus insgesamt wirklich gute Fahreigenschaften ausgezeichnetes Fahrverhalten bei Nässe und Fahrverhalten bei Schnee Für Fahrer konzipiert, die eine höhere Fahrleistung und leichte Offroad-Leistungen anstreben
Vorteile und Nachteile
  • gute Ergebnisse sowohl im Winter als auch im Sommer
  • sehr gutes Abrollgeräusch
  • auf trockener Fahrbahn ein sehr gutes Verhalten im Grenzbereich
  • Reifen läuft bei Regen und auf Trockener Fahrbahn sehr ruhig
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältniss
  • Lebensdauer lässt etwas zu wünschen übrig
  • im Vergleich zu anderen Allwetterreifen um einiges leiser
  • laufruhiger und spurstabiler Reifen
  • gute Nasslaufeigenschaften
  • etwas teuer
  • sehr gutes Fahrverhalten auf schneebedeckter Straße
  • sehr gutes Fahrverhalten auf nasser Straße
  • etwas lautes Abrollgeräusch
  • geringe Abrollgeräusche
  • sehr gutes Fahrverhalten bei Nässe
  • sehr gutes Fahrverhalten bei Schnee
  • hoher Preis
Beliebtestes Angebot
Günstigstes Angebot
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Ganzjahresreifen Kaufberatung

Fünf wichtige Fakten über Ganzjahresreifen

Bei Regen, leichtem Schnee und auf trockenem Asphalt sind Ganzjahresreifen echte Allround-Talente

Bei Wenigfahrern können Ganzjahresreifen, abhängig vom Einsatzort, mehrere Jahre im Einsatz bleiben, ohne gewechselt zu werden. Auch Vielfahrer brauchen zumindest nicht mehr zweimal jährlich einen Reifenwechsel durchführen lassen

Selbst Leasing- und Mietwagenanbieter haben die Talente der schwarzen (fast) Alleskönner für Ihre Fahrzeuge erkannt

Die Bremswege sind, auf trockenen Fahrbahnen, länger als bei Sommerreifen

Ganzjahresreifen haben Probleme mit dickem Schnee und bei vereisten Straßen

Reifen für fast jedes Wetter – die Ganzjahresreifen

Natürlich sind Motor, Bremsanlage und Airbags wichtige Komponenten, die immer perfekt gewartet sein sollten, aber vergessen Sie dabei nicht die direkte Verbindung zwischen Ihrem Auto oder Motorrad und der Straße – die Reifen. Es gibt Winterreifen, Sommerreifen und Ganzjahresreifen, die auch Allwetterreifen genannt werden. 

Die Ganzjahresreifen laufen in unseren Breitengraden, in denen es zwar viel regnet, aber selten wirklich heißer Sommer oder klirrend kalter Winter vorkommen, den anderen Reifenarten den Rang ab. Sie haben eben das ganze Jahr über Saison und stellen die – standortabhängig – beste Alternative zu der saisonalen Winter- bzw. Sommerbereifung dar. Ganz ersetzen können Sie besonders bei Glatteis die Winterreifen aber nicht. Auch bei sehr trockenen Fahrbahnen ist der Bremsweg länger als bei Sommerreifen – kalkulieren Sie dies bei Ihrem Fahrverhalten mit ein. 

Die Ganzjahresreifen bestehen aus Ruß, Kautschuk und Silikat. Diese besondere Gummimischung, gepaart mit einem Profil, das eine Mischung aus dem groben Winterreifenprofil und dem der Sommerreifen ist, sorgt dafür, dass auf trockenen, nassen und schneebedeckten Straßen ausreichend Grip besteht. Das Profil kombiniert die Rillen-Anordnungen der Sommer- und Winterreifen:

  • Längsrillen für höhere Temperaturen und bei Nässe
  • Profilblock-Verzahnungen für Schnee und Eis 

Die Reifen selbst sind zwar nicht billiger oder teurer als die reine Wintervariante, müssen aber auch nicht zweimal im Jahr (Oktober und Ostern) ausgetauscht werden, wodurch einige Werkstattkosten für Aufziehen und Ausbuchten entfallen und was schnell eine Ersparnis von 400 Euro oder mehr zur Folge hat. 

