Vogelkäfig Test und Kaufberatung

Vogelkäfig

Vogelkäfig Ratgeber: das eigene Zuhause für Ihre Piepmätze

Die Vogelhaltung ist ein tolles Hobby, dem Millionen von Menschen nachgehen. Schon in der Antike wurden Vögel aus ganz unterschiedlichen Gründen gehalten. Damals war es allerdings nicht ganz so wichtig, dass es den Tieren dabei auch gut geht, denn sie sollen vor allem unterhalten oder ernähren.

Heute sieht das glücklicherweise ein bisschen anders aus und die artgerechte Haltung rückt immer mehr in den Vordergrund. Auch in unserem Kollegium gibt es Vogelhalter. Da schon oft einige neugierige Fragen gestellt bekommen haben und diverse unrichtige Vorstellungen ausmerzen mussten, haben wir uns für diesen Vogelkäfig-Ratgeber entschieden.

Wir haben für Sie gründlich recherchiert, um Ihnen wertvolle Tipps an die Hand zu geben, mit denen Sie zu einem artgerechten Vogelbauer finden können. Selbstverständlich finden Sie parallel dazu auch wieder unsere Testberichte, in denen wir verschiedene Vogelkäfige unter die Lupe genommen haben.

Erfahren Sie hier, worauf Sie beim Kauf achten sollten, welche absoluten No-Gos es gibt und warum ein ausreichend großer Käfig so wichtig ist.

Zum ausführlichen Ratgeber

Unsere Sieger unter allen getesteten Vogelkäfigen auf einen Blick

DAS TESTERGEBNIS

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Vogelkäfig Kaufberatung

Vogelkäfig-Facts: kurz und knapp

Die meisten handelsüblichen Käfige sind zu klein

Beachten Sie bitte unbedingt die Empfehlungen für die Mindestgröße

Vogelkäfige sollten lieber breiter als höher sein

Kaufen Sie keine weißen Käfige oder runden Käfige

Verzichten Sie auf Lackierungen

 

Weshalb Sie einen artgerechten Vogelkäfig kaufen sollten

Sicher wissen Sie, dass Vögel in der freien Natur weite Strecken fliegen. Bis zu drei Stunden und rund 100 km fliegen alleine schon Wellensittiche, wenn sie können. Das ist in Gefangenschaft nicht möglich – und noch weniger in einem Käfig, welcher nicht einmal eine ausreichende Tiefe bietet, um die Flügel auszubreiten.

Viele Jahrzehnte wusste man es nicht besser. Jetzt, wo die meisten Menschen einen Internetzugang auf dem Handy haben und Informationen so leicht zu bekommen sind, wendet sich das Blatt langsam aber sicher. Selbst der Zoohandel hat schon begriffen, dass sich einem großen Wellensittichkäfig mehr Geld machen lässt, als mit einem kleinen. Doch im Zweifel, bevor der Kunde gar nichts kauft (oder traurigerweise aufgrund fehlender Kenntnisse), wird ihm ein Vogelkäfig in der Größe eines Schuhkartons aufgeschwatzt. Es liegt also an Ihnen, sich zu informieren. Dabei möchten wir Ihnen helfen.

Vögel können uns leider nicht mit deutlichen Worten sagen, dass ihnen ihr Käfig zu klein ist. Aufgrund dessen, dass sie das einfach ertragen müssen, reagieren sie unter anderem mit psychischen Störungen. So schreit sich der eine die Seele aus dem Leib, der andere beginnt, sich die Federn auszureißen und wieder ein anderes Tier wird regelrecht depressiv und sitzt einfach nur noch auf der Stange und wartet, bis er stirbt.

In einem zu kleinen Vogelheim verkümmern die Muskeln. Wenn dazu noch die falsche Einrichtung wie beispielsweise gedrechselte Sitzstangen kommen, sind gesundheitliche Schäden nahezu unausweichlich.

Hier finden Sie übrigens einen kleinen Test, der Ihnen zeigt, ob Sie schon ausreichend über die Vogelhaltung informiert sind. Zwar geht er auf Wellensittiche ein, doch die meisten Fragen können auch auf alle anderen Arten übertragen werden. Viel Spaß!

Empfohlene Mindestkäfiggrößen

Sie haben Kanarienvögel, Wellensittiche oder Nymphensittiche und wissen nicht so recht, wir groß der Käfig sein sollte? Diese Tabelle soll Ihnen dabei helfen, wie die Maße mindestens ausfallen sollten. Grundsätzlich muss aber immer Freiflug geboten werden, denn ohne ihn reichen diese Größen auf gar keinen Fall aus.

Der maximale Gitterabstand gibt Aufschluss darüber, wie weit die einzelnen Stäbe voneinander entfernt sein sollten. Damit verhindern Sie, dass Ihre Piepmätze einen Ausbruchsversuch starten, stecken bleiben und sich verletzen oder gar töten.

