Getriebeöl Test und Kaufberatung

andreas kirchner
Ich bin Andreas und der Gründer und Inhaber von Experten-Beraten.de sowie einer der Geschäftsführer von der Online-Marketing-Agentur Hanseranking in Hamburg.
Getriebeöl

Getriebeöl im Test – was Sie bei Getriebeölen beachten sollten

Der folgende Ratgeber liefert Ihnen alle wissenswerten Informationen über Motor- und Getriebeöl. Wir haben für Sie zusammengestellt, welche Öle es gibt, wofür diese verwendet werden und worin sich die einzelnen Arten unterscheiden. Zudem erhalten Sie alle bedeutsamen Kaufinformationen.

Die wichtigsten Eigenschaften eines Motor- und Getriebeöls:

  • Öle gewährleisten als Schmierstoffe die Betriebssicherheit eines Motors oder Getriebes
  • Mit Fließverhalten und Beschaffenheit schützen Sie wichtige Einheiten am Kfz vor Verschleiß
  • Getriebe- und Motorenschmierflüssigkeiten sind getrennt voneinander zu betrachten und übernehmen an den entsprechenden Stellen u. a. die Schmierfunktion

Wer ein Kraftfahrzeug fährt, kommt um eine regelmäßige Kontrolle und Wartung einiger Bau- und Bestandteile nicht herum. Die meisten Versäumnisse können fatale Folgen haben und zu ernsthaften Schäden führen. Auch ein regelmäßiger Ölcheck ist demnach unverzichtbar. Der Markt bietet verschiedene Arten in unterschiedlicher Qualität an. Um Ihnen die Entscheidung beim Kauf zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Details für Sie zusammengetragen.