Reifenarten im Vergleich

Die Reifenindustrie hält viele verschiedene Produkte für ebenso viele Ansprüche bereit. Neben Bereifung, die für ganz spezielle Situationen und Fahrzeuge geeignet ist, können Sie in der warmen Jahreszeit auf Sommerreifen zurückgreifen und diese in der kalten Jahreszeit durch Winterreifen ersetzen. Wodurch unterscheiden sich die beiden Varianten und worin liegt der Unterschied zum Ganzjahresreifen? Und was ist genau mit einem M+S-Reifen gemeint?

Winterreifen

Die Empfehlung, Winterreifen aufzuziehen, wenn die Temperaturen unter die 7-Grad-Marke sinken und wenn davon ausgegangen werden kann, dass sie sich in diesem Bereich und darunter einpegeln, entspricht nicht mehr ganz dem neusten Stand der Erkenntnisse. Sind die Straßen trocken, liegt ein Sommerreifen laut Reifentest mit einem kürzeren Bremsweg immer noch vorn.

Erst, wenn sich Schnee auf dem Asphalt breit macht, bringen Winterreifen ein deutlich besseres Ergebnis als ihre sommerlichen Artgenossen. Dann ist es Zeit für eine andere Profil-Form und eine Gummimischung, die den kälteren Bedingungen durch eine höhere Elastizität besser trotzen kann. Den schlechteren Witterungsbedingungen wie Schnee, Eis und Glätte, begegnen die Hersteller mit Winterreifen, deren Profil aus Stollen und weit auseinanderliegenden Lamellen besteht. 

Durch die elastischen Stollen kann sich in den Rillen kaum Schnee sammeln bzw. fällt dieser während der Fahrt wieder aus den Zwischenräumen, womit mehr Grip – also eine bessere Bodenhaftung – erzielt wird. 

M+S-Reifen

Für Sie als Motorrad- oder Autofahrer sind Winterreifen im Allgemeinen an dem „M+S“-Symbol zu erkennen. Auf Matsch und Schnee sind Sie mit diesen Reifen sicherer unterwegs. Mit einer solchen Markierung könnten allerdings auch nicht wintertaugliche Pneus versehen sein. Die Vorgaben bezüglich dieser Symbolik sind nicht ganz eindeutig. 

Ausrufezeichen Orange

Tipp: Achten Sie darauf, dass der Reifen tatsächlich „Wintereigenschaften“ besitzt, und ziehen im Zweifelsfall lieber einen Fachmann zurate.

Sommerreifen

Den im Sommer vorherrschenden Witterungsverhältnissen entsprechend sind diese Reifen für Wärme ausgelegt. Da im Sommer höchstens noch Nässe eine Rolle spielt, wird auch dieser Aspekt bei den Pneus für die warme Jahreszeit berücksichtigt. In der Praxis bedeutet das, das Profil der Reifen besteht aus Längsrillen. Diese Profil-Form stellt die bestmögliche Variante dar, mit der die Hersteller den Anforderungen dieser Jahreszeit gerecht werden können.

Die Gummimischung, die für diese Reifenart verwendet wird, ist härter und wird bei großer Hitze nicht zu weich. Damit ist eine bestmögliche Bodenhaftung gegeben. Bei freien Straßenverhältnissen werden höhere Geschwindigkeiten gefahren. Mit der Gummimischung, die selbst dann keine große Abnutzung aufweist, kann diese Situation besser beherrscht werden. Die Reifen haben einen geringeren Rollwiderstand.

Ganzjahresreifen

Ein Mittelmaß aus den beiden oben genannten Reifensorten stellt der Allwetter- oder Ganzjahresreifen dar. Allerdings sollte klar sein, dass ein solcher Reifen unter extremen Sommer- oder ebensolchen Winterbedingungen nicht die gleiche Wirkung haben kann, wie ein speziell für die jeweilige Situation und extreme Witterungsbedingungen konzipierter Reifen. Aus diesem Grund geht die Nutzungsempfehlung für die Reifen dahin, diese in Regionen mit nicht allzu starken Witterungsschwankungen zu wählen. Ihr Material ist nicht so fest und starr, wie das der Sommerreifen, um auch im Winter Grip zu bieten. Dadurch verlängert sich der Bremsweg auf trockenen und nassen Strecken um ein paar Meter. 

