Folienschweißgeräte-Test & -Vergleich » kompetente Kaufberatung

andreas kirchner
Ich bin Andreas und der Gründer und Inhaber von Experten-Beraten.de sowie einer der Geschäftsführer von der Online-Marketing-Agentur Hanseranking in Hamburg.
Folienschweißgeräte Test und Ratgeber

Folienschweißgeräte im Test – Lebensmittel für die Lagerung vorbereiten

Die Konservierung von Lebensmitteln ist im modernen Haushalt zwar nicht mehr essentiell, um lebensmitteltechnisch durch die kalte Jahreszeit zu kommen, aber immer noch präsent. Allein die Methoden, die bevorzugt eingesetzt werden, haben sich geändert. Während unsere Eltern und Großeltern die Ernte aus dem Garten noch mit dem Einkochtopf in Gläsern konservierten, überwiegt heute das Einfrieren von Nahrungsmitteln. Ein Produkt, welches in Sachen Haltbarmachung ausgezeichnete Dienste leistet, ist das Folienschweißgerät. Dessen Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Das Folienschweißgerät wird verwendet, um

  • frische Nahrungsmittel für die Konservierung,
  • zubereitete Speisen für die Haltbarmachung,
  • Nahrungsmittel für den Garprozess im Sous-Vide-Garer 

vorzubereiten. Doch nicht jedes Modell eignet sich gleichermaßen für die genannten Arbeitsschritte. Einige Geräte können nur einfache Gefriertüten schweißen, was z. B. das Sous-Vide-Garen ausschließt. Damit Sie beim Kauf nach dem richtigen Folienschweißgerät greifen und nicht vor einer solchen Situation stehen, haben wir alle nötigen Informationen rund um die Folienschweißgeräte zusammengetragen und im folgenden Ratgeber zusammengestellt.

Zuletzt aktualisiert am: 26.05.2019

Unsere Sieger unter allen getesteten & verglichenen Folienschweißgeräte - Bestenliste 2019

Produktbild
Vergleichssieger
 
 
 
 
Modell ProfiCook PC-VK 1080 Edelstahl-Vakuumiergerät Folienschweißgerät Crenova 2018 Vakuumierer Folienschweißgerät Koios 4-in-1 Vakuumiergerät Folienschweißgerät GERYON E5700-MS Vakuumiergerät Folienschweißgerät CASO VC 10 Vakuumierer Folienschweißgerät
Handling
Ergebnis
Verarbeitung
Schweißbalken - cm 29,5 cm 30 cm 30 cm 30 cm
Leistung 120 Watt - Watt 110 Watt - Watt 110 Watt
Breite 38 cm 41 cm 35,6 cm 41,4 cm 36 cm
Höhe 6,3 cm 9 cm 8,6 cm 11,7 cm 9 cm
Tiefe 15,5 cm 10,5 cm 14,7 cm 19,6 cm 15,5 cm
Gewicht 1,5 kg 0,99 kg 1,7 kg 0,99 kg 1,3 kg
Lieferumfang Gerät, 18x Profi-Frischhaltebeutel Gerät, 1 x Handbuch, 1 x Vakuumrohr, 10 x Heißsiegelbeutel (20 x 25 cm), Extravakuumrollen Gerät, 1x Beutelrolle, 10x besondere Beutel Gerät, 1 x Vakuumschlauch, 5 x Heißversiegelbeutel (7,8"x11,8"), 1 x Vakuum-Rolle (7,8"x78"), 1 x Bedienungsanleitung Gerät, 50x Folienbeutel (20x30cm), 2x Profi-Rollen (30x600cm)
Folienbeutel im Lieferumfang
elektronische Temperaturüberwachung
Vakuumregulierung
Absaugautomatik
Besonderheit Kabelaufwicklung Zwei Modi ( „Vakuum und Versiegelung“ oder „Nur Versiegeln“) bis zu 10.000 Stunden Lebensdauer. Lebenslange Herstellergarantie & Kundendienst und 7/24 Online E-Mail Service Vakuumierfolienstärke ca. 160 µm, BPA-frei
Vorteile und Nachteile
  • Edelstahlgehäuse
  • besitzt 4 Stufen
  • Auffangrinne für Restfeuchtigkeit
  • mit Kabelaufwicklung
  • Lieferung mit Frischhaltebeutel
  • Tüten müssen exakt gelegt werden
  • Betrieb etwas laut
  • sehr einfache Bedienung
  • zwei Modi: „Vakuum und Versiegelung“ und „Nur Versiegeln“
  • Saugkraft von bis zu -0,65 bar
  • schnelle vakuumierung
  • man sollte etwas auf das gerät drücken, damit das Vakuumieren vollständig funktioniert
  • mit Cutter im Gerät
  • kann bis zu 40 Mal am Stück verwendet werden
  • mit einer entnehmbaren Tropfablage
  • Versiegelungsbreite 3mm
  • saugt stark an
  • Flüssigkeiten funktionieren nicht so gut
  • Anleitung könnte etwas ausführlicher sein
  • One-Touch-Bedienung
  • kräftige Saugleistung
  • digitale Soft-Touch-Tasten
  • mit LED-Anzeige
  • lebenslange Herstellergarantie & Kundendienst
  • benötigt etwas Übung für das richtige vakuumieren
  • etwas laut
  • Folien sind BPA-frei
  • stabile Schweißnaht
  • einfache Bedienung
  • besonders reißfeste Folientüten
  • braucht ein wenig Übung, um das Einweißen optimal zu bewerkstelligen
  • Anleitung könnte etwas ausführlicher sein
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Folienschweißgeräte Kaufberatung