Zuletzt aktualisiert am: 05.12.2018

Unsere Sieger unter allen getesteten Getriebeölen auf einen Blick

Produktbild
Vergleichssieger
 Fuchs Titan ATF 4134
 
MANNOL Universal Getriebeoel 80W-90 API GL 4
 
 Motul Gear 300 LS 75W-90
 
Castrol Syntrans Transaxle 75W-90
 
Getriebeöl
Modell Fuchs Titan ATF 4134 Liqui Moly 4421 Vollsynthetisches Hypoid-Getriebeöl (GL5)LS SAE 75 Motul Gear 300 LS 75W-90 Castrol Syntrans Transaxle 75W-90 Liqui Moly 4434 Hochleistungs-Getriebeöl (GL4+)
Zuverlässigkeit
Preis
Schmiereigenschaften
API-Klasse keine Angaben GL-5 GL-5 GL 4+ GL-4, GL 4+
Füllmenge 4 L 1 L 1 L 1 L 1 L
Synthetik- oder Mineralöl keine Angaben Vollsynthetisch Vollsynthetisch Vollsynthetisch Vollsynthetisch
Geeignet für Automatikgetriebe Achsgetriebe, Sperrdifferentialgetrieben Schaltgetriebe, Differentialgetriebe ohne Sperrdifferential, Differentialgetriebe mit Sperrdifferential Transaxlegetriebe, Schaltgetriebe Schaltgetriebe, Nebengetriebe, Transaxlegetriebe, Hypoidgetriebe
SAE-Klasse keine Angaben 75W-140 75W-90 75W-90 75W-90
Spezifikation keine Angaben keine Angaben keine Angaben keine Angaben ZF TE-ML 08
Freigabe MB 236.14, SSANG YONG Scania STO 1:0, VME, ZF TE-ML 05D, ZF TE-ML 12D, Ford WSL-M2C 192A keine Angaben VW 501.50 Ford ESD M2C175-A, VW 501.50
Empfohlen für Mercedes-Benz-NAG2-Automatikgetrieben BMW Hinterachsgetriebeöl ; Ford WSL-M2C 192A ; Scania STO 1:0 ; VME ; ZF TE-ML 05D/ 12D/ 16G keine Angaben keine Angaben Ford, VW, Audi
Einsatzschwerpunkt Mehrbereichsöl Mehrbereichsöl Mehrbereichsöl Mehrbereichsöl Mehrbereichsöl
Basis Grundöle (Gruppe III plus) keine Angaben keine Angaben 1-Decen, Trimere, Grundöl - nicht spezifiziert, 4-Methyl-2-pentanol, Diphosphorpentasulfid, Diphosphorpentoxid, Amine 1-Decen, Trimere, Grundöl - nicht spezifiziert, Polysulfide, 4-Methyl-2-pentanol, Phosphoroxid, Propylenoxid, Amine
Flammpunkt 200 °C keine Angaben 200 218 °C 190 °C
Pourpoint -51 °C keine Angaben -42 °C -51 °C -43 °C
Dichte 0,85 g/cm³ keine Angaben 0,9 g/cm³ 0,87 g/cm³ 0,86 g/cm³
Entsorgung mit normalem Altöl zu entsorgen keine Angaben mit normalem Altöl zu entsorgen mit normalem Altöl zu entsorgen mit normalem Altöl zu entsorgen
Alterungsstabilität
keine Angaben keine Angaben
Verschleißschutz
Reduziert Getriebegeräusche
Besonderheit reduziert Reibungen, Korrosionsschutz, gute Kältefließeigenschaft Vorschriften der Kfz-und Getriebehersteller sind zu beachten Vorschriften der Kfz-und Getriebehersteller sind zu beachten Vorschriften der Kfz-und Getriebehersteller sind zu beachten Die Vorschriften der Fahrzeug- bzw. Aggregathersteller sind zu beachten
Vorteile und Nachteile
  • Für alle Mercedes-Benz mit Automatikgetriebe bis 7 Geschwindigkeiten BM 722.9 bis 21.6.210 geeignet
  • Gute Alternative zum Original von Mercedes.
  • Lässt das Getriebe sanfter arbeiten
  • Ideal für höchstbelastete Achsantriebe mit und ohne Sperrdifferential
  • Speziell für BMW-Achsantriebe
  • Auch im Motorsport nutzbar
  • Abfüllen funktioniert unter Umständen nicht ganz kleckerfrei
  • Dieses Getriebeöl verfügt über internationalen Zulassungen und Zertifizierungen
  • Das Unternehmen gibt es seit über 150 Jahren
  • Speziell für den Einsatz in hochbelasteten Schaltgetrieben produziert
  • Vergleichsweise etwas höhrer Preis
  • Das Getriebeöl reduziert Schaltkratzen
  • Sorgt für eine bessere Schaltbarkeit
  • Erfüllt alle vorgegebenen Spezifikationen
  • Vergleichsweise etwas höhrer Preis
  • Universell einsetzbar für modernste Schalt- und Transaxlegetriebe
  • Übertrifft die hohen Testanforderungen namhafter Fahrzeughersteller
  • Mit einer guten Einfüllhilfe ausgestattet
  • Nicht für jedes Getriebe die korrekte Lösung
Beliebtestes Angebot
Günstigstes Angebot
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Getriebeöl Kaufberatung

Fünf wichtige Fakten über Getriebeöle

Beide Ölvarianten dienen der Schmierung und dem Verschleißschutz

Motor- und Getriebeöl verhindern die Reibung sich bewegender Komponenten aneinander

Für den vollumfänglichen Schutz ist ein geschlossener Schmierfilm notwendig

Der Schmierfilm muss auch unter hohen Belastungen erhalten bleiben

Eine entsprechende Haftung an den jeweiligen Bauteilen ist Vorraussetzung

 

Was kennzeichnet Motoren- und Getriebeöl?

In jedem Motor- und Getriebekomplex arbeiten bewegliche Teile. Innerhalb dieser Fahrzeugeinheiten bestehen diese Komponenten aus Metall. Da Reibung metallischer Körper aneinander Verschleiß verursacht, muss dieser Effekt durch geeignete Schmierflüssigkeiten vermieden werden. Neben den bereits genannten Aufgaben übernehmen diese Schmiermittel folgende Funktionen:

  • Wärmetransport
  • Schutz vor Korrosion
  • Kühlung
  • Feinabdichtung
  • Sauberhalten des Innern eines Motors
  • Möglicherweise eingedrungene Fremdkörper in Bewegung halten
  • Aggressive Verbrennungsprodukte neutralisieren

Nicht jedes Öl kann all diese Aufgaben in der gewünschten Weise erfüllen. Um für jede Fahrzeugeinheit die richtige Funktionsweise zu erreichen, werden Grundöle mit Zusatzstoffen versetzt. Mit der Additivierung entsteht die benötigte Schmieröl-Mischung – ein Spezialöl.