Für deutsche Verhältnisse sollte das nicht unbedingt die Alpenregion sein. In Großstädten, wenn keine Touren außerhalb des Stadtgebiets in bergige Gebiete unternommen werden, leisten die Allwetterreifen fast an jedem Kalendertag gute Dienste. Dicker Schnee und Eis kommen dort eher selten vor und mit Matsch kommen Ganzjahresreifen in der Regel bestens klar. Sollten die Temperaturen doch Eis und Schnee bewirken, sollten Sie jedoch auf jeden Fall einen Satz Winterreifen in der Garage haben.

Nur die Sommerreifen können problemlos durch die Ganzjahresmodelle ersetzt werden, wie der ADAC immer wieder in zahlreichen Tests unter Beweis stellte. Die Reifen sind in ihrer Beschaffenheit ein Mix aus Winter- und Sommerbereifung und somit für fast jedes Wetter mit Ausnahme von Eis und dickem Schnee geeignet. Wer diese Reifen aufgezogen hat, sollte jedoch auch auf einen höheren Sicherheitsabstand achten, da der Bremsweg länger als bei den saisonalen Reifen ist.

Ersatzreifen

Diese Art Reifen ist eigentlich kein eigener Reifentyp, sollte aber nicht unberücksichtigt bleiben, da er im Notfall die Rettung sein kann. Ein Reserverad ist ein Rad, das den am Auto montierten Rädern gleicht und mit dem Reifenwechsel – falls Sie keine Allwetterreifen haben – berücksichtigt werden müssen.

Es gibt volldimensionierte, passende Reservereifen und nicht passende. Nicht Passende können anders aussehen als Ihre montierten Reifen und sind in vielen Ländern nicht zulässig. Daher sollte Ihr Reserverad zum Set passen.

Ausrufezeichen Orange

Tipp: Da sich die Profiltiefe bei Ersatzreifen in der Regel kaum bemerkbar macht, sollten Sie das Kaufdatum im Blick behalten. Nach acht Jahren muss er ersetzt werden – auch, wenn Sie ihn nie benutzt haben. 

Runderneuert oder neu?

Die gute Nachricht zuerst: Auch runderneuerte und somit wesentlich günstigere Reifen müssen den international gültigen Mindeststandard erfüllen. Nun die nicht so Gute: Das Verhalten in Kurven, Brems- und Anfahrleistung sowie Aquaplaning können nicht mit neuen Reifen mithalten. Die Runderneuerten sind somit eher etwas für städtische Wenignutzung. Aber wenn Sie zu dieser Zielgruppe gehören, sollten Sie alleine aus Umweltschutzgesichtspunkten zu den Runderneuerten greifen, denn im Vergleich zur Neureifenherstellung wird nur 30 Prozent der sonst nötigen 30 l Erdöl verbraucht. Runderneuerte Reifen erkennen Sie an der ECE-Nummer 108 bei Autoreifen und 109 bei Lkw-Reifen.

Wann müssen Ganzjahresreifen gewechselt werden?

In vielen Bereichen macht der Gesetzgeber Vorschriften, die einzuhalten sind. Test-Institutionen können zumeist Empfehlungen abgeben. Die Vorgaben des Gesetzgebers sind jedoch verbindlich und müssen eingehalten werden. Auf die Bereifung an Ihrem Fahrzeug bezogen heißt das, diese müssen im Allgemeinen noch eine Profiltiefe von 1,6 mm vorweisen, damit Ihr Auto noch ein Minimum an Fahrsicherheit bietet. Dieses Maß ist allerdings die absolute Untergrenze. Auch nach acht Jahren Lebensdauer (genutzt oder ungenutzt) müssen Reifen ersetzt werden. Die Abnutzung entspricht denen von Sommer- und Winterreifen und macht sich daher in Bezug auf die Haltbarkeit bis zur maximalen Reifenabnutzung nicht bemerkbar.

