Hängematte Test und Kaufberatung

Hängematte

Hängematten im Test –  was Sie über eine Hängematte wissen sollten

Eine Hängematte ist Lifestyle und Entspannung pur, wenn Sie das richtige Modell haben. Schnell ist mit schlechter Verarbeitung, unzureichender Tragelast, zu kurzer oder zu schmaler Größe oder umständlicher Installation die Freude getrübt. In diesem Hängemattenratgeber erfahren Sie alles, worauf es beim Kauf ankommt, damit Sie bereits vorher wissen, ob das eine oder andere Modell das Richtige für Sie sein kann.  Dabei gehen wir auch auf die möglichen Hängemattenarten ein. Es wird zwischen den folgenden Modellen unterschieden:

  • Netzhängematte
  • Tuchhängematte
  • Reisehängematte
  • Portable Hängematte mit Gestell
  • Hängesessel
  • Hängezelte

Des Weiteren klären wir u. A., wie viel man mindestens investieren sollte, damit man eine qualitativ hochwertige, langlebige und bequeme Hängematte bekommt. Wir erläutern Ihnen, wie belastbar die einzelnen Materialien sind und gehen auf die jeweilige Liegefläche sowie Verarbeitungsdetails ein. Diese und viele weitere Informationen dieses Ratgebers werden Ihnen die Entscheidung für das eine oder andere Hängemattenmodell stark vereinfachen. Im anschließenden Hängematten-Test haben wir verschiedene Modelle getestet und stellen Ihnen die besten Hängematten mit all ihren Stärken und Schwächen vor.

Zum ausführlichen Ratgeber

Unsere Sieger unter allen getesteten Hängematten auf einen Blick

DAS TESTERGEBNIS

Verarbeitung
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Komfort
Optik

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Hängematte Kaufberatung

Fünf wichtige Fakten über Hängematten

Es gibt Hängematten mit unterschiedlichen Längen und Breiten für eine oder mehrere Personen

Hängeseile, Karabiner und das Material sollten eine Mindestbelastung von 100 kg bei Ein-Personen- und 200 kg bei Zweipersonen-Modellen tragen können

Hängematten mit einem Gestell verhindern ein Herausfallen und sind auch ohne Befestigungsmöglichkeit nutzbar

Klassische Hängematten benötigen zwei Befestigungsmöglichkeiten, wie Bäume oder Pfeiler

Wenn mehrere Stoffbahnen verwendet wurden, sollten die Nähte verstärkt und mit einer dreifachen Naht versehen sein

Was ist eine Hängematte?

Bei einer Hängematte handelt es sich um eine Liege- und Schlafgelegenheit, die aus einem Netz oder verschiedenen Tuchen besteht und traditionell zwischen zwei Bäumen, Pfählen oder Ähnlichem aufgehängt wird. Die Hängematte stammt aus Mittelamerika, wo Sie von den Mayas erfunden und als platzsparendes Reisebett genutzt wurde. Inzwischen wird Sie nicht nur zum Ruhen auf der heimischen Terrasse verwendet, sondern vielmals auch beim Camping. Es gibt die Hängematten als Einpersonen- und Mehrpersonenvariante. Bei der Mehrpersonenhängematte sind Breite und Tragkraft entscheidende Faktoren. Es gibt Hängematten in Naturtönen, genauso wie in knalligen Farben und Streifen. Erlaubt ist, was Ihnen dabei gefällt.

Welche Materialien sind die Besten?

