Schinken selbst räuchern

Schinken selber räuchern
 

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schinken selber räuchern

Schinken gehört zu den Lebensmitteln, die gern verzehrt werden. Er ist schmackhaft und hat – der ursprünglichen Rezeptur nach – wenig Fett. Die Methode der Herstellung garantiert zudem ein haltbares Produkt, das noch mehrere Tage nach dem Einkauf „frisch“ ist wie am ersten Tag. Die besten Voraussetzungen also, um öfter auf dem Speiseplan der Deutschen zu stehen. Doch immer mehr Personen entdecken Do-it-yourself für sich und beziehen das auch auf die Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln. Im Räucherofen gelingt Schinken nicht nur dem Metzger des Vertrauens. Auch der passionierte Hausmann – denn zumeist sind es die Herren der Schöpfung, die dieser Berufung nachgehen – stellt sich dieser Herausforderung und macht seinen Schinken selbst. Diese Art der Veredlung von saftigem Fleisch ist kaum zu toppen. 

Das Geheimnis liegt in der Ruhe

Sollten Sie annehmen, ein guter Schinken ist in kurzer Zeit fertig, unterliegen Sie einem Irrtum, denn bei der Schinkenräucherei gilt: Gut Ding will Weile haben. Es braucht einige Tage (und ein wenig Routine), um ein perfektes Resultat zu erzielen. Da Sie sich für verschiedene Möglichkeiten des Räucherns entscheiden können, hängt die Dauer der Prozedur nicht zuletzt auch von dieser Wahl ab. 

Kalträuchern ist empfehlenswert, dauert jedoch länger

Mit geringen Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius ist das Kalträuchern eine „fleischschonende“ Räuchermethode. Das Fleisch bleibt weitestgehend roh, bekommt durch den Rauch aber das typische Räucheraroma. Mit höheren Temperaturen erfolgen das Warm- bzw. das Heißräuchern. Hierbei erhält der Schinken eine dunkle Farbe und ein intensives Räucheraroma. Beide Methoden kommen in der Schinkenräucherei eher selten zum Einsatz. 

Durch Probieren werden Sie IHRE Methode für sich entdecken und in Zukunft nach dieser verfahren.

Das Holz macht das Aroma

Das Ergebnis hängt nicht nur von der Güte des Ausgangsproduktes und der Räuchermethode ab. Auch das im Räucherofen verbrennende Holz hat einen entscheidenden Anteil am Endresultat. Für die Schinkenräucherei empfiehlt sich 

  • Buchenholz (beliebtestes Holz für die Zubereitung von Schinken)
  • Fichten- oder Tannenholz (wird für typischen Schwarzwaldschinken verwendet)
  • Erlenholz (für den Tiroler Schinken)
  • Fruchtgehölze (verleiht dem Schinken eine fruchtige Note) 

Nicht ohne Grund steht Buchenholz an erster Stelle. Es ist die preisgünstigste (und beliebteste) Variante. Unabhängig von der Holzart sollte das Räucherholz unbehandelt und frei von Schadstoffen sein. 

Drei Schritte bis zum leckeren Schinken

Ein guter Schinken braucht eine ebensolche Vorbereitung und eine ausgedehnte Ruhephase im Anschluss. Durchlaufen Sie bei der Zubereitung am besten folgende Schritte: 

  • Bereiten Sie das Fleisch durch Pökeln auf das Räuchern vor
  • Räuchern Sie das Fleischstück nach der für das Kalträuchern empfohlenen Vorgehensweise
  • Lassen Sie den fertigen Schinken ruhen 

Mit dem Pökeln bereiten Sie das Fleisch auf die kommende Prozedur vor. Durch das Einreiben des Fleisches mit einer Mischung aus Pökelsalz, Pfeffer, Zucker, Thymian wird Wasser entzogen und die Gefahr von Bakterien minimiert. Gut verpackt in einer Frischhaltetüte sollte das Fleisch mehrere Tage im Kühlschrank verweilen, um die Aromen besser aufnehmen zu können. 

Nach der Kühlung wird das Fleisch in immer wieder frischem Wasser intensiv gewässert und die überschüssige Salz-Mischung gründlich abgewaschen. Um das Fleisch von der Kälte zu „entwöhnen“ sollte es für zwei Tage an einem warmen und trockenen Ort lagern. 

Anschließend kommt das (trockene!) Fleisch für insgesamt 36 Stunden bei den oben genannten Temperaturen in den Räucherofen. Nach jeweils sechs Stunden sollte der noch nicht fertige Schinken für rund vier Stunden an der frischen Luft lagern, bevor er im Räucherofen weiter aromatisiert wird. 

Da das Aroma eines frisch aus dem Rauch kommenden Schinkens sehr intensiv ist, sollten Sie Geduld haben und das Stück für mehrere Tage ruhen lassen. Erst dann heißt es: Guten Appetit.

Quelle:

http://www.raeucherofen-tipps.de/schinken-raeuchern-in-3-einfachen-schritten/ 

 
 
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