Die zähflüssigen Substanzen für die beiden genannten Fahrzeugeinheiten unterscheiden sich in ihren Eigenschaften dahingehend, dass sie auf die jeweils herrschenden Bedingungen perfekt abgestimmt sind.

Worin unterscheiden sich Motor- und Getriebeöle?

Beides sind Schmierflüssigkeiten, unterscheiden sich jedoch u. a. in Bezug auf Fließverhalten und Zusammensetzung.

Motoröle

Im Motor herrschen aufgrund sich schnell bewegender Metallteile hohe Temperaturen. Durch die Verbrennungsvorgänge verschmutzt das Öl zudem im Laufe der Zeit. Dadurch ändert sich die Viskosität und daraus folgend die Schmierfähigkeit. Altes Motorenöl wird immer dünnflüssiger. Damit gehen Schmierfähigkeit, das Vermögen Druck aufzubauen und Wärme abzuführen als wichtige Eigenschaften verloren. Verpassen Sie den Ölwechsel oder den Zeitpunkt des Nachfüllens, kann das zu schwerwiegenden Schäden am Motor mit hohen Kosten führen. Im ungünstigsten Fall fahren Sie den Motor fest.

Aus den Zeiten des temperatur- und damit saisonbedingten Ölwechsels stammen noch die Begriffe „Sommer- und Winteröl“. Heute wird das Schmiermittel nicht mehr saisonal gewechselt, da inzwischen Mehrbereichsöle zur Anwendung kommen. Motoröle gibt es in mineralischer, teilsynthetischer und synthetischer Ausführung.

Motorenöl sollte bezüglich der vorhandenen Menge einer regelmäßigen Prüfung unterzogen werden. Bei Bedarf müssen Sie auffüllen bzw. auffüllen lassen. Mit einer ebensolchen Regelmäßigkeit ist ein Motorölwechsel angeraten.

Getriebeöle

Diese Schmierstoffe kommen an der Getriebeeinheit und Achsantrieb zum Einsatz. Getriebeöle sind dünnflüssiger als Motoröle. Sie sind bedeutend geringeren Temperaturen ausgesetzt. Auch der Verschleiß fällt entschieden geringer aus. Die Hauptaufgabe dieser Schmiermittel besteht auch hier in der Minimierung der mechanischen Reibung. Beim Automatikgetriebe agieren sie zudem als Druckspeicher. Damit werden die Schaltvorgänge des Automatikgetriebes unterstützt. Die von einem Automatik- bzw. Doppelkupplungsgetriebe zu erbringende Leistung ist enorm. Aus diesem Grund bietet der Markt u. a. spezielles Automatikgetriebeöl oder Schmiermittel für Doppelkupplungsgetriebe.

Immer wieder ist davon die Rede, dass Getriebeschmiermittel die „Longlife“-Variante unter den Schmiermitteln darstellen und ein Getriebeölwechsel während eines „Fahrzeuglebens“ unnötig ist. Dabei beziehen sich die Ratgeber jedoch auf einen Zeitraum von bis zu acht Jahren. Und danach? Geht man zudem von der bereits erwähnten Hochleistung der Automatikvariante aus, kann diese „Longlife“-Eigenschaft durchaus etwas differenzierter betrachtet werden. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, sollten Sie in Abständen von mehreren Jahren einen Ölcheck und eventuell einen Getriebeölwechsel in Erwägung ziehen. Als kompetenten Ansprechpartner suchen Sie hierfür bitte vorzugsweise die Fachwerkstatt Ihres Vertrauens auf.

Aus den genannten Merkmalen lässt sich die unterschiedliche Beschaffenheit mit den entsprechenden Folgen bei einer Verwechslung beider Stoffe ableiten.