Die Materialien für den Stoff bzw. das Netz der Hängematte reichen von Baumwolle über Baumwollnetz, Fallschirmseide und Segeltuch, bis hin zu synthetischen Stoffen wie ELLtex (Extra Long Lasting Textil) oder Nylon. Wenn Sie es luftig mögen, ist engmaschiges Baumwollnetz ideal. Für ein schönes Hautgefühl empfehlen wir Biobaumwolle und wer es wetterfest mag, sollte zu ELLTex greifen. Am leichtesten fürs Reisegepäck ist Fallschirmseide. Es gibt bei den Qualitäten große Unterschiede: Die Webqualität sollte hoch sein, damit der Stoff strapazierfähig ist. Besteht die Hängematte aus mehreren Stoffbahnen, ist zudem die Vernähung von großer Wichtigkeit. Am besten sind dreifache Nähte, die fest und sauber verarbeitet sind. Sehr günstige Hängematten sind zudem meistens nicht korrekt eingefärbt und verblassen bei jeder Wäsche etwas mehr. Ein weiteres Kriterium ist die Anzahl der Aufhängeschnüre.

Tipp: Je mehr Schnüre, desto haltbarer ist die Hängematte in der Regel.

Die Seile sollten aus strapazierfähigem Material sein. Wenn dort die Bruchlast, also die Kilozahl angegeben ist, bei der das Seil reißen würde, müssen Sie mehr einrechnen als Ihr Körpergewicht, da beim Daraufsetzen und bei Bewegungen noch mehr Last hinzukommt, als wenn Sie still liegen würden. Die Seile bestehen aus verschiedenen Materialien. Es gibt Funktionsseile aus synthetischen Stoffen wie dem Paracord, geflochtenem Polypropylen, aus Polyamid oder beispielsweise Nylon. Natürliche Seile aus Kokosfaser, Hanf oder Sisal finden heutzutage eher selten Gebrauch, sind aber ebenso stark und haltbar.

Bei dem Gestell für Ihre Hängematte, falls Sie nicht die Möglichkeit haben diese aufzuhängen, gibt es grundsätzlich drei Materialien: Stahl, Edelstahl und Holz. Um zu wissen, welches Material am besten geeignet ist, sollten Sie davon ausgehen, dass einfacher Stahl eher nachgibt, im Freien rosten kann und sich verbiegt. Gerade, wenn Sie kein Leichtgewicht sind, oder die Hängematte zu zweit nutzen möchten, sollten Sie daher von den Modellen aus einfachem Metall Abstand nehmen. Edelstahl ist ein sehr stabiles Material, das sich in entsprechender Dicke nicht verbiegt und auch nicht nachgibt. Rostfrei ist es zudem. Holz ist optisch das schönste Material, aber auch sehr schwer und muss gepflegt werden, damit es der Witterung trotzen kann.

Die verschiedenen Arten der Hängematten

Im Laufe der Jahre haben sich mehrere Arten der Hängematten entwickelt, die wir Ihnen im Detail vorstellen möchten:

  1. Netzhängematte

Diese einfache Hängemattenvariante ist quasi die Mutter aller Hängematten und prangt auf vielen Südseereiseplakaten. Sie ist luftig und sehr einfach in ihrer Verarbeitung und kommt ohne Gestänge aus.  Nachteilig sind bei Netzhängematten, die aus dickeren geknoteten Kordeln bestehen, die Abdrücke auf der Haut und oftmals das unbequeme Drücken. Das Netz moderner und sehr bequemer Netzhängematten besteht daher hauptsächlich aus einem feinmaschigen Baumwollgewebe. Durch die vielen Baumwollfäden und die engen Maschen sind sie belastbarer als Hängematten aus Stoff und recht wetterfest, sollten aber bei längeren Schlechtwetterperioden und während des Winters nicht draußen gelassen werden. Die Netzhängematte ist mit oder ohne Spreizstab erhältlich.

  1. Tuchhängematte

Dieses Modell besteht klassisch aus äußerst belastbarer Baumwolle. Sie kommt ohne Gestänge und Verstärkungen aus und wird mit Seilen, oftmals in Verbindung mit Karabinern, zwischen zwei Befestigungspunkten, wie z. B. Bäumen oder Pfählen, aufgespannt. Baumwolle ist ein sehr bequemes Material, sollte allerdings nicht über längeren Zeitraum Wind und Wetter ausgesetzt werden, weswegen es dieses Modell heutzutage auch aus wetterfesten Kunstfasern gibt. Hierfür wird meistens Fallschirmseide oder Nylon verwendet. Diese Modelle sind im Vergleich zu den Netzhängematten nicht so belastbar. Es gibt sie, wie die Netzhängematte, mit oder ohne Spreizstab. 