Bewegen Sie Ihr Auto mit einer geringeren Profiltiefe, geht das nicht nur auf Kosten der Sicherheit, sondern zieht auch rechtliche Konsequenzen nach sich, wenn Sie bei einer Kontrolle ertappt werden. Die allgemeinen Empfehlungen weichen etwas von den gesetzlichen ab. Mit einer Profiltiefe von 4 mm bei Winterbereifung und 3 mm für den Sommereinsatz haben Ihre Reifen demnach den Punkt erreicht, an dem sie gegen einen neuen Reifensatz ausgetauscht werden sollten. Bewegen Sie sich mit den Reifen Ihres Kfz irgendwo in diesem Rahmen, ist der Sicherheit zumindest diesbezüglich genüge getan. 

Check Grün

Tipp: Lassen Sie Ihr KFZ bei Glatteis und dickem Schnee stehen und nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel – so sparen Sie den Reifenwechsel, bis zu dem Tag, an dem das Profil 4 mm abgenutzt ist. 

Welche Reifengröße ist die Richtige?

Eine Reifenbreite von 255 passt nicht auf jede Felge und kann nicht für jedes Fahrzeug verwendet werden. Kleintransporter und Motorräder haben selbstverständlich andere Reifenanforderungen als ein Kleinwagen.

Um die richtige Größe für Ihr Kfz zu finden, sollten Sie einmal in Ihren Fahrzeugschein sehen. Die Angaben dort sind recht leicht zu entschlüsseln. Bei der ersten Zahl der Datenangaben handelt es sich um die Reifenbreite. Das kann beispielsweise 255 sein. Der zweite Wert bezieht sich auf das Profil und mit R15 werden Radialreifen mit einem inneren Durchmesser von 15 Zoll kenntlich gemacht. Die letzten beiden Daten geben die Last- bzw. den Geschwindigkeitsindex an.

Es werden allerdings nicht von allen Herstellern passende Allwetterreifen für alle Größen hergestellt. Daher sollten Sie, bevor Sie mit einem Modell liebäugeln, zunächst nachsehen, ob es auch die richtige Größe für Ihr Fahrzeug gibt.

Ergänzt werden diese Werte, die Sie auf den Reifen finden, durch Symbole wie die Schneeflocke oder das „M&S“-Zeichen. 

Glühbirne

Tipp: Nicht alle Hersteller stellen alle Größen her. Bevor Sie mit einem Modell liebäugeln, sollten Sie nachsehen, ob es auch die richtige Größe für Ihr Fahrzeug gibt. 

Aufbewahrung und Pflege

Wenn Ihre Ganzjahresreifen nicht ständig am Fahrzeug oder in Form des Ersatzreifens im Kofferraum sind, weil Sie zwischendurch doch mal die Winterreifen brauchen, sollten Sie einige Punkte berücksichtigen, damit die Reifen möglichst lange halten:

  • Keine direkte Sonneneinstrahlung
  • Kein längeres Aussetzen von Wärme
  • Schützen Sie vor Feuchtigkeit
  • Überprüfen Sie regelmäßig den Luftdruck

Ideal ist eine Garage oder ein Keller, der trocken, kühl und dunkel ist.

Wichtige Spezifikationen der Allwetterreifen

Beim Reifenkauf werden, neben dem Felgendurchmesser und der Marke, auch immer wieder Begriffe auftauchen, bei denen man, wenn man sich nicht wirklich mit Pneus, wie Reifen auch genannt werden, auskennt, zunächst verwirrt ist. Wir erklären Ihnen kurz, was sich hinter den wichtigsten Bezeichnungen verbirgt und warum die Angaben relevant sind. So stehen bei Anbietern hinter dem Markennamen häufig unübersichtliche Buchstaben-Zahlen-Kolonnen. 