Fünf wichtige Fakten über Folienschweißgeräte

Folienschweißgerät und Vakuumierer meinen im allgemeinen Sprachgebrauch das Gleiche und beschreiben ein Gerät zum Luftabsaugen und dem Verschließen von Folienbeuteln. Beide Begriffe beschreiben die grundlegende Funktionsweise dieser Produkte

Die Geräte führen beide Vorgänge in zwei aufeinander folgenden Arbeitsschritten aus

Im Resultat eignen sich die derart vorbereiteten Nahrungsmittel für die Einlagerung im Gefrier- und Kühlschrank sowie für das Garen im Niedrigtemperaturgarer

Der Markt wird von herkömmlichen Geräten für den Hausgebrauch und Geräten für den Profi für den gewerblichen Sektor bedient

Nicht jede Ausführung ist in der Lage, dickeres Folienmaterial (für den Garer) zu verarbeiten

Was ist ein Folienschweißgerät und wofür wird es verwendet?

Ihrer ursprünglichen Bestimmung nach sind diese Produkte für das Zusammenfügen von Folienbahnen konzipiert worden. Dabei werden Schweißnähte gesetzt. Aus einfachen Folienbahnen lassen sich Tüten herstellen, wobei deren Länge verändert und individuell festgelegt werden kann. Die maximale Breite wird bei jeder Variante von der Breite der Folienbahnen bzw. des Folienschweißgerätes definiert. In der Weiterentwicklung und für den Gebrauch in der Küche kamen Funktionen wie das Luftabsaugen hinzu, woraus sich gleich mehrere Vorzüge ergeben. Derart vorbereitet übersteht der Inhalt (in der Regel Nahrungsmittel und Speisen) nunmehr einen längeren Lagerungszyklus oder den Garprozess in einem Wasserbad. Der Fokus liegt demnach darauf, Folienbehältnisse in unterschiedlichen Größen selbst herstellen und nach dem Befüllen fest verschließen zu können, um den Packungsinhalt zu schützen und diesen sicher vor äußeren Einflüssen der weiteren Verarbeitung zuzuführen.

Das Produktsortiment für den Gebrauch in der Küche wird von Maschinen für den gewerblichen und industriellen Sektor ergänzt. Diese sollen jedoch nicht Gegenstand dieses Ratgebers sein. 

Wie arbeitet ein Folienschweißgerät bzw. Vakuumierer?

Strom ist die Grundvoraussetzung für die Funktionstüchtigkeit des Produkts. Im Innern befindet sich die Schweißvorrichtung. Wird das Schweißgut eingelegt und der Prozess per Knopfdruck oder durch Zusammendrücken der beiden Gerätehälften in Gang gesetzt, erfolgt zunächst das Luftabsaugen. Anschließend wird der Schweißvorgang ausgeführt. Dabei werden die Nähte unter hohen Temperaturen gesetzt. Diese führen dazu, dass das Material an den Nahtstellen schmilzt, wobei sich die beiden Seiten miteinander verbinden. Kühlt die Naht wieder ab, besteht eine feste Verbindung, die einen Gefrier- oder Garprozess unbeschadet übersteht und das im Folienbehältnis befindliche Gut schützt.

