Testbericht: 3 Zahlungsdienstleister im Vergleich

Testbericht Zahlungsdienstleister
 

Vergleich Zahlungsdienstleister

Der Onlinehandel boomt und damit auch das Geschäft der Online-Zahlungsdienstleister. Schnell, einfach und sicher: Das sind die Versprechen der Unternehmen. Neben dem alteingesessenen PayPal finden sich auch andere Zahlungsdienste auf dem Markt, die einen näheren Blick wert sind:

Trustly

Mit Trustly erobert langsam, aber sicher ein schwedisches Unternehmen den deutschen Payment-Markt. Im Jahr 2008 gegründet, ist Trustly mittlerweile weltweit aktiv. Ein Vorteil dieser Zahlungsmethode ist, dass kein weiteres Konto angelegt werden muss, um sie zu benutzen. Es genügt bei Bestellungen im letzten Schritt Trustly als Zahlungsmittel auszuwählen und anschließend Name sowie die Bankverbindung anzugeben. Das Unternehmen garantiert die sichere Weitergabe der Daten. Was den Datenschutz betrifft, ist Trustly vom TÜV Saarland geprüft und verifiziert. Darüber hinaus werden während der Zahlung keine Daten gespeichert oder an Dritte weitergegeben. Trustly erhebt die Kosten für den Zahlungstransfer direkt beim Händler und ist somit für die Nutzer kostenlos, solange sich die betroffene Bank im europäischen Zahlungsraum befindet. Allerdings ist zu beachten, dass der Zahlungsdienst nur in Verbindung mit einer kooperierenden Bank verwendet werden kann. Während sich Trustly in den skandinavischen Ländern Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen bereits fest etabliert hat, gibt es in Deutschland nur wenige Online-Händler, die den Dienst anbieten.

Skrill

Skrill ist ein Prepaid-System, das durch Aufladen funktioniert und Händlern zusätzliche Sicherheit bietet. Daher sind Skrill-Zahlungen immer gedeckt. Beispielsweise möchten Online-Unternehmen in der Spiele-Branche sicherstellen, dass Kunden, die echtes Geld ins Spiel bringen, auch echtes Geld für Spiele wie Blackjack und Co zurückerhalten. Jeder Kunde hat sein eigenes Konto und füllt sein Kundenkonto per Überweisung oder Kreditkarte auf. Mit der App kann das Geld dann ganz einfach an andere Skrill-Mitglieder oder Bankkonten sowie mobile Wallets verschickt werden. Das Guthaben kann so auch von unterwegs überprüft und bei Bedarf wieder aufgefüllt werden. In der Regel ist das Empfangen von Geld sofort und gebührenfrei möglich. Allerdings kann es vorkommen, dass bestimmte Händler Gebühren verlangen und/oder der Verarbeitungsprozess durch diese verzögert wird.

Im Unterschied zu reinen Online-Zahlungsdiensten bietet Skrill auch die Möglichkeit, eine Prepaid-Karte zu beziehen, mit der ganz normal im Laden bezahlt werden kann und das sogar weltweit. Darüber hinaus ermöglicht es die sogenannte „Wallet“ Funktion mit Kryptowährungen zu handeln, eine Option, die sich bei anderen Zahlungsdiensten nicht finden lässt. Grundsätzlich ist das Angebot von Skrill auf die mobile Nutzung ausgelegt und kann überall und jederzeit für das Überweisen sowie Erhalten von Geld genutzt werden.

Es ist für die Nutzer beruhigend zu wissen, dass Skrill hohe Ansprüche an die Sicherheit der Daten stellt. Da das Unternehmen der britischen Finanzaufsicht untersteht, muss es sich an einen der weltweit strengsten Regulierungskataloge halten.

3 Zahlungsdienstleister im Vergleich

PayPal

Von allen hier vorgestellten Online-Zahlungsdienstleistern ist PayPal der mit Abstand älteste. Bereits 1998 in den USA gegründet, nutzen mittlerweile 305 Millionen Menschen den Zahlungsdienst und machen PayPal damit zum Marktführer im Bereich des E-Payments. Aufgrund der langjährigen Erfahrung, die das Unternehmen vorzuweisen hat, ist das Prinzip, nach welchem PayPal funktioniert, sehr ausgereift und einfach zu verwenden. Sowohl Anmeldung als auch die Nutzung sind kostenlos, allerdings muss zuerst ein Account bei PayPal erstellt werden. Hier werden Bankkonto- und Kreditkartendaten hinterlegt, die für den Erwerb von Waren genutzt werden. Wird PayPal als Zahlungsoption ausgewählt, so erfolgt umgehend eine Gutschrift des Rechnungsbetrages auf dem PayPal-Konto des Händlers. Das hat den Vorteil, dass der Händler in die Lage versetzt wird, die bestellte Ware zeitnah zu verschicken. Bei dem Zahlungsvorgang bekommt der Händler lediglich die E-Mail-Adresse des Käufers übermittelt. Alle anderen sensiblen Daten bleiben beim Zahlungsdienstleister. Eine weitere Sicherheit gewährt der Betrugsschutz von PayPal. Sollte ein Betrug vorliegen, zahlt das Unternehmen den Rechnungsbetrag ohne Gebühren zurück. Allerdings gestaltet sich die Rückforderung des Rechnungsbetrages nur dann einfach, solange die Ware noch nicht beim Empfänger angekommen ist oder erheblich von der Beschreibung abweicht. Ist dies nicht der Fall, entscheidet PayPal individuell.

Einen Minuspunkt erhält PayPal jedoch, da es Art und Umfang der getätigten Bestellungen speichert und so Benutzerprofile erstellen kann, die abbilden, wo und wie eingekauft wird. Auch kommt es immer wieder vor, dass Konten ohne einen für den Nutzer ersichtlichen Grund eingefroren werden. Die hohe Anzahl an Nutzern lockt auch Betrüger an, die mit gefälschten E-Mails Daten abgreifen wollen.

Die Blockchain Technologie

In einem Blockchain-Netzwerk können nahezu alle Aspekte mit einem geschäftlichen Nutzen überwacht und gehandelt werden. Allgemein gesprochen erleichtert es außerdem den Prozess der Transaktionsaufzeichnung und der Assetverfolgung. Der Vorteil einer Blockchain ist, dass sich ein digitales Register aufbauen lässt, welches dezentral auf allen Rechnern, die an einer registrierten Transaktion beteiligt sind, abgespeichert wird. Dies ermöglicht, dass Transaktionen ohne eine Zwischeninstanz, wie zum Beispiel einer Bank oder einem Zahlungsabwickler durchgeführt werden. Von der Finanzbranche wird die Blockchain zum einen als Bedrohung wahrgenommen, da sie die klassischen Funktionen eines Finanzintermediärs überflüssig macht. Zum anderen wird die Technologie aufgrund von ihrer Effizienz aber auch als Chance begriffen. 

 
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