Begriffe aus der Welt der Motoren- und Getriebeöle

  • Additivierung

Motoren- und Getriebeschmiermittel werden nur bei Agrarmaschinen und ähnlichen Fahrzeugen in der reinen Grundform verwendet. Alle anderen Fahrzeuge benötigen eine Mischung. Dem Grundstoff wird ein Zusatzstoff (Additiv) in einem bestimmten Mischungsverhältnis hinzugefügt. Dieser Vorgang wird als Additivierung bezeichnet. Da hochwertige Schmiermittel fein abgestimmt sind, erübrigen sich weitere Ölzusätze.

  • Viskosität

Die Verhinderung von Verschleiß als Hauptfunktion der Getriebe- und Motoröle kann nur durch deren optimale Konsistenz erreicht werden. Mit dem oben genannten Begriff wird das Fließverhalten bei 100 °C beschrieben. Dieses Kriterium ist insbesondere bei extremen Außentemperaturen von Bedeutung, denn sowohl im Hochsommer als auch im eisigen Winter muss das richtige Fließverhalten der Getriebe- und Motoröle erhalten bleiben.

Klassifizierung von Getriebeöl

Neben den allgemeinen Normen der Fahrzeugindustrie muss insbesondere die API-Klassifizierung als grobe Einteilung von Getriebeschmiermitteln beachtet werden. Mit der Bezeichnung „GL“ erhalten Sie den Hinweis darauf, dass es sich um die Getriebevariante handelt. Mit den Ziffern 1 bis 5 wird die Belastbarkeit des Schmiermittels definiert.

  • API GL-1

Substanzen, welche geringen Belastungen ausgesetzt sind, werden mit dieser Kennung versehen. In diesen Ölen ist kein Additiv enthalten. Haupteinsatzgebiete sind Agrarmaschinen und nicht synchronisierte Schaltgetriebe in Lkw.

  • API GL-2

Diese Schmiermittel enthalten bereits verschleißmindernde Zusatzstoffe und sind für gemäßigte Belastungen vorgesehen. Der Einsatz beschränkt sich auch hierbei zumeist auf Agrarmaschinen und Traktoren.

  • API GL-3

Die Belastbarkeit ähnelt der API-GL-2-Kategorie. Mit einem höheren Anteil an Zusatzstoffen eignet sich dieses Öl insbesondere für Lkw.

  • API GL-4

In dieser Gruppe steigt wiederum der Additiv-Anteil. Damit eignen sich diese Schmierflüssigkeiten für mittelschwere Belastungen. In Europa stellt diese Klasse den Mindeststandard für synchronisierte Schaltgetriebe dar. Mit dem ausgewogenen Verhältnis an Additiven wird ein optimales Synchronverhalten erreicht.

  • API GL-5

Für ganz raue Bedingungen ist diese Klasse ausgelegt. Mit einem hohen Additiv-Anteil eignet sich dieses Schmiermittel für alle Differenzialgetriebe, ausgenommen der Gangschaltungsgetriebe.

Die einst ebenfalls verfügbare Klasse API GL-6 wurde inzwischen gestrichen, da die vorab genannte Kategorie über die gleichen Eigenschaften verfügt.

Wird ein Öl mit der Bezeichnung GL-4 in einem Bereich eingesetzt, für den die GL-5-Variante vorgesehen sind, erhöht das den Verschleiß. Im umgekehrten Fall ist eine Synchronisierung unmöglich. Das macht deutlich, dass Sie mit einer höheren Klasse keinesfalls eine Verbesserung des Schaltverhaltens herbeiführen können. Nur die richtige Mischung (Klasse) bringt ein optimales Schaltergebnis.

Die grobe Einteilung in Klassen ist in der Regel nicht ausreichend, um das richtige Öl zu finden. Genauere Angaben finden Sie in den fahrzeugspezifischen Daten bzw. entnehmen Sie vorzugsweise den Werksnormen der Kfz-Industrie. Aus Gründen der Garantie müssen die hauseigenen Spezifikationen europäischer Fahrzeughersteller beachtet werden.

In Bezug auf Motoröle gelten als grobe Orientierung die Klassen API – S für Pkw-Ottomotoren und API – C für Dieselmotoren. Für Zweitaktmotoren kommen ISO-Spezifikationen zur Anwendung.

Worauf sollten Sie beim Kauf von Motoren- und Getriebeöl achten?

Die Produktvielfalt bedingt eine sorgfältige Auswahl.