Welche Arbeitsschritte sind nötig?

Auch in diesem Punkt beziehen wir uns auf die zeitgemäße Ausführung, die sich als Luftabsauger und Schweißgerät gleichermaßen eignet. 

Um Vakuumierer zu bedienen, sind im Allgemeinen folgende Arbeitsschritte nötig: 

  1. Sie füllen das einzuschweißende und entsprechend vorbereitete Gut in die Gefrier- bzw. Folientüte ein 
  1. Verwenden Sie fertige Tüten, können weit überstehende Enden abgeschnitten werden, wobei ein ausreichend breiter Streifen übrig bleiben muss. Bei einzelnen Folienlagen entfällt dieser Schritt zumeist, da Sie die Länge selbst festlegen können 
  1. Die meisten Folienschweißgeräte haben ein klappbares Gehäuse. Klappen Sie die obere Gehäusehälfte hoch 
  1. Sofern eine Saugöffnung vorhanden ist, führen Sie das Folienmaterial über die Öffnung und legen es auf der Schweißschiene (zumeist ein Draht) ab. Dabei sollten Sie die Enden auseinander ziehen, damit die Tüte möglichst plan und ohne Falten aufliegt 
  1. Klappen Sie den Deckel wieder zu. Bei den meisten Geräten setzen Sie durch Drücken der linken Deckelseite den Vakuumierprozess in Gang. Einige Folienschweißgeräte tun dies auf Knopfdruck. Führen Sie für ein möglichst effektives Ergebnis bei diesem Vorgang leichte Bewegungen des Gefrierbeutels aus 
  1. Zumeist zeigt eine Kontrollleuchte das Ende dieses Vorgangs an. Der Schweißvorgang erfolgt nun automatisch oder wird wiederum mit dem Niederdrücken des gesamten Deckels in ganggesetzt
  1. Klappen Sie nun den Gehäusedeckel auf und entnehmen Sie die verschweißte Folie und den übriggebliebenen Folienstreifen, den das Vakuumiergerät automatisch abschneidet 

Nahezu alle Folienschweißgeräte zeigen mit Hilfe einer Kontrollleuchte die fertige Naht an. Laufen Luftabsaugen und Schweißen – z. B. bei einigen halbautomatischen Geräten – in zwei voneinander getrennten Arbeitsschritten ab, wird häufig zunächst das vollständige Luftabsaugen angezeigt. Daraufhin muss mit dem entsprechenden Handgriff der Impuls zum Schweißen gegeben werden. 

Möchten Sie das Gut für den Verzehr oder die Zubereitung wieder entnehmen, müssen die Beutel aufgeschnitten und in der Regel entsorgt werden. 

 

Ausrufezeichen Orange

Tipp:
Die Vakuumbeutel sollten möglichst optimal befüllt werden. Bei einer geringen Füllmenge sollten lange Enden abgeschnitten oder die Naht nahe am Gut gesetzt werden. Anderenfalls dauert das Vakuumieren unnötig lange. Auch ein Überfüllen ist zu vermeiden, denn damit lässt sich die Tüte während des Vorgangs schlecht handhaben.

 

Glühbirne

Tipp:
Bei allen Arbeitsschritten sollten Sie darauf achten, dass die Innenseiten des Gefrierbeutels im oberen Bereich, wo sich später die Naht befinden wird, weitestgehend sauber bleiben. Das gelingt am besten, wenn Sie den Beutelrand großzügig nach außen krempeln. So ist gewährleistet, dass der Inhalt nicht eingesaugt wird, die Naht absolut dicht ist und nachträglich keine Luft in den Vakuumbeutel gelangen kann. 

Wofür wird das Folienschweißgerät verwendet?

Ein Folienschweißgerät kommt in der Profiküche und im Privathaushalt gleichermaßen zur Anwendung. Es wird genutzt, um Lebensmittel ohne Einschluss von Sauerstoff zu konservieren und anschließend entweder im Kühl- bzw. Gefrierschrank zu lagern oder es mit Hilfe einer geeigneten Garmethode zuzubereiten. 

Folienschweißgerät und Vakuumierer – wo liegt der Unterschied?