  1. Reisehängematte

Hierbei handelt es sich eigentlich um keine eigene Art, sondern um eine spreizstablose Variante der Tuch- oder Netzhängematte. Die Reisehängematte besteht allerdings meistens aus leichter Fallschirmseide oder einem ähnlich strapazierfähigem, synthetischen Material und wird mittels Seilen und Karabinern zwischen zwei Bäumen oder Ähnlichem aufgehängt. Oftmals ist der Transportbeutel an die Reisehängematte genäht, damit dieser nicht verloren gehen kann. Mit ihrer geringen Größe und ihrem geringen Gewicht ist sie ein idealer Camping- und Reisebegleiter. Achten Sie bei dieser Art der Hängematte besonders darauf, dass die Liegefläche für Sie groß genug ist. 

  1. Hängesessel

Der Hängesessel ist eine Sonderform der Hängematte und hat mit ihr nur gemein, dass er über dem Boden hängt. Es handelt sich dabei um einen großen Sessel, der mit einem Seil an einem Punkt aufgehängt wird. Meistens handelt es sich um einen dicken Ast oder einen in der Decke der Terrasse verankerten Haken. Es gibt auch Modelle, die ein Gestänge mitbringen, an dem der Hängesessel baumelt. Das Material ist in den meisten Fällen bei Hängesesseln mit Outdooreignung natürlicher oder synthetischer Rattankorb. Es gibt aber auch Modelle aus Holz. Hängesessel für den Innenbereich sind entweder wie Tuchhängematten mit Spreizstab aufgebaut, allerdings nur mit einem Stab oder als Korbsessel. Bei der Stabvariante, die die kostengünstigere ist, sind am Spreizstab viele Stricke befestigt, an denen das Tuch, in den meisten Fällen aus Baumwolle oder einem Baumwollmischstoff, vernäht wurde. 

  1. Hängezelt

Das Hängezelt ähnelt dem Hängesessel in Form, Funktion und Aufhängung. Sie sind allerdings wesentlich größer und bieten Platz zum ausgestreckten Schlafen. Die Mischung aus Hängematte und Zelt sieht ein wenig aus, wie die Nester einiger Vogelarten. Es wird mithilfe eines Stricks oder Seils, wie der Hängesessel, an einem Punkt aufgehängt. Der Vorteil gegenüber einem regulären Zelt liegt darin, dass die Bodenbeschaffenheit keine Rolle spielt, der Aufbau leicht ist und keine Kriechtiere ins Zelt gelangen können. Die Materialien bestehen meistens aus wetterfestem Mischgewebe, oder Segeltuch. Zur Formgebung wird ein Ring aus Metall eingesetzt. Die Innenauskleidung besteht zumeist aus gepolsterter Baumwolle. Platz bietet ein Hängezelt in der Regel nur für eine Person. Es gibt auch Modelle für zwei Personen, die allerdings nicht besonders viel Platz für sich beanspruchen dürfen.

  1. Wasserhängematte

Der Begriff „Hängematte“ ist hier etwas irreführend, da es sich bei den sogenannten Wasserhängematten um einen Art Schwimmring mit Meshstoffbespannung handelt.

  1. Babyhängematte

Auch die Kleinen müssen nicht auf den Genuss einer Hängematte verzichten. Sie sind im Prinzip freischwingende Wiegen, in Form von kleinen Tuchhängematten. Besonders bei Eltern von Neugeborenen ist diese Variante des mobilen Babybetts beliebt. Eltern sollten die Babyhängematte niemals unbeaufsichtigt lassen, da eine falsche Lage zur Erstickung des Säuglings führen kann. 

