Xiaomi Mi Band 2 Aktivitätstracker im Test

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Testbericht: Xiaomi Mi Band 2 Aktivitätstracker

Unser Video vom Xiaomi Mi Band 2 Aktivitätstracker

Wasserdichtes Smartband zum kleinen Preis

Fitnesstracker sind von den Armgelenken Sportbegeisterter oder denen, die Hilfe beim Aufraffen brauchen, schon zum Alltagsgegenstand geworden. Wearables, wie sie auch genannt werden, sind die elektronischen Gadgets der Zukunft. Sie zeigen uns unseren Trainingsverlauf, spornen uns zu mehr Bewegung an und überwachen unseren Puls.

Das kleine Smartband ist im Vergleich zu seinem großen Verwandten, der Smartwatch leichter, kleiner, günstiger aber normalerweise auch leistungsschwächer. Das neueste Smartband von Xiaomi, das Mi Band 2, verspricht fast alles, was eine Smartwatch drauf hat, für nur einen Bruchteil der Kosten. Ob dieses Fitnessarmband seine Konkurrenten ausstechen und eine günstige Alternative zur teuren Smartwatch darstellt, habe ich für Sie getestet.

 

Verpackung und Lieferung

Das Trackerarmband von Xiaomi kam in neutraler Umverpackung zwei Werktage nach Bestellung bei mir an. Die eigentliche Produktpackung wiegt 150 Gramm, ist schlicht weiß und erinnert etwas an das Verpackungsdesign, das typisch für Appleprodukte ist.

Auf der Oberseite ist ein Produktbild und an zwei Seiten steht schlicht „MI“. Eine Produktbezeichnung, der Name des Herstellers oder sonstige weitere Info sind nicht zu sehen. Wobei man auf der Unterseite noch etwas Text findet – allerdings auf Chinesisch.

In dem Paket waren:

  • Der Tracker
  • Ein schwarzes Silikonarmband
  • Ein Micro-USB-Ladeadapter
  • Eine Bedienungsanleitung in Chinesisch

Bedienungsanleitung

Ich kann leider nichts über den Inhalt der beiliegenden Gebrauchsanweisung des Mi Band 2 sagen, da alles ausschließlich auf Chinesisch beschrieben ist. Es gibt aber einige Abbildungen, die erklären, wie der Tracker in das Armband eingesetzt, das Smartarmband am Handgelenk befestigt und der Tracker geladen wird.

Ein dort enthaltener QR-Code führt zur App „Mi Fit“ des Herstellers. Im Netz gibt es glücklicherweise Bedienungsanleitungen auf Deutsch oder Englisch. Ohne sie würde man einige Möglichkeiten, die das Fitnessband bietet, nicht entdecken.

Garantie

Es fehlen Hinweise auf die Garantieleistung des Herstellers. Nach Recherche fand ich heraus, dass es 12 Monate Herstellergarantie auf das Gerät gibt und man es im Shop, in dem man es gekauft oder bestellt hat, abgeben bzw. hinschicken kann.

Hersteller

Xiaomi Tech ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, der Wearables als Nebenprodukt anbietet. Die Firma wurde 2010 von Lei Jun gegründet und ist seit 2013 in China Marktführer.

 

Unsere Bilder vom Xiaomi Mi Band 2 Aktivitätstracker

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Ausstattung

Der kleine Tracker ist 4 cm lang und 1,3 cm breit. Zusammen mit dem Silikonarmband kommt der Fitnesstracker auf 24 cm Länge, 1,5 cm Breite und ist an der dicksten Stelle (am Tracker) 1 cm dick. Mit 19 Gramm ist das Armband ein echtes Leichtgewicht.

Auf der Vorderseite des Trackers sind der OLED-Bildschirm und ein Touchbutton mit dem alle Funktionen, die zuvor über die App aktiviert wurden, angesteuert werden können. Auf der Unterseite ist der, mit grünen LEDs leuchtende, Herzfrequenzsensor. Die Synchronisation mit dem Smartphone oder Tablet erfolgt per Bluetooth 4.0.