Im allgemeinen Sprachgebrauch haben sich die Begrifflichkeiten vermischt. Häufig ist von einem Folienschweißgerät oder Vakuumierer schlechthin die Rede und gemeint ist letztendlich ein Kombigerät, welches beide Arbeitsschritte ausführt. Folgende Übersicht soll Ihnen die Unterschiede der einzelnen Varianten verdeutlichen. 

Gerätetyp

Eigenschaften und Funktionen

Reines Folienschweißgerät

Diese Modellvariante fügt lediglich zwei übereinander liegende Folienbahnen mit einer Naht zusammen. Als „Rohling“ dient ein Folienschlauch, der sich auf einer Rolle befindet. Die gewünschte Länge wird abgerollt und an dieser Stelle verschweißt. Nach dem Befüllen des Beutels kann dieser auf die gleiche Weise oben verschlossen werden. Diese Typen werden auch abseits der Küche und nicht nur für Nahrungsmittel, sondern auch für beliebige Inhalte verwendet.

Folienschweißgerät in der einfachen Ausführung

Diese Typen arbeiten ähnlich. Allerdings verfügen diese Ausführungen über eine Absaugpumpe zum Luftabsaugen. Allerdings reicht diese oft nicht aus, um eine echte Luftleere zu erzeugen. Um Lebensmittel einzufrieren genügt diese Variante. Diese Folienschweißgeräte können häufig nur dünnes, weiches Material verarbeiten, weshalb sie für den alltäglichen Gebrauch geeignet sind. Folienmaterial von dickerer Struktur schaffen diese Ausführungen nicht.

2in1 – Vakuumierer und Folienschweißgeräte

Diese Folienschweißgeräte haben alles an Bord, um jedem Anspruch gerecht zu werden. Sie haben eine Absaugpumpe, die das Folienbehältnis beinahe rückstandslos leersaugt. Zudem eignen sich diese Typen für die Verarbeitung von dickem, speziellem Folienmaterial für das Sous-Vide-Garen. Sie schaffen es nicht nur ein Vakuum zu erzeugen, sondern schweißen das Material oft auch mit einer Doppelnaht zusammen, während das Schweißergebnis bei einfachen Geräten nur den einfachen Ansprüchen genügt. Möchten Sie Essen nach der speziellen Garmethode im Wasserbad zubereiten, empfiehlt sich diese Gerätevariante.

Dieses Segment wird von herkömmlichen Geräten und von sogenannten Kammer-Vakuumierern bedient. Letztere bleiben aufgrund des höheren Platzbedarfs und Preises oft dem Profibereich vorbehalten.

Die genannte Produktpalette kann der Vollständigkeit halber noch um sogenannte Mini-Schweißgeräte ergänzt werden. Diese eignen sich für das schnelle Verschließen zwischendurch, bei dem keinerlei zusätzliche Features gefragt sind.

Der Vorteil der Kombigeräte gegenüber dem herkömmlichen Schweißgerät ohne Luftabsauger besteht in der längeren Haltbarkeit der eingeschweißten Produkte. Das ist auf den fehlenden Sauerstoff zurückzuführen. Dieser ist für den fortschreitenden Verderb der Lebensmittel verantwortlich. 

Fazit:
Weder mit dem Begriff „Folienschweißgerät“ noch mit der Bezeichnung „Vakuumierer“ ist die Funktionsweise der genannten Kombigeräte exakt definiert. Keine der beiden Begriffe beschreibt deren Funktion in Gänze. Mit „Vakuumier-Folienschweißgerät“ wären die Funktionen insgesamt und treffender formuliert. Nur in der einfachen Ausführung wird ein solcher Vakuumierer tatsächlich weitestgehend dafür verwendet, um Gefrierverpackungen zu verschließen. Diese Folienschweißgeräte sind zumeist im unteren Preissegment angeordnet. Bei diesen Produkten liegt der Fokus tatsächlich auf dem Verschließen von Folienbeuteln. Sollen Folienschweißgeräte ein echtes Vakuum erzeugen, müssen Sie sich in der Regel im oberen Preissegment umschauen. Diese Vakuumierer schaffen einen ordentlichen Unterdruck und eignen sich für alle anfallenden Vakuumierarbeiten. 

Welche Unterschiede zeigen sich im Gebrauch?