Ein Beispiel anhand eines Michelin Ganzjahresreifen: Michelin CrossClimate – 205/55/R16 94V – C/A/68

Bezeichnung

Bedeutung

Michelin

Hersteller

CrossClimate

Name des Reifens

205

Reifenbreite in Millimetern

55

Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite in Prozent (je niedriger desto breiter)

R

Radialbauweise (neue stabilere Bauweise, die heute Standard ist)

16

Felgendurchmesser in Zoll (1 Zoll ergibt 2,54 Zentimeter)

94

Tragfähigkeitsindex (maximales Gewicht mit dem ein Reifen belastet werden kann – in diesem Fall 670 kg)

V

Geschwindigkeitsindex (Höchstgeschwindigkeit des Reifens – in diesem Fall bis 240 km/h)

C

Kraftstoffeffizienzklasse

A

Nasshaftungsklasse

68

Die Dezibelzahl des Rollgeräuschs (entspricht Klasse 1)

 

Rollwiderstand, Nasshaftung und Rollgeräusch

Mit Rollwiderstand ist der Kraftstoffverbrauch gemeint und in einer Skala von A bis G nach EU-Norm angegebenen. „A“ ist der geringste und somit beste Wert und „G“ der, mit dem höchsten Widerstand. Der Buchstabe „D“ ist kurioser Weise nicht belegt. Je weniger Rollwiderstand ein Kfz hat, desto weniger CO2 wird ausgestoßen und Sprit verbraucht. Schon ein Unterschied von beispielsweise „C“ auf „B“ bedeutet pro 100 km eine Einsparung von etwa 0,13 Litern Benzin. 

Ausrufezeichen Orange

Tipp: Der Kraftstoffverbrauch steigt auch bei zu geringem Reifendruck (schon 0,2 bar bedeuten 1 % mehr Verbrauch) – daher gilt: Bei jedem Öl-Check auch den Luftdruck der Reifen ausgleichen.

Nasshaftung ist ein recht selbsterklärender Begriff, der das Fahrverhalten und somit die Sicherheit auf nassen Straßen meint. Auch dieser Wert wird nach EU-Regularien im EU-Reifenlabel in Klassen von „A“ bis „G“ unterteilt, wobei „D“ und „G“ nicht belegt sind. Auch hier steht „A“ für die beste Klasse.  Die Bremswegdifferenz zwischen zwei Klassen kann bei nasser Fahrbahn und einer Geschwindigkeit von 80 km/h bis zu 6 Meter betragen. Zwischen der besten Klasse (A) und der schlechtesten „F“ sind es sogar mehr als 18 Meter Unterschied. 

Glühbirne

Tipp: Achten Sie für Ihre Sicherheit darauf, dass Ihr neuer Reifen mindestens Klasse B bei der Nasshaftung aufweisen kann!

Rollgeräusche sind die Geräusche, die die Räder beim Abrollen auf der Straße verursachen. Die Messgröße ist in Dezibel gemessen. Je lauter ein Reifen ist, desto belastender ist der Lärm für Fahrer und Umwelt. Der Dezibelwert ist auf einem Label der Reifen vermerkt und liegt bei PKW zwischen 67 und 76 dB. Unterteilt wird das Rollgeräusch in der stilisierten Darstellung von Schallwellen: Eine für die leisesten Reifen, die sich bei 67 bis 68 dB bewegen, zwei bis 71 dB und ab 72 dB sind es drei Schallwellen für die lautesten Reifen.

Zum Verständnis ist hier eine Auflistung von Dezibelwerten und den Geräuschen denen sie entsprechen:

Dezibelwert

Entsprechendes Geräusch

65 bis 69

Normales Gespräch, Nähmaschine, TV bei Zimmerlautstärke

70 bis 74

Staubsauger, Wasserkocher, laufender Wasserhahn

ab 75

Waschmaschine beim Schleudergang, Kantinen- oder Großraumbürolärm

  

Kraftstoffeffizienz, Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex

Die Kraftstoffeffizienzklasse sagt etwas über die Reibung der Reifen auf der Fahrbahn und den dadurch hervorgerufenen Kraftaufwand, der Kraftstoff kostet. Je höher die Reibung ist, desto mehr Kraftstoff wird verbraucht. Bei Ganzjahresreifen liegt dieser Verbrauch laut ADAC-Tests etwa zwei Liter höher als bei Sommerreifen und etwas unter den Winterreifen – ein Mittelweg auch in dieser Hinsicht. Der Kraftstoffeffizienzindex reicht von „G“ (geringste Effizienz bei höchstem Verbrauch) bis zu „A“ (größte Effizienz bei niedrigstem Verbrauch). Die Unterschiede zwischen den einzelnen Klassen machen auf 100 km etwa 0,15 Liter aus. 