Für einen ersten Eindruck haben wir Ihnen auch ein passendes Volierenmodell herausgesucht. Die Preise sind jeweils vom Stand Januar 2017.

Vogelrasse

Maße (BxTxH ca.)

Maximaler Gitterabstand

Volierenbeispiele

Kanarienvogel-Paar

80 cm x 80 cm x  60 cm

13 mm

Ferplast Piano 6 (89,95 €)

Wellensittich-Paar

100 cm x 50 cm x 80 cm

12 mm

Skyline Vogelkäfig Diana (ca. 139 €)

Nymphensittich-Paar

120 cm x 60 cm x 80 cm

15 mm - 20 mm

Montana Cages „VILLA CASA 120“ (ca. 299 €)

Agaporniden-Paar

100 cm x 50 cm x 80 cm

16 mm

Montana Madeira II (ca. 239 €)

Bedenken Sie auch den Fall, dass Sie vielleicht einmal über einen längeren Zeitraum weg sind. Dann gilt noch stärker: Umso größer das Vogelheim am Ende ausfällt, desto besser ist es.

„Oh, der Käfig ist ja hübsch!“: ein Wort zu „No-Go-Käfigen“

Der Zoohandel hat sich einiges überlegt, um Halter glücklich zu machen. Ja, wir sprechen in diesem Fall über das Gefühl von Vogelhaltern, denn bestimmte Käfige scheinen einzig und allein für ihr Empfinden designt worden zu sein.

Runde Käfige

Zu erst möchten wir runde Vogelkäfige ansprechen. Sie sehen zugegebenermaßen wirklich schön aus und haben einen romantischen Touch. Leider zählen sie zum tierschutzwidrigen Zubehör. Sie sind zwar nicht verboten, aber kaufen sollten Sie so ein Modell trotzdem nicht.

Die Vögel können sich in diesen Käfigen nicht orientieren und haben keine Ecken, in die sie sich zurückziehen können. Zudem sind sie meistens mit vertikalen Streben ausgestattet, mit denen nicht jeder Vogel zurechtkommt.

Schmuck-Käfige

Ein anderes „No Go“ sind Schmuck-Käfige. Damit sind solche gemeint, die wie kleine Schlösser oder so ähnlich aussehen. Sie bieten keine vernünftigen Bewegungsmöglichkeiten, sind aus schlechten Materialien und einfach absolut ungeeignet, um darin ein Vogelpärchen zu halten. Nicht einmal als Krankenkäfig taugen sie.

Weiße (helle) Käfige

Von weißen oder hellen Gitterstäben und Kotschalen sollten Sie Abstand nehmen. Wellensittiche und Co. haben ziemlich empfindliche Augen. Das Licht reflektiert bei diesen Farben besonders stark und blendet die Tiere – wenn die Sonne darauf scheint, ist es unerträglich für die kleinen Äuglein.

Sie glauben das nicht? Testen Sie den Effekt einmal mit einem weißen und einem schwarzen Fliegengitter. Durch welches können Sie besser gucken?

Denken Sie an das Gittermaterial

Das Thema „Gittermaterial“ ist immer noch sehr unterschätzt. Man geht einfach davon aus, dass die Käfige, die man so kaufen kann, alle unbedenklich sind. Diesen Fehler haben auch unsere Kollegen gemacht – einer hat es bitter bezahlen müssen, als er sein Tier in die Vogelklinik brachte, weil er plötzlich erbrach und apathisch wirkte. In der Tierklinik stellte man dann eine Bleivergiftung fest, die dadurch entstand, weil an den Gitterstäben geknabbert wurde.

Auch sind Allergien und andere Vergiftungen möglich, wenn die Schwermetallpartikel durch den Schnabel aufgenommen werden. Bei Zink, welches ein lebensnotwendiges Spurenelement ist, ist die Aufnahme nicht ganz so dramatisch, ab einer bestimmten Dosis kann es aber auch zu chronischen Krankheiten führen oder tödlich wirken.

Ideal sind Hammerschlag- oder Pulverbeschichtungen, wie sie die allermeisten Volieren mitbringen, bei Käfigen sind sie noch nicht so häufig zu finden. Selbstverständlich sollten Sie auch hierbei hinterfragen, aus was sie bestehen. Verzichten Sie in jedem Fall auf diverse Lackierungen, denn diese blättern ab oder werden abgeknabbert.

Den idealen Standort auswählen

Wissen Sie schon, wo Sie den Käfig aufstellen? Wollen wir mal sehen, ob der von Ihnen gewählte Standort auch tatsächlich ideal ist.