  1. Tierhängematte

Es gibt kaum etwas, dass es nicht auch für Tiere gibt. So auch die Hängematte. Damit Katzen- oder Hundekrallen sich nicht in dem Material verfangen können, sind diese Hängematten alle aus Stoff, meistens Baumwolle gefertigt. Es gibt sie in sehr kleinen Größen für Nagetiere, über die mittlere Größe als Katzenhängematte bis hin zu riesigen Hängematten für große Hunde. 

  1. Hängematte mit Gestell

Auch hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Art der Hängematten, sie ist aber oftmals der einzige Weg, um in den Genuss einer Hängematte zu kommen. Es verfügt ja leider nicht jeder über geeignete Befestigungsmöglichkeiten, wie stabile Bäume, Pfähle oder Ähnliches. Daher gibt es Modelle mit Holz-, Rattan-, Kunststoff- oder Metallgestänge zum Aufstellen im Haus oder Garten. Achten Sie bei diesen Modellen darauf, ob sie nur im Innenbereich oder auch auf Terrasse und im Garten genutzt werden können. Ebenso sollten Sie die Stellfläche ausmessen, da diese Hängematten viel Platz in Anspruch nehmen. Die Hängematte selbst kann eine normale Netz- oder Tuchhängematte sein sowie mit oder ohne Spreizstab. Es gibt auch Gestelle, die komplett mit passender Hängematte, als Set, angeboten werden.

  1. Spreizstab bzw. Spreizhängematte?

Eine sogenannte Stabhängematte, ist keine eigene Hängemattenart, sondern eine Bauform, die es bei Netzhängematten und auch Tuchhängematten gibt. Die Spreizstöcke, die am Kopf- und Fußende der Hängematte quer eingespannt sind, halten die Liegefläche offen, sorgen aber bei falscher Gewichtsverteilung auch für ein Herausfallen. Auch das Aufsteigen auf eine Spreizhängematte ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Besonders bei Mehrpersonenhängematten ist diese Bauart beliebt, da man nicht aneinander gedrückt werden kann. Allerdings passt sich ein solches Modell auch weniger der Körperform an, was bei Einzelpersonen eher nachteilig ist. Das Zusammen- und Ausrollen einer Spreizhängematte mit Netz ist leichter als bei Modellen ohne Spreizstab, da die einzelnen Kordeln durch die beiden Stäbe geordnet sind und sich so nicht verheddern. Eine Spreizhängematte nimmt aber auch mehr Platz bei der Lagerung ein. 

Größen und Maße

Bei einer Hängematte ohne Spreizstock sollte die Stofflänge (nicht Gesamtlänge) mindestens 30 cm länger sein, als Ihre Körperlänge – je länger die Stofflänge, desto besser ist das Liegegefühl. Mit Spreizstock sollte die Stofflänge Ihre Körpergröße um mindestens 35 cm überragen, wobei 45 cm noch besser sind. 

Wie hoch und breit sollte die Hängematte hängen?

Die Höhe sollte so weit über dem Boden liegen, dass ein bequemes Besteigen der Hängematte möglich ist. Wenn Sie gerne Getränke oder Ähnliches auf einem Beistelltischchen zu Hand haben möchten, sollte auch hier die Höhe so gewählt werden, dass Sie diese bequem erreichen können. Der tiefste Punkt, wenn Sie auf der Hängematte sitzen, sollte nicht tiefer als 50 cm über dem Boden sein. Bei Hängesesseln brauchen Sie eine Mindestaufhängehöhe von etwa 2,5 m. Man sagt als Faustregel, dass eine Hängematte wie eine Banane bzw. ein Halbmond durchhängen soll, damit sie optimalen Komfort bietet. Für eine Stabhängematte, die recht straff hängen muss, braucht man mehr Abstand. Die Aufhängehöhe sollte in etwa 25 % des Aufhängeabstandes betragen. 

Wie groß sollten die Hängemattenständer sein?