Technische Daten

Bildschirm: 0,42 Zoll OLED Touch Screen
Konnektivität: Bluetooth 4.0
Kompatibilität:  Android 4.4 und  iOS 7.0 oder höher
Wasserfest: nach IP67 (bis 1 m Tiefe und für max. 30 Min.)
Akku: 70 mAh Lithium-Ionen-Akku
Akku-Stand-by-Zeit: bis zu 20 Stunden
Akku-Ladezeit: etwa 3 Stunden
Alarm: Vibration
App: Mi Fit
Zertifizierung/Prüfsiegel: keine

 

Funktionen

Das Fitnessband ist mit vielen Features ausgestattet. Nicht alle funktionieren mit der kostenlosen App, die man durch den QR-Code erreicht. Einige offenbaren sich erst mit der kostenpflichtigen, wenn auch noch günstigen, App für 2 Euro (Stand Oktober 2016). Einige Funktionen gibt es aber leider nicht für iPhones, sondern nur für Android-Smart-Phones.

Schrittzähler

Zweimal das Touchpad berührt und man ist im Schrittzählermodus. Damit es nah an der Anzahl der tatsächlichen Schritte bleibt, hat der Hersteller hier eine Verzögerung eingebaut. Ab dem zehnten Schritt wird gezählt. Tricksereien wie Armschaukeln oder Ähnliches durchschaut das Gerät übrigens – ich hab's probiert.

Der Schrittzähler funktioniert auch ohne Smartphone und App, allerdings braucht man beides, um „gedrängelt“ zu werden, seine Ergebnisse auszuwerten und diese über längere Zeit zu beobachten. In der App werden auch Kalorienverbrauch und zurückgelegte Kilometer angezeigt. Mit einer anderen App soll es wohl auch möglich sein, den Schrittzähler zum Zählen von Kletterbewegungen umzufunktionieren. Das habe ich aber nicht getestet.

Pulsmesser

Dreimal kurz auf den Touchbutton getickt und schon gelangt man zum integriertem Pulssensor. Es dauert etwa drei Sekunden, bis die momentane Pulsrate auf dem kleinen OLCD in weißen Lettern erscheint. Zunächst sieht man zwei Linien und ein schlagendes Herz. Danach erscheint das Ergebnis für ein bis zwei Sekunden. Wenn man den Tracker per Bluetooth mit dem Smartphone synchronisiert, wird der Puls zu den anderen Ergebnissen hinzugefügt und man kann Veränderungen über längerer Zeit im Blick behalten.

Dieser Herzschlagmonitor ist eine der wenigen Funktionen, die auch ohne Smartphone und App funktioniert. Wer seinen Puls dauerhaft messen möchte, muss eine kostenpflichtige App (Mi Band Tools) installieren, denn möglich ist dieses Feature zusammen mit einigen anderen mit diesem Fitnesstracker möglich.

Schlafüberwachung

Das Mi Band 2 verfügt über eine Schlafmonitorfunktion, mit der das Gerät mithilfe von Bewegungssensoren erkennt, wann der Körper ruht und anhand des Pulses, in welcher Schlafphase wir uns gerade sind und wie lange. Dazu muss der Tracker nicht mit Bluetooth mit dem Handy verbunden sein. Für die anschließende Auswertung am nächsten Tag braucht man das Smartphone allerdings doch wieder.

Die so aufgezeichneten Daten entsprechen zwar nicht der Qualität eines Schlaflabors, helfen aber schon das eigene Verhalten auf längere Zeit zu untersuchen und ggf. anzupassen, um eine höhere Schlafqualität zu erreichen.

Uhrzeit und Wecker

Sobald das Band mit dem Smartphone über die App verbunden ist, stellt sich die Uhrzeit auf dem Fitnessarmband von selbst ein. Wenn man möchte, kann man die Anzeige noch verändern. Auch über die App kann ein Alarm gesetzt werden, um einen mit Vibrationen morgens zu wecken. Man kann auch einstellen, ob sich das jeden Tag wiederholen soll.

Die Uhr selbst soll, sobald man das Handgelenk hebt, angezeigt werden. Das hat bei meinem Test erst mit der gekauften App funktioniert. Bei der Freeware musste ich einmal auf den Touchbutton fassen. Wenn beides eingestellt ist, kann die Bluetoothverbindung getrennt werden und der Tracker arbeitet autark weiter.