Während die Funktionen bei allen herkömmlichen Geräten abseits der Profiliga in etwa gleich sind, können sich die Folienschweißgeräte in Bezug auf die Schweißnaht unterscheiden. Die einfache Ausführung setzt eine ebensolche Naht. Dieser „Verschluss“ eignet sich für dünne Verpackung und für die anschließende Einlagerung im Kühlgerät. Etwas hochwertigere Vakuumierer setzen eine doppelte oder sogar eine dreifache Naht. Mehrere Schweißnähte haben den Vorteil, dass ein Bersten der Naht nahezu ausgeschlossen ist. Das stellt im Vergleich die sicherste Methode dar.

 

Ausrufezeichen Orange

Tipp:
Ein Vakuumierer mit viel Power im Gehäuse, führt zu einem hohen Unterdruck und kann beim Luftabsaugen zarte Lebensmittel wie Himbeeren durchaus zerdrücken. Möchten Sie Einfluss auf die Dauer des Vakuumierens nehmen, sollten Sie ein abschaltbares Vakuumiergerät wählen. Einige Folienschweißgeräte arbeiten automatisch die entsprechenden Arbeitsschritte ab und können in ihrer Arbeitsweise nicht unterbrochen werden. 

Eine besondere Herausforderung ist das Vakuumieren von Flüssigkeiten. Setzt der Vakuumiervorgang ein, können herkömmliche Folienschweißgeräte mit einer hohen Saugleistung Feuchtigkeit aufsaugen, was letztendlich zu Schäden führt. Mit einigen Tricks lässt sich das wirkungsvoll verhindern: 

  1. Gefrieren Sie den Inhalt im zunächst unverschlossenen Zustand bis nichts mehr flüssig ist und führen Sie anschließend wie gewohnt das Vakuumieren und Einschweißen durch
  2. Legen Sie ein Stück Küchenpapier in die Tüte vor die zu setzende Schweißnaht. Das verhindert, dass Flüssigkeit in den Sauger gelangt. Trotz allem sollten Sie hier besonders vorsichtig sein und im Notfall umgehend den Vakuumiervorgang unterbrechen
  3. Füllen Sie die Flüssigkeit in eine separate dünne Tüte, welche Sie mit einem Knoten verschließen. Legen Sie diesen nun in die zu verschweißende Verpackung und führen Sie die nötigen Arbeitsschritte aus. Bleiben Sie auch hierbei aufmerksam und greifen notfalls ins Geschehen ein 

Da Früchte, die leicht zerdrückt werden können, den gleichen Effekt haben können, sollten Sie hier ebenso vorsichtig ans Werk gehen. 

 

Glühbirne

Tipp:
Gehören immer wieder Produkte mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt zu den Lebensmitteln, die Sie in Ihrer Küche verarbeiten, sollten Sie einen Gerätetyp mit herausnehmbarer Auffangschale wählen. Auf diese Weise lässt sich die herausgesaugte Feuchtigkeit besser entfernen. 

Welcher Effekt wird mit dem Folienschweißgerät erzielt?

Mit der oben beschriebenen Arbeitsweise sind die erzielbaren Effekte nur grob angerissen. Die Möglichkeiten, die sich aus der Nutzung ergeben, sind um einiges vielfältiger. 

Die Vorteile sind:

  • Vitamine, Aroma und Geschmacksstoffe bleiben erhalten
  • Die Inhalte werden vor Gefrierbrand geschützt
  • Lebensmittel können roh oder zubereitet konserviert werden
  • Eingeschweißtes Gut kann über längere Zeit eingelagert oder im eigenen Saft bzw. luftdicht verpackt schonend gegart werden
  • Auf jegliche Konservierungsstoffe kann verzichtet werden
  • Speisen von unterschiedlicher Konsistenz können haltbar gemacht werden
  • Eine gezielte Vorratshaltung kann betrieben werden und die Einlagerung von unterschiedlichen Portionsgrößen ist möglich ist
  • Nahezu alle Lebensmittelarten wie Gemüse, Obst, Fleisch oder Fisch können vakuumiert werden
  • Die Lebensmittel beanspruchen im komprimierten Zustand einen geringeren Platz in Kühl- und Gefrierschrank
  • Durch die luftdichte Verpackung verbreiten sich keine Gerüche im Gefrierschrank

 

Ausrufezeichen Orange

Tipp:
Um Nahrungsmittel lediglich für den folgenden Gefrierprozess vorzubereiten, genügt es, diese in einer herkömmlichen Gefriertüte zu vakuumieren. Die Beutel sind dünner, damit weicher und passen sich der Form des Gefriergutes perfekt an. Diese Folientüten genügen jedoch zumeist nicht, wenn Sie das Gut im Sous-Vide-Garer zubereiten möchten. Hierfür sollten Sie spezielle Vakuumierbeutel verwenden, die dicker sind. Diese bedingen allerdings auch einen entsprechenden Vakuumierer.