Wenn Sie sich für ein Modell mit Ständer entscheiden, sollte bei einer Hängematte mit Spreizstab ein Gestell mindestens so lang sein, wie die Spreizhängematte und muss mindestens so hoch sein, dass diese nicht den Boden berührt. Am besten natürlich um einiges höher. Hängematten ohne Stab brauchen mindestens 150 cm in der Höhe. Die Länge der Stange sollte, damit die Halbmondform gegeben ist, etwa 20 cm kürzer sein, als die Hängematte selbst. Falls der Ständer länger ist, kann aber auch mit einem zusätzlichen Seil an beiden Seiten verlängert werden. 

Ein- oder Mehrpersonen-Hängematte?

Die Größen werden von den Herstellern in der Regel als Singlehängematte für eine Person, als Doppelhängematte für zwei Personen und als Familienhängematte für zwei Erwachsene und zwei kleine Kinder angegeben. Singlehängematten sollten nicht zu schmal bemessen sein. Viele preisgünstige Modelle sparen hier gerne an Stoff bzw. Netz und bieten Breiten von gerade einmal 80 cm an. Sich dort hineinzukuscheln oder bei Stangenmodellen darauf zu lümmeln, ist eher schwierig. Achten Sie darauf, dass auch bei solchen Modellen die Breite mindestens 120 cm betragen sollte. Bei Mehrpersonenhängematten ist eine hohe Belastbarkeit besonders wichtig und auch ein Spreizstab macht bei dieser Form Sinn.

Tipp: Auf einer Spreizhängematte mit einer Breite von 140 cm passt ein etwas fülligerer Erwachsener oder ein normaler Erwachsener mit Kind bequem. 

Die korrekte Anbringung

Mit den Knoten steht und fällt im wahrsten Sinne des Wortes der Spaß mit der Hängematte. Hierfür gibt es einen Knoten, der sich als optimal herauskristallisiert hat: der Schostekknoten für die Verbindung von zwei Seilen. Er zieht sich bei Belastungen selbst fest und lässt sich ohne Belastung einfach lösen. Dieser Knoten gehört zu dem Grundwissen, über das jeder Seemann verfügen muss, und ist Teil der Prüfung zum Segelschein. Für die Aufhängung an einem Baum kann man zwei oder bei Sesseln und Zelten einen Baumschaukelknoten verwenden.

So wird der Schostek-Knoten geknüpft:

  • Legen Sie mit einem Ende eines Seils eine Bucht (Bogen), der mit dem Ende zu Ihnen liegt
  • Legen Sie nun den linken Zeigefinger (bei Rechtshändern) auf die beiden Seilteile der Bucht in einem Abstand von etwa einer Handbreit
  • Führen Sie das Ende des zweiten Seils unten durch die Schlaufe der Bucht über Ihren Finger
  • Führen Sie das Ende des zweiten Seils nun von oben nach unten hinter der Bucht entlang
  • Legen Sie das Ende des zweiten Seils nun wieder über Ihren Finger und an ihm entlang nach oben
  • Jetzt entfernen Sie Ihren Finger und ziehen den Knoten an allen Enden fest

So wird der Baumschaukelknoten geknüpft:

  • Das Seil wird dreimal um den Baum geschlungen
  • Die erste Schlaufe wird über die beiden anderen gelegt
  • Nun wird die zweite Schlaufe übergelegt
  • Nun wird die übergelegte zweite Schlaufe unter den anderen durchgezogen, bis sie ein Stück übersteht
  • An dem Stück wird nun gezogen, bis der Knoten fest ist 

Egal, welchen Knoten Sie verwenden, prüfen Sie ihn bei jeder Anbringung bevor Sie die Hängematte oder den Hängesessel besteigen. 

Befestigungsmöglichkeiten

Je nachdem, wo Sie Ihre Hängematte platzieren möchten, stellen sich unterschiedliche Herausforderungen. 