Benachrichtigungen

In der Freeversion der App lässt sich einstellen, welche Benachrichtigungen auf dem Smartband angezeigt werden sollen und in welcher Zeitverzögerung. Anrufe, SMS, E-Mails, Facebook-, Whatsup-Nachrichten und andere werden durch ein Vibrieren und einen stilisierten Briefumschlag bei E-Mails, FB bei Facebook-Nachrichten etc. auf dem kleinen Display angezeigt.

Entsperrfunktion

Wer in der glücklichen Lage ist, ein Android-, Lollipop- oder Xiaomi-Smartphone zu haben, kann es mit dem Smartband entsperren, wenn er nah genug am Gerät ist und eine bestehende Bluetoothverbindung hat. Kein Passwort, kein Muster, kein Fingerabdruck – einfach nur das Band mit seiner persönlichen ID neben das Smartphone halten. Besitzer eines iPhones können diese Funktion nicht nutzen.

Akkustandsanzeige

In der erweiterten App kann man einstellen, dass die verbleibende Akkudauer auf dem Tracker angezeigt wird und man kann sie in der App ablesen. Eigentlich soll das auch bei der Freeware Version möglich sein, aber bei iOS 10.0.2 geht es nicht.

 

Die Apps

Die Mi Fit App ist auf recht lustigem Deutsch übersetzt. So muss man auf „Spielen“ gehen, um die Benachrichtigungen einzustellen. Die App ist recht übersichtlich und hat nicht sehr viele Funktionen (für iPhones). Androidnutzer können sich bei der Freeversion über mehr Features freuen.

Es gibt auch die Android die kostenpflichtigen Apps „Mi Band Notify & Fitness“ und die „Mi Band Tools“ die noch mehr tolle Features und Feinabstimmungen erlauben und wirklich viel aus dem Fitnessband herausholen können. Für iPhone User gibt es noch die App „Mi Permanente Herzrate“, aber sonst sieht es (noch) sehr mager aus.

 

Aussehen und Verarbeitung

Der Tracker ist sehr schmal, flach und besteht aus mattschwarzem Kunststoff und einem OLED-Display. Das schwarze Silikonband ist ausreichend lang, hat neun Löcher und ist mit einem Stiftverschluss versehen, der dem Touchbutton des eigentlichen Trackers nachempfunden wurde und so das Design des Fitnesstrackers sehr stimmig und edel abschließt. Es gibt noch weitere Armbänder bei Xiaomi als Zubehör zu kaufen, die entweder ebenfalls aus Silikon und in anderen Farben oder aus anderen Materialien sind.

 

Der Preis

Mit – je nach Shop – zwischen 25 und 38 Euro (Stand Oktober 2016) gehört der Xiaomi Mi Band 2 Fitnesstracker derzeit zur Mittelklasse der auf dem Markt erhältlichen Fitnessarmbänder.

 

Praxistest

Um das Smartband zu benutzen, muss man sich zunächst bei Xiaomi registrieren. Klingt einfach – war es aber nicht so ganz. Meine ersten beiden Versuche endeten mit der Anzeige „You've exceeded the maximum number of verification attempts allowed within 24 hours“. Beim dritten Versuch klappte es dann aber und die Firmware aktualisierte sich.

Die Uhrzeit wurde mit dem Smartphone (iPhone 4s mit iOS 10.0.2) synchronisiert und viele persönliche Einstellungen wie Alter, Größe, Gewicht, Trainingspräferenzen und Benachrichtigungen abgefragt und eingestellt.

Trotz neuestem Update funktionierte die „Handgelenk-heben-um-die-Uhr-zu-sehen“-Funktion nicht. Nur durch Berührung des Touchbuttons erscheinen Uhrzeit (1x), Schrittzähler (2x) und Herzfrequenz (3x). Da viele Funktionen bei einem iOS-basierten Smartphone nicht so funktionieren, nehme ich an, dass auch dieser Fauxpas damit zusammenhängt. Androidnutzer haben mit dem Mi Band 2 die Nase weit vorn.

Der Wecker hat prima funktioniert, allerdings wurde ich während der Nacht mehrmals durch Vibration geweckt, weil das Touchpad wohl im Schlaf mehrmals gedrückt wurde, sodass es im Pulsmessungsmodus war und das Ergebnis mit einem Vibrieren kund tat. Außerdem leuchtete die Uhrzeit bei jeder unabsichtlichen Berührung hell auf, was mich immer wieder weckte.