Der Vogelkäfig (auch Vogelkaefig) sollte möglichst dort stehen, wo Sie sich am meisten aufhalten. Vögel sind soziale Tiere und lieben bzw. brauchen die Gemeinschaft mit Ihnen, auch wenn Sie niemals einen gefiederten Partner ersetzen können. Achten Sie aber dennoch darauf, dass der Hauptmittelpunkt Ihres Lebens nicht ein Ort ist, an dem extremer Lärm herrscht oder es sehr kalt ist. Wen Sie beispielsweise die meiste Zeit in Ihrer Garage verbringen, sollten Sie sich für den Käfig trotzdem einen anderen Standort überlegen.

Auch hat ein Vogelkäfig nichts in der Küche zu suchen. Zum einen wegen der Kochdünste und den Ausdünstungen von beispielsweise Teflonbeschichtungen, die tödliche Folgen haben können. Außerdem ist das nicht sonderlich hygienisch, da Federn, Häufchen und Sand immer mal ihren Weg aus dem Käfig finden.

Flure sind deswegen nicht so schön, weil es eben ein Durchgangsraum ist, es oft kalt ist und sich hektisch bewegt wird.

Grundsätzlich sollte der Käfig auf Augenhöhe oder höher stehen, niemals auf dem Boden.

Am besten ist meistens ein Fensterplatz, sofern die Sonne nicht direkt auf den Käfig trifft. Ob der Platz gut ist oder er lieber an einer anderen hellen Ecke stehen sollte, müssen Sie von Ihrem Tier abhängig machen. Manche sind sehr empfindlich und reagieren auf Wildvögel und piepen ohrenbetäubend mit ihnen um die Wette.

Welche Käfigausstattung Sie brauchen

  • Ausreichend Sitzgelegenheiten aus echten Zweigen und Ästen in unterschiedlichen Dicken (z. B. Birke, Weide, Holunder, Ahorn, Obstbäume – bitte beachten Sie die jeweiligen Empfehlungen für Ihre Vogelart)
  • Grit oder zerstoßene Muschelschalen für die Verdauung (z. B. im Sand oder in einem gesonderten Vogelnapf)
  • Kalkstein/Sepiaschale zum Abwetzen des Schnabels und zur Versorgung mit Mineralien
  • Futter- und Wassernäpfe (am besten aus Edelstahl)
  • Badeschale
  • Frisches Obst und Gemüse
  • Holzspielzeug ohne Lackierungen

Was nichts im Vogelheim zu suchen hat:

  • Sitzstangen aus gedrechseltem Holz oder Plastik oder Sandpapierhüllen (schädigen die Füße)
  • Sandpapier für den Boden (durch das Beknabbern kann Kleber geschluckt werden)
  • Spielzeug mit losen Fasern (Strangulierungsgefahr)
  • Spiegel (wird als Partnerersatz gesehen und gefüttert, kann z. B. zu einer Kropfentzündung führen)
  • Plastikvögel (werden beknabbert, können zu Aggressionen führen)
  • Unserer Meinung nach: ein Nistkasten

Unsere Kauftipps: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Bevor Sie sich nun auf den Weg machen und einen Käfig kaufen, sollten Sie die folgenden Kriterien checken, wenn Sie ein Modell im Auge haben.

Einfache Reinigung

Für eine besonders einfache Reinigung sollte der Käfig eine herausziehbare Kotschublade besitzen. Dies ist bei nahezu allen der Fall. Ein Kotgitter, sofern es dabei ist, sollten Sie nicht nutzen, denn Vögel mögen es gerne, im Sand zu picken.

Form

Sie sollten stets nur einen eckigen Vogelkäfig kaufen und keinen, der rund ist oder über viele kleinere Nischen verfügt.

Große Türen

Große Einflugtüren sind praktisch, damit die Piepmätze direkt wissen, wo es rein und raus geht.

Gitterabstand

Wählen Sie keinen zu großen Gitterabstand – das hat schon so mancher Vogelhalter bitter bereut.

Material

Ideal ist ein Käfig auf Edelstahl, doch das ist bei den handelsüblichen Käfigen eher selten der Fall . Achten Sie dennoch auf Materialien ohne Zink und Blei.

Verarbeitung

Achten Sie darauf, dass das Modell Ihrer Wahl keine spitzen Ecken und Kanten hat. Sollten Sie im Internet bestellen, können Sie den Käfig innerhalb der ersten 14 Tage nach dem Kauf wieder zurückschicken. 

Für eine artgerechte Haltung

Das richtige Vogelheim zu finden, ist gar nicht so einfach. Gerade im Bereich der Vogelkäfige gibt es viele Modelle, die ungeeignet sind. Wir raten Ihnen daher immer dazu, die Maße und Materialien genau in Erfahrung zu bringen – oder direkt zu einer Voliere zu greifen.

Schauen Sie sich auf jeden Fall auch unseren Vogelkäfig-Test an, damit Sie Ihren Vögeln schon bald ein ganz tolles zu Hause bieten können.

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