Der Geschwindigkeitsindex – auch Speedindex genannt – nennt die Höchstgeschwindigkeit eines Reifens in Abhängigkeit zur Tragfähigkeit. In der nachfolgenden Tabelle können Sie nachsehen, wie viel „Speed“ Ihr Reifen verträgt:

Klasse

Geschwindigkeit

Q

160 km/h

R

170 km/h

S

180 km/h

T

190 km/h

U

200 km/h

H

210 km/h

V

240 km/h

ZR

244 km/h (ab 240 bis 270 km/h wird pro 10 km/h eine Reduzierung der Tragfähigkeit um 5 % vorgenommen)

W

270 km/h

Y

300 km/h

Der Tragfähigkeitsindex, der auch Load- oder Lastindex genannt wird, bezeichnet die maximale Tragkraft, die ein einzelner Reifen in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit aushält. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die gängigsten Leistungen:

Tragfähigkeitsklasse

Tragkraft

80

450 kg

81

462 kg

82

475 kg

83

487 kg

84

500 kg

85

515 kg

86

530 kg

87

545 kg

88

560 kg

89

580 kg

90

600 kg

91

615 kg

92

630 kg

93

650 kg

94

670 kg

95

690 kg

96

710 kg

97

730 kg

98

750 kg

99

775 kg

100

800 kg

Preise und bekannte Hersteller

An Größe und Qualität unseres Beispiels angelehnt, kosten solche Ganzjahresreifen zwischen 60 und 85 Euro. Je nach Größe und Qualitätsanspruch können Sie aber auch schon Reifen für Pkw ab 35 Euro erhalten – diese sind dann runderneuert.

Bekannte Hersteller sind beispielsweise: Goodyear, Vredestein, Pirelli und Bridgestone. 

Darauf sollten Sie beim Kauf besonders achten

  • Maximale Sicherheit zu jeder Jahreszeit bieten weiterhin nur die saisonalen Reifen, die zweimal jährlich gewechselt werden müssen. Wer mit einem durchaus guten Kompromiss leben kann, kann mit Ganzjahresreifen viel Zeit und Geld sparen, da der alljährliche Reifenwechsel entfällt
  • Ob die Allwetterreifen eher für den Sommer oder Winter geeignet sind, hängt vom Hersteller ab. Achten Sie darauf, dass die gesetzliche Wintersicherheit mit „M+S“ bescheinigt ist
  • Für Sportwagen und Fahrer von Kraftfahrzeugen in Regionen, in denen ein harter Winter Usus ist, sind Ganzjahresreifen eher ungeeignet
  • Wer viel fährt und Schnäppchen machen möchte, sollte nach Restbeständen aus dem Vorjahr oder dem Jahr davor Ausschau halten. Dort gibt es wegen der eingeschränkten Haltbarkeit Rabatte
  • Achten Sie darauf, dass die Klassen bei Tragfähigkeit, Geschwindigkeit, Rollgeräusch, Energieeffizienz und Nasshaftung zu den besten gehören. Das spart Geld und Nerven und gibt Sicherheit

Ganzjahresreifen-Test – So küren wir den Ganzjahresreifen-Testsieger

Um den besten Satz Ganzjahresreifen zu benennen, testen wie alle Modelle, die uns vorliegen ganz genau. Wir berücksichtigen alle Details, die auch dem Endverbraucher nach dem Kauf auffallen würden – lediglich ohne Labor, wie bei Stiftung Warentest, ADAC oder Öko-Test. Dabei werden die meisten unserer Tests mit Fotos dokumentiert, der Test zudem auf Video aufgezeichnet und Ihnen auf unserem Youtube-Kanal „experten-beraten“ vorgestellt. Der Ganzjahresreifen-Test an sich läuft so ab: 