Verwechseln Sie die beiden Varianten nicht

Achten Sie akribisch auf die Bezeichnung bzw. darauf, dass Sie das richtige Öl für den vorgesehenen Zweck kaufen. Getriebeschmiermittel im Motor (und umgekehrt) kann fatale Folgen haben. In Anbetracht der Tatsache, dass ein Getriebeölwechsel am Schalt-, Allrad- oder Automatikgetriebe kaum vonnöten ist, müssen Sie in der Regel nach Motorenöl suchen. Zur besseren Unterscheidung sind einige Getriebeschmierflüssigkeiten eingefärbt.

Das richtige Öl muss es sein

Hierunter ist nicht die vorab erwähnte Verwechslung zu verstehen. Auch innerhalb der beiden Kategorien bietet der Markt eine breite Produktpalette. Getriebeschmiermittel wird nach den oben genannten Abstufungen klassifiziert. Achten Sie auch hier auf die richtige Bezeichnung und darauf, dass Sie ein für Ihr Fahrzeuggetriebe geeignetes Schmiermittel (z. B. Für Doppelkupplungsgetriebe) wählen. Analog gilt das für Motorschmiermittel.

Schmiermittel für spezielle Getriebearten sind in der Regel mit einer entsprechenden Bezeichnung gekennzeichnet (z. B. Doppelkupplungsgetriebe oder Automatikgetriebeöl).

Preisvergleich erst im zweiten Schritt

Die Preisspanne lässt bei beiden Ölvarianten einen gewissen Spielraum zu. Aber nur möglichst billig zu kaufen, kann Sie letzten Endes teuer zu stehen kommen. Machen Sie sich zunächst mit der Materie, den Klassen und den jeweiligen Anforderungen vertraut. Erst dann wissen Sie, worum es geht und können einen Preisvergleich vornehmen.

Synthetik- oder Mineralöl für den Motor?

Bei den im Motor herrschenden hohen Temperaturen, verdampft die mineralische Variante deutlich schneller. In der Folge müssen Sie häufiger Mineralöl nachfüllen. Die Synthetischen sind weniger „hitzeempfindlich“, aber teurer. Es gilt abzuwägen, welche Variante günstiger ist.

Markenöl muss nicht sein

Auch in dieser Sparte müssen Sie nicht zwingend zur Markenvariante greifen. Auch mit günstigen Produkten können Sie die gewünschte Schmierfähigkeit und den Schutz vor Verschleiß erzielen. Allerdings hilft ein gutes Öl dabei, Kraftstoff zu sparen. Dieser Effekt fällt bei günstigen Produkten geringer aus. Ist der Kraftstoffpreis hoch, schlägt eine Ersparnis ordentlich zu Buche. Fazit: Es muss nicht zwingend die Markenvariante sein. Gegen ein gutes Synthetisches ist jedoch nichts einzuwenden.

Tipps für den Gebrauch und den Motor- und Getriebeölwechsel

Allgemein gilt: Haben Sie keine Ahnung von der Materie und auch keinen Bedarf an wichtigen Informationen, lassen Sie lieber die Finger von Motoren, Getrieben und den entsprechenden Ölen. Überlassen Sie vorzugsweise einem Fachmann das Feld, um keine Schäden an Ihrem Fahrzeug herbeizuführen.

  • Getriebeölwechsel oder Nachfüllen

Wenn beim Automatikgetriebe Schaltprobleme eine mögliche Veränderung in Bezug auf das Schmiermittel andeuten, sollten Sie prüfen lassen, ob ein Wechsel erforderlich ist. Nach einigen Jahren lässt die Zähigkeit des Öls nach, womit ein Getriebeölwechsel nötig ist. Doch Problem können sich auch aus einer zu geringen Menge des Schmierstoffes ergeben. Dieser kann z. B. durch eine defekte Dichtung herbeigeführt worden sein. Lassen Sie prüfen, welche Vorgehensweise notwendig ist. Dem Wechsel sollte eine Reinigung des Getriebes vorausgehen. Dazu wird ein Additiv in den Kreislauf gegeben.

  • Frostfreie Lagerung

Möchten Sie sich für den Notfall einen kleinen Vorrat anlegen, sollte das in einer frostfreien Umgebung erfolgen. Auch hohe Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, da Schmiermittel temperaturempfindlich sind. Bei unsachgemäßer Lagerung gehen wichtige Eigenschaften verloren.