Der Gebrauch eines Gerätes ist nie nur mit Vorteilen verbunden. Es gibt immer auch Nachteile, die sich hierbei jedoch in Grenzen halten: 

  • Das Einschweißen ist mit einem gewissen Aufwand verbunden
  • Leider fällt bei dieser Vorgehensweise Plastikmüll an 

 

Checkliste

Tipp:
Um den Anforderungen in Sachen Umweltschutz gerecht zu werden, sollten Sie jeden überflüssigen Verbrauch an Folienmaterial vermeiden. Verwenden Sie für geringe Inhalte keine überdimensionierten Tüten bzw. stellen Sie in diesem Fall die Notwendigkeit des Einschweißens schlechthin infrage. 

Womit sollten Folienschweißgeräte überzeugen?

In der Regel werden Sie eine Wahl innerhalb der kombinierten Folienschweißgeräte treffen. In Abhängigkeit davon, was der Vakuumierer können muss, sollten Sie jedoch weitere Details beachten. 

Die Geräteleistung

Um ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen, muss genügend Power abrufbar sein. Mit Werten zwischen 100 und 200 Watt sind die meisten Typen für alle im Alltag anfallenden Arbeiten ausreichend gerüstet. Auf jeden Fall können Sie damit die herkömmliche Gefriertüte für den Gefrierprozess verschließen. Möchten Sie Menüs im Wasserbad zubereiten, ist entsprechend starkes Folienmaterial notwendig. Um das wiederum luftdicht zu verpacken, braucht es mehr Power. Achten Sie hier gezielt auf diese Kennziffer. 

In Abhängigkeit von der Geräteleistung nimmt ein Vakuumierprozess eine bestimmte Zeit in Anspruch. Dafür benötigen die Vertreter im Durchschnitt zwischen 10 und 20 Sekunden. Darunterliegende Werte sind ein Indiz für eine hohe Leistungsfähigkeit. 

Eine haltbare Schweißnaht

Eine der beiden Hauptaufgaben dieser Gerätetypen besteht im sicheren Verschließen des Folienmaterials. Es steht außer Frage, dass ein Vertreter in dieser Hinsicht überzeugen muss, um mit einer guten Bewertung abzuschließen. Allerdings lässt sich dieses Kriterium erst im Nachhinein nach der Anwendung in der heimischen Küche überprüfen. Machen Sie vor dem „Ernstfall“ einen Test, verschließen Sie das Folienmaterial und versuchen Sie, die Naht durch Auseinanderziehen wieder zu lösen. Gelingt das nicht, sollte dieser Vertreter allen gestellten Anforderungen genügen. Ist dieser Fakt aber nicht gegeben, sollte das für Sie ein Grund sein, sich mit dem Händler in Verbindung zu setzen. Voraussetzung ist, dass Sie die beschriebenen Kriterien in Bezug auf das Folienmaterial vollumfänglich berücksichtigt wurden. 

 

Ausrufezeichen Orange

Tipp:
Eine Mehrfachnaht ist haltbarer als eine einfache Nahtausführung. Wünschen Sie dieses Detail, greifen Sie entweder gleich nach einem entsprechenden Vertreter oder suchen Sie gezielt nach einem Vakuumiergerät, welches eine zweite, separate Naht ohne erneutes Absaugen setzen kann. Auch eine einfache, aber breite Naht ist stabiler als eine dünne. 

Die Lautstärke

Kaffeemaschine, Staubsauger, Abzugshaube – im Alltag geht es oft alles andere als ruhig zu. Gut, wenn man da ein paar Dezibel „einsparen“ kann. Leider funktioniert auch ein Schweißgerät nicht lautlos. Einen Geräuschpegel, der dem eines herkömmlichen Staubsaugers entspricht, müssen Sie in der Regel ertragen. Da der Vorgang insgesamt nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt, ist die Belastung nicht allzu groß. Haben Sie dieses Detail im Blick, wenn Ihnen die Geräuschbelastung wichtig ist. 