  • Wir begutachten den Kundenservice des Herstellers und benennen die Zeit, die es dauert, bis der Satz Ganzjahresreifen über den Postweg zum Test bei uns eingeht. Dabei werden auch Preis und Garantieleistung des Herstellers berücksichtigt
  • Der Reifen wird ausgepackt und wir betrachten alles, was zum Lieferumfang gehört
  • Wir prüfen alles auf eventuelle Verarbeitungsmängel, das Profil und dessen Tiefe, messen es aus und benennen auch die Dinge, die vielleicht nicht dabei sind und extra hinzugekauft werden müssten
  • Es folgt die fachmännische Montage am PKW, wobei wir auch die Verarbeitung und die Schwierigkeiten, die sich ggf. bei der Montage ergaben, herausstellen
  • Nun erfolgt der Fahrtest auf trockener und nasser Fahrbahn
  • Nun stellen wir Ihnen unser Fazit zum getesteten Allwetterreifen vor. Diesen Test führen wir mit allen vorliegenden Reifen durch

Unsere Ganzjahresreifen-Test- und -Vergleichssieger

Dadurch, dass wir mehrere Allwetterreifen testen, bekommen Sie einen hervorragenden Überblick. Wir küren die Ganzjahresreifen-Testsieger in den Bereichen:

  • Ganzjahresreifen-Vergleichssieger
  • Ganzjahresreifen-Testsieger
  • Ganzjahresreifen-Preis-Leistungs-Sieger
  • Ganzjahresreifen-Kundensieger
  • Ganzjahresreifen-Geheimtipp der Redaktion

Gewappnet mit all diesen Informationen über die Stärken und Schwächen aller getesteten Modelle aus den Ganzjahresreifen-Tests und den Ratschlägen aus diesem Ratgeber, wird Ihnen die Entscheidung für den für Sie und Ihr Kfz passenden Reifensatz sicher leicht fallen. Unser Preisvergleich sucht Ihnen gleich den günstigsten Shop heraus, in dem Sie das Modell, für das Sie sich entschieden haben, direkt online kaufen können. Dafür vergleicht unsere Software die Preise auf mehr als 500 Portalen, darunter auch Amazon, Ebay oder Otto.de. Wir verlinken die Anbieter durch einen Affiliate-Link – wenn Sie nun diesem Link folgen und einen der von uns empfohlenen Ganzjahresreifen kaufen, erhalten wir eine Provision. Der Kaufpreis wird dadurch nicht beeinflusst. 

Zusammengefasst

Wenn Sie mit einer Sicherheitsleistung von etwa 80 Prozent gegenüber den speziellen Sommer- und Winterreifen leben können, sind Ganzjahresreifen eine gute Alternative. Besonders für Wenigfahrer, die innerhalb einer Großstadt leben, sind sie empfehlenswert, da der zweijährliche Reifenwechsel und die Einlagerung der Wechselreifen entfällt und so viel Geld und Zeit gespart werden.

Um Ihnen die Entscheidung für gute und passende Ganzjahresreifen noch weiter zu erleichtern, haben wir neben den Informationen in diesem Ratgeber, auch einen Ganzjahresreifen-Test durchgeführt und die Besten gekürt. Sehen Sie sich die Vor- und Nachteile unserer Ganzjahresreifen-Testsieger 2017 in den einzelnen, umfassenden Testberichten an, die wir für die besten Modelle erstellt haben, und suchen Sie sich die für Sie besten Ganzjahresreifen aus. 

Quellen:
ADAC.de (https://www.adac.de/infotestrat/tests/reifen/winterreifen/2016_ganzjahresreifen_205_55_r16.aspx),
Test.de (https://www.test.de/Winterreifen-und-Ganzjahresreifen-Die-besten-fuer-Schnee-und-Eis-5086902-0/),
Auto-Motor-Sport.de (http://www.auto-motor-und-sport.de/news/wann-ein-neuer-reifen-her-muss-minimale-profiltiefe-und-maximales-alter-7722058.html),
Reifen.com (http://www.reifen.com/shop/ganzjahresreifentest.do),
reifendiscount.de (http://www.reifendiscount.de/de/reifenlexikon/reifen-wissen.html),
handelsblatt.com (http://www.handelsblatt.com/auto/ratgeber-service/wissenswertes-zu-ganzjahresreifen-mehr-abstand-halten/11469428.html)
sowie hoerex.de (https://www.hoerex.de/service/presseservice/trends-fakten/wie-laut-ist-das-denn.html)

 
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