Im Haus

Hier sollten Sie vorher die Wände und Decken prüfen. Oftmals sind Decken abgehängt und die Wände nachträglich eingezogen und nicht tragend. In diesem Fall sollten Sie dort keine Hängematte installieren, sondern auf ein Modell mit Gestell zurückgreifen. Haben Sie allerdings tragende Pfosten bzw. Balken oder dicke Betonwände und -decken, ist die Aufhängung kein Problem. Hier arbeiten Sie mit Bohrungen, dem Material entsprechende Dübel und Schrauben bzw. Haken.

Zwischen zwei Bäumen

Da Baumrinden empfindlich gegen Reibung sind, sollten Sie auf jeden Fall mit Baumschonern oder Baumschlingen arbeiten, damit Ihre Bäume keinen Schaden nehmen. Zur weiteren Befestigung reichen Seile, die Sie mit den oben beschriebenen Knoten befestigen. Einige Hängematten kommen auch bereits mit fertigen Aufhängesystemen, die allerdings in der Regel über keine Rindenschonung verfügen.

Ohne Bäume, mit Garten

Wer zwar einen Garten aber dort keine Bäume im idealen Abstand stehen hat, kann sich mit hohen Holzpfosten helfen.

Preise und bekannte Hersteller

Je nach Hängemattenart und ob es eine klassische Hängematte oder ein Hängesessel oder -zelt sein soll, reichen die Preise von 15 bis zu mehreren Hundert Euro (Stand immer Juli 2017). Es gibt aber bereits gute Hängematten für rund 30 Euro (ohne Gestell mit einfacher Bauart) im Handel, mit denen Sie lange Freunde haben können. Welche dabei besonders gut abschneiden, können Sie anschließend in unserem Hängematte-Test nachlesen, in dem wir die fünf besten Hängematten gekürt und deren Stärken und Schwächen aufgelistet haben. Damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie die einzelnen Hängemattenmodelle preislich liegen, haben wir hier für Sie eine kleine Aufstellung der Preisspannen und bekannter Hersteller:

Netzhängematte

Hier reicht die Preisspanne von günstigen Nylonprodukten mit gröberen Maschen für 7 Euro bis zu hochwertigen Luxus-Mehrpersonen-Hängematten für 150 Euro (z. B. von Spokey, Hamacama oder Holzenplotz).

Tuchhängematte

In einfacher Ausführung für eine Person gibt es diese Hängematten bereits ab 20 Euro. Sie können aber für größere Modelle und feinere Materialien auch bis zu 280 Euro investieren (z. B. bei Amazonas, Jobek oder La Siesta).

Reisehängematte

Diese einfachen und leicht zu transportierenden Modelle aus Nylon oder Fallschirmseide sind derzeit für 12 (Basismodelle) bis 130 Euro für (Modelle mit Extras wie einem integrierten Fach für eine Isomatte) zu haben. (z. B. von DDHammocks, Sportastisch oder Colibri)

Hängematten mit Gestell

Hier gibt es große Unterschiede in der Qualität und im Preis. Günstige Modelle mit einem nicht besonders stabilen Gestell aus Stahl gibt es bereits ab 25 Euro. Wenn es etwas langlebigere Modelle sein sollen, müssen Sie mit 50 bis 700 Euro rechnen (z. B. von Serina, GoodView oder Lola). 

Hängesessel

Einfache Modelle, bei denen die Beine baumeln oder nur eine Tuchkuhle geformt wird, gibt es bereits ab 15 Euro. Wer sich richtig hineinkuscheln möchte, sollte 150 bis 1000 Euro einkalkulieren (z. B. bei Amanka, Butlers oder Jobek). 

Hängezelt

Ein-Personen-Modelle gibt es bereits ab 80 Euro. Wer etwas mehr Platz möchte, sollte 300 bis 400 Euro einplanen (z. B. bei Cacoon, Alice's Garden oder Pötschke).