Denken Sie auch daran, die Benachrichtigungen auszuschalten, sonst erhalten Sie bei jeder E-Mail oder Nachricht eine Vibration auf das Handgelenk. Als pünktlich um 8:30 Uhr mein Handgelenk vibrierte war das etwas kurz. Wach werden ist zwar möglich, aber eine längere Vibrationszeit und eine Snoozefunktion, nach welcher der Alarm nach fünf Minuten noch einmal vibriert, wären toll gewesen.

Die Schlafüberwachung war interessant, aber nicht sehr akkurat, da die Zeiten in denen ich (z. B. durch mein vibrierendes Armband) geweckt wurde und lange zum Einschlafen brauchte, nicht als „Wachzeit“ auftauchen. Sie sollten sich also nicht zu sehr auf die Ergebnisse verlassen. Es gibt jedoch einen guten Überblick über die Schlafzeiten an sich.

Die Herzfrequenz beim Laufen zu messen war schwierig. Sie scheint zwar recht genau zu sein, braucht aber ein ruhiges Handgelenk zum Messen. Also entweder trägt man das Band sehr eng, oder muss kurz stehen bleiben. Seltsamer Weise tauchten bei einer weiteren Messung gleich danach andere, eher unwahrscheinlichere Ergebnisse auf.

Das Band scheint ein, zwei Minuten zu brauchen, um wieder genau zu sein. Mit tätowierter Haut hatten ja die Smartwatch eines sehr bekannten Herstellers ihre Probleme bei der Pulsmessung. Das Smartband von Xiaomi macht zwischen tätowierter und untätowierter Haut keinen Unterschied.

 

Zur Lieferung:

Gearbest bietet eine Versandmethode für deutsche Kunden an nämlich die "Germany Express/Priority Line". Dank dieser Versandmethode garantiert Gearbest eine Lieferung der Bestellung innerhalb von 7 bis 15 Tagen in und die Übernahme der Zollkosten.

Mehr Infos dazu finde man hier: http://www.gearbestblog.de/faq/germany-express/

Unser Fazit

Der Tracker Mi Band 2 von Xiaomi ist, besonders für Android-User, ein toller Personal Trainer fürs Handgelenk mit jeder Menge Akkulaufzeit.

Mit vielen Benachrichtigungsfunktionen ist er darüber hinaus ein Mini-Organizer. Hätte das Mi Band 2 eine längere Weckdauer und wäre etwas iPhone-freundlicher und ich könnte das Mi Band 2 uneingeschränkt empfehlen.

Wearables mit dem Hardwarepotential (vielleicht gibt es ja bald eine bessere App für iOS) gibt es sonst nur ab 80 Euro aufwärts. Alles in allem ist das Xiaomi Mi Band 2 ein tolles Gerät zum kleinen Preis, das mit der richtigen Software kaum Wünsche offen lässt.

 

Details & Merkmale

Armbandmaterial Elastomer
Betriebssystem Kompatibilität iOS 7.0 und später, Android 4.4 und später
Batterie-Typ Lithium-Polymer-Akku
Gewicht 118 g
Displaytyp LED
Schlafaufzeichnung Schlafphasen, Schlafdauer, Schlafqualität
wasserdicht
Kilometerzähler
Zähler Kalorienverbrauch
Schrittzähler
Herzfrequenzmesser
Schnittstellen
Besonderheit Mit automatischer Aktivitätserkennung
Vorteile
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Toller Tragekomfort und edler Look
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Wasserdicht für 30 Min. bis 1 m Tiefe
  • Viele Funktionen (für Android-Nutzer)
  • Übersichtliches Display
  • Austauschbare Armbänder erhältlich
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Leichte Handhabung
Nachteile
  • Pulsmessung nur per Touch
  • Für iOS viel weniger Funktionen als für Android
  • Etwas umständliche Registrierung für die App
  • Uhrzeit (bei iOS) nur per Touch
  • Keine CE-Kennzeichnung
  • Sehr kurze Vibration beim Wecken

Preisentwicklung

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