  • Lieber einmal mehr kontrollieren

Unter bestimmten Bedingungen können die regelmäßigen Werkstattintervalle zu lang sein. Den Ölmessstab zu ziehen und den Ölstand zu prüfen, ist keine unlösbare Aufgabe. Bewegen Sie Ihren Wagen viel, sollten Sie dieses „Prüfverfahren“ hin und wieder vornehmen. Für ältere, in Bezug auf den Ölverbrauch über dem Normalwert liegende Fahrzeuge, empfiehlt sich eine kleine Reserve im Kofferraum.

  • Den Schmierstoff nicht in Gänze aufbrauchen

Der Ölstand wird von den meisten Autofahrern recht stiefmütterlich behandelt. Wenn die Warnlampe leuchtet, gilt bereits Alarmstufe „Rot“. In diesem Fall sollten Sie den Wagen stehenlassen und vor dem nächsten Start Schmiermittel nachfüllen. Vorab erwähnte Reserve im Kofferraum stellt wiederum einen Vorteil dar.

  • Nachfüllen ersetzt nicht den Ölwechsel

Mit dem Sinken des Ölstands verringern sich auch die im Schmiermittel enthaltenen Additive. Wichtige Eigenschaften gehen verloren. Bis zu einem gewissen Grad genügt das Nachfüllen. In regelmäßigen Abständen muss das Altöl nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers jedoch durch Frischöl ersetzt werden.

Preise und bekannte Hersteller

Die Preise werden in erster Linie davon bestimmt, ob es sich um ein Motoröl oder ein Getriebeschmiermittel handelt. Hinzu kommt insbesondere beim Motoröl die Art der Herstellung. Die gesamte Sparte für den Pkw-Bereich wird mit Preisen zwischen 2 und 17 Euro (Stand Juni 2017) für einen Liter Schmiermittel erfasst, wobei wir aus Gründen der Übersichtlichkeit die einzelnen Klassifizierungen außer Acht gelassen haben.

Hersteller und Preise für Getriebeöl
Hier setzen die Preise bei 4 Euro an und reichen bis knapp über die 11 Euro-Marke. (z. B. von Pentosin, Castrol oder JMC).

Hersteller und Preise für mineralisches Motoröl
Mit knapp 2 Euro starten diese Motoröle. Die Preisspanne reicht hier bis gut 12 Euro (z. B. von Mannol, Liqui Moly oder Total).

Hersteller und Preise für teilsynthetisches Motoröl
Bereits für unter 2 Euro erhalten Sie dieses Motoröl. Die teuerste Variante liegt bei etwas über 17 Euro (z. B. von Mannol, Liqui Moly oder Ravenol).

Hersteller und Preise für synthetisches Motoröl
In dieser Kategorie müssen Sie mit Preisen zwischen knapp 3 und etwas über 17 Euro rechnen (z. B. von Pennasol, Rowe oder Mannol).

Wichtige Kaufkriterien auf einen Blick

  • Wählen Sie beim Kauf Motoröl, sofern Sie einen Ölaustausch am Motor vornehmen möchten bzw. Getriebeöl, für einen Getriebeölwechsel
  • Achten Sie beim Kauf auf die Spezifikation, welcher der Hersteller vorgibt
  • Für den jeweiligen Einsatz sind Fließverhalten und zugesetzte Additive von Bedeutung

Zusammengefasst

Kaum eine Sparte wird mit Produkten unterschiedlicher Hersteller so umfangreich bedient wie die der Getriebe- und Motoröle. Doch nicht jedes Schmiermittel eignet sich für Ihr Fahrzeug, da sowohl Eigenschaften als auch Güte voneinander abweichen.

Um Ihnen dennoch die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir neben diesem Ratgeber einen Getriebeöl-Test-2017 durchgeführt. Auf diese Weise haben wir die besten Produkte gefunden. Erfahren Sie die Vor- und Nachteile unseres Getriebeöl-Testsiegers und lesen Sie in weiteren umfangreichen Testberichten wie die besten Testkandidaten abgeschnitten haben. So finden Sie sicher auch Ihren Favoriten.

 
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