Wasserhängematte

Diese Mischung aus Schwimmring, Luftmatratze und Hängematte liegt preislich derzeit zwischen 20 und 80 Euro (z. B. von Kerlis, Intex oder Infactory). 

Babyhängematte

Die Hängematten für Säuglinge sind zurzeit für etwa 40 bis 410 Euro (z. B. von Hobea, Babylonia oder Nonomo) erhältlich. 

Tierhängematten

Die Hunde-, Katzen- und Kleintierhängematten reichen preislich von 10 bis 120 Euro. (z. B. von Kerbl, Cat Crib oder Trixie)

Tipp: In der Nebensaison, besonders im Herbst und Winter sind Hängematten oftmals zu besonders günstigen Preisen zu erhalten.

Reinigung und Pflege der Hängematte

Bei allen gefärbten Stoffen wird empfohlen diese per Hand oder im Handwaschgang der Waschmaschine kalt oder maximal bis 30 Grad mit Feinwaschmittel getrennt von anderer Wäsche zu waschen, da die Farben meist etwas auslaufen.

Tipp: Reiben Sie den Stoff zwischen den Fingern. Färbt er ab, ist es ein Indiz für mangelnde Qualität.

Fallschirmseide sollte in einem Wäschenetz geschützt werden. Schleudern ist nur bei wenigen Materialien angeraten: Sehen Sie sich unbedingt die Pflegehinweise des Herstellers an. Sollte Ihre Hängematte Spreizstäbe besitzen, ist hier nur Handwäsche möglich.  

Tipp: Binden Sie vor der Wäsche die Aufhängeschnüre zusammen, damit Sie sie später nicht in langwieriger Kleinarbeit entknoten müssen.

Um sich vorm Bügeln zu drücken, das bei einigen Materialien wie z. B. Fallschirmseide gar nicht ohne Weiteres möglich ist, sollten Sie die Hängematte noch feucht aufhängen und glatt streichen. 

Hängematten sollten nicht ununterbrochen der Witterung ausgesetzt sein. Baumwolle kann Schimmel ansetzen und synthetische Stoffe verletzt werden.

Worauf ist beim Kauf besonders zu achten

  • Für Modelle mit Gestell brauchen Sie viel Platz, den Sie vorher einplanen sollten
  • Aus Hängematten mit Spreizstock kann man leichter herausfallen. Man wird aber auch nicht aneinandergedrückt, wenn es sich um eine Mehrpersonen-Hängematte handelt
  • Jedes Material, ob Naturrohstoff oder Synthetik, hat seine Vorzüge. Je nachdem, wo und wie Sie die Hängematte nutzen, sollte das Material abgestimmt sein
  • Achten Sie auf eine saubere Verarbeitung und doppelte (oder noch besser) dreifache Nähte, wenn die Hängematte aus mehreren Bahnen besteht

Zusammengefasst

Für welche Hängemattenart Sie sich auch entscheiden, achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie eine ausreichende Breite und Länge hat. Die Nähte müssen sauber sein und auch die Anzahl der Aufhängungsschnüre ist ein Qualitätsindiz. Messen Sie vor dem Kauf genau aus, wie viel Platz Sie zur Verfügung haben und wofür Sie die Hängematte nutzen möchten. Wird sie fest installiert? Ist sie nur für den Innenbereich? Oder brauchen Sie eine praktische Liegefläche für unterwegs? Je nachdem, wie Ihre Antwort ausfällt, lässt sich die Hängemattenart leicht bestimmen. 

Um Ihnen die Entscheidung für eine gute Hängematte noch weiter zu erleichtern, haben wir neben den Informationen in diesem Ratgeber, auch einen Hängematten-Test durchgeführt und die Besten gekürt. Sehen Sie sich die Vor- und Nachteile unserer Hängematten-Testsieger 2017 in den einzelnen, umfassenden Testberichten an, die wir für die Besten erstellt haben, und suchen Sie sich die für Sie ideale Entspannungsinsel aus 

Hängematten - Die brasilianische Liegeposition

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