Einfache Handhabung

In den meisten Fällen können die Produkte aufgrund einer minimalen Ausstattung mit einer einfachen Bedienung überzeugen. Oft sind nur wenige Handgriffe nötig. Das Handling beschränkt sich auf einen Knopfdruck oder das Zusammendrücken der Gerätehälften. Ergibt sich an irgendeiner Stelle ein Problem, ist das in der Regel auf eine ungenaue Arbeitsweise des Verwenders zurückzuführen. 

Lieferumfang und Zubehör

Letzteres hält sich bei den meisten Geräten in Grenzen. Einige Hersteller erweitern lediglich den Lieferumfang um eine Rolle Folie oder eine bestimmte Anzahl Beutel. Damit ist das Angebot an Beigaben allerdings erschöpft. Liegt Verbrauchsmaterial bei, haben Sie für die Zukunft einen Anhaltspunkt, auf welche Stärken und Breiten Sie beim Nachkauf zurückgreifen können. 

Zusammenspiel von Folienschweißer, Vakuumierer und Folienmaterial

Mit relativ dünnen Gefriertüten kommen die meisten Typen klar. Bei der Verarbeitung von dickem Material sieht das häufig ganz anders aus. Nicht immer passen die genannten Komponenten zusammen. Wird beim Vakuumieren nur ein mittelmäßiges Ergebnis erzielt, ist das Material zu dick oder eben die Absaugpumpe zu schwach. Im ungünstigsten Fall kann der Vakuumierer den gestellten Anforderungen nicht gerecht werden. Aus diesem Grund macht es Sinn, sich vor der Anschaffung über den tatsächlichen Aufgabenbereich des Schweißgerätes Gedanken zu machen. Möchten Sie alle möglichen Funktionen abdecken, sollten Sie ein leistungsstarkes Schweißgerät wählen, bei dem der Arbeitsgang – z. B. für die Verarbeitung feiner Früchte – vorzeitig beendet werden kann.

Folienbreiten und -längen

In der Regel wird es im alltäglichen Gebrauch auf die Verwendung von fertigen Tüten oder (bei reinen Schweißgeräten) doppellagigen Folienbahnen hinauslaufen. Bei beiden Varianten wird die Breite vom Ausgangsmaterial vorgegeben, die Sie vorab mit dem Kauf festlegen. Bei schmalen, von der „Norm“ abweichenden Geräten sollten Sie die Geräteabmessungen im Auge behalten und sich an dessen Breite orientieren. Tüten, die unterhalb der Gerätebreite liegen, können immer verarbeitet werden.

Die maximale Länge ist bei der Verwendung von fertigem Beutelmaterial ebenfalls vorgegeben, wobei sich Tüten bei Bedarf kürzen lassen. Bei den Folienbahnen können Sie die Länge frei wählen.

 

Ausrufezeichen Orange

Tipp:
Möchten Sie besonders große Tüten verarbeiten, sollte Ihr Vakuumierer dafür auch vorgesehen sein. Mit einer eher mittelmäßigen Power sind große Volumen kaum zu bewerkstelligen. Packen Sie dann lieber mehrere und dafür kleinere Päckchen.

Die Wahl der richtigen Verpackungen

Die richtige Wahl treffen Sie in Abhängigkeit vom Vakuumierer. Teure Kammer-Vakuumierer bedürfen spezieller Verpackungen. Diese Typen sind jedoch eher in der Profiküche zuhause. Die handelsüblichen Schweißgeräte verarbeiten hingegen strukturiertes Material, welches für den Vorgang des Absaugens optimal ist. Somit liegt das Problem nicht zwingend beim Vakuumierer, sondern ist vielleicht auf einen Fehlgriff beim Tütenkauf zurückzuführen.

Tipp:
Greifen Sie nach Universalbeuteln, die auf verschiedene Gerätetypen abgestimmt sind, umgehen Sie Fehlkäufe und –funktionen. 

Außer der Kompatibilität zum Vakuumierer sollte das Material, welches zum Verpacken von Essbarem verwendet wird, folgende Merkmale aufweisen: 

  • Geschmacksneutral
  • Geruchsneutral
  • Koch- und reißfest
  • Stabile Nähte an den Seiten

Die Eignung für Mikrowelle oder Spülmaschine wird zuweilen ebenfalls herangezogen, muss im täglichen Gebrauch aber nur bedingt gegeben sein. 

Preise und bekannte Hersteller

Der Preis wird in erster Linie von der Geräteart definiert. Handelt es sich um ein reines Folienschweißgerät oder ein Kombimodell mit integriertem Vakuumierer, bei dem dann wiederum die Power im Preis Berücksichtigung findet? Wie in allen Sektoren spielt das Label bei der Preisgestaltung eine Rolle. Die No-Name-Variante schneidet preislich oft besser ab, steht den Markenprodukten in Sachen Güte jedoch auf Augenhöhe gegenüber. Abgesehen von den Mini-Vertretern und den Geräten für den Profibereich, die der Vollständigkeit halber, jedoch außerhalb der Wertung erwähnt wurden, liegen die Preise derzeit zwischen 17 und 250 Euro (Stand September 2018). 

Hersteller und Preise für Schweißgeräte in der Miniausführung 

Diese handlichen Produkte setzen preislich tatsächlich bereits unter einem Euro ein. Die Spanne reicht hier bis knapp an die 35 Euro-Marke heran. Anbieter sind unter anderem FKJ, Cadillaps oder Rosenstein und Söhne. 

Hersteller und Preise für Kombigeräte in der herkömmlichen Bauweise

Diese Produktschiene dominiert das Segment. Die Preise starten bei 17 Euro und klettern bis auf knapp 250 Euro. In dieser Sparte tauchen Namen wie FoodSaver, Severin, Krups oder Klarstein auf. 

Abseits der Produkte für den Privathaushalt liegen Profiprodukte, die als Kammer-Vakuumierer auf dem Markt sind und preislich zwischen 370 und 390 Euro rangieren.

Wichtige Kaufkriterien auf einen Blick

  • Legen Sie zunächst fest, ob Sie lediglich Folien verschweißen oder die Lebensmittel zusätzlich luftdicht verpacken möchten
  • Ist die Wahl auf ein Kombigerät gefallen, bleibt zu klären, ob es nur den Ansprüchen eines herkömmlichen Produkts genügen muss oder ob Sie die Lebensmittel für den Garer vorbereiten möchten. Letzteres bedingt dickere Vakuumbeutel und damit mehr Power
  • Wägen Sie Kosten und Nutzen ab. Ein nur gelegentlich genutztes Vakuumiergerät sollte nicht zu preisintensiv sein. Eine häufige Verwendung rechtfertigt hingegen einen höheren Anschaffungspreis
  • Überdenken Sie das vorhandene Platzangebot in Ihrer Küche. Oft ist es schwierig einen Platz für ein sperriges Gerät zu finden. Die herkömmlichen Vertreter punkten mit einem geringen Platzbedarf
  • Möchten Sie im Notfall den Vorgang unterbrechen können, sollten Sie gezielt nach einem entsprechenden Vakuumierer suchen
  • Gehört Verbrauchsmaterial nicht zum Lieferumfang, müssen Sie dieses zusätzlich ordern, um mit dem Vakuumierer arbeiten zu können. 

Zusammengefasst

Bevor Sie sich einen Vakuumierer zulegen, sollten Sie sich über dessen zukünftigen „Job“ in Ihrer Küche im Klaren sein. Muss es lediglich zuverlässig die Verpackung verschließen und einigermaßen vakuumieren können, genügt die einfache Version. Stellen Sie höhere Ansprüche und möchten auch die vorbereitenden Maßnahmen für das Sous-Vide-Garen abdecken, sollten Sie im hochwertigen Segment nach einem zumeist preisintensiveren Vakuumierer Ausschau halten. Mit dieser Entscheidung treffen Sie in der Regel gleichzeitig eine Wahl zwischen mittelmäßiger und hoher Leistungsfähigkeit. Nahezu alle Produkte meistern die Aufgaben und können mit einer guten Qualität punkten. Während die „Einsteigermodelle“ im unteren Preissegment rangieren, müssen Sie ein hochwertiges Kombigerät im oberen Preissegment suchen. Letzteres sollte dem ständigen Gebrauch vorbehalten bleiben, ohne Ihre Entscheidungsfreiheit einzuschränken. Als Fazit gilt: ein bestimmtes Label ist im Allgemeinen kein Garant für eine besondere Güte. Die unbekannten Marken schneiden zumeist ebenso gut ab